Die etwas andere fünfte Jahreszeit in Hohenems

Heuer ging es für die Auner Faschingszunft beim Vereinsausflug an den Lünersee - eines der wenigen Highlights, die 2021 möglich waren.
Heuer ging es für die Auner Faschingszunft beim Vereinsausflug an den Lünersee - eines der wenigen Highlights, die 2021 möglich waren. ©Feuerstein
Die Auner Fasnatzunft hält in schwierigen Zeiten zusammen.
Die etwas andere fünfte Jahreszeit in Hohenems

Hohenems. „Wasserhöll, Wasserhöll, voll die Höll, voll die Höll!“, tönt es normalerweise in der fünften Jahreszeit lautstark durch Hohenems. „Voll die Hölle“ ist die derzeitige Situation für alle begeisterten Mäschgerle, allen voran auch für die Auner Faschingszunft aus Hohenems, die erwähnten Spruch als ihren „Narrenruf“ haben und zu den großen Traditions-Fasnatvereinen im Ländle zählen.

Wie alle Fasnatzünfte, blicken auch die „Auner“ auf schwierige Monate zurück – und auf ungewisse voraus. „Wenn wir nicht gerade von einem Virus ausgebremst werden, veranstalten wir jedes Jahr unser bekanntes Auner Sommerfest mit Kinderprogramm und Livemusik, im Herbst ein Gaudi-Turnier mit Fußball für die Jungs, Völkerball für die Mädels und verschiedenen lustigen Bewerben zur Ermittlung der besten Mannschaften“, erklärt Vize-Obfrau Maria Feuerstein. Auch das Fußballmatch Au gegen Reuthe, das abwechselnd von beiden Zünften organisiert, ist legendär. Unter den Mitgliedern hat sich außerdem noch eine Fußball-, Bike- und Laufgruppe gebildet. Geselligkeit ist bei den Aunern also Programm, was die derzeitige Situation nicht gerade leichter macht.

Doch noch ein paar Highlights

Die Jahreshauptversammlung konnte heuer dank 3 G-Regelung im September gerade noch durchgeführt werden und auch der alljährliche Vereinsausflug, der dieses Jahr an den Lünersee führte, wurde für 49 Mitglieder zu einem abwechslungsreichen und schönen Tag, den man bei Livemusik und gutem Essen im Fohrencenter in Bludenz ausklingen ließ und somit zu den großen Highlights in diesem Jahr zählten. „Das ist schon sehr traurig und, dass die fünfte Jahreszeit nun schon wieder ins Wasser fällt, ist für unsere Zunft nicht gerade förderlich“, bedauert die engagierte „Närrin“.

Dabei schaut die Auner Faschingszunft auf eine lange Geschichte zurück. 1965 kamen die zwei „Elmars“ (Mathis und Rüdisser) auf die Idee einen Faschingswagen zu bauen, der den Haldner Nähbedarfsladen Stampfel zum Thema hatte. Mit diesem nahmen einige Auner dann zum ersten Mal beim Emser Umzug teil und um der ganzen Sache auch die nötige Ernsthaftigkeit zu geben, fand am 24. April 1966 im Gasthof Gemsle in der Au unter dem Vorsitz von Anton Aberer die Gründungssitzung des Narrenvereins statt.

Treue Mitglieder

Heute zählt der Verein stolze 239 Mitglieder und ein Mitglied erfuhr in diesem Jahr auch noch eine ganz besondere Ehrung. „Ein weiterer Höhepunkt 2021 war für uns die Verleihung des VVF-Landes Goldorden an Herbert Schuler, der uns Auner schon seit Jahrzenten im Ausschuss tatkräftig unterstützt und immer zur Stelle ist, wenn jemand gebraucht wird. Dafür gebührt ihm an dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank und wir hoffen, dass er uns noch viele Jahre treu bleibt“, betont Obmann Robert Rüdisser.

In diesen schwierigen Zeiten setzt der Vorstand auf die Treue der Mitglieder und zeigt sich wie viele Vereine seit Monaten flexibel und offen für Neues. So fiel die legendäre Einschaltfeier in Hohenems erneut Corona zum Opfer, „was uns aber nicht davon abhielt das Einschalten der Lichter über Facebook mit unseren Freunden zu teilen und so eine Spende an eine Hohenemser Einrichtung zu tätigen“, erklärt Rüdisser und blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Mit einem motivierten Ausschuss und vielen helfenden Händen können im neuen Jahr dann wieder Sommerfeste und dergleichen geplant werden und ich bin optimistisch, dass wir mit unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden wieder viel Spaß haben werden“, so der Obmann abschließend. Das klingt doch „närrisch guat!“ (cth)

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