Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Die Behandlung von Hüftschmerzen

Johannes Riedmann und Dr.Thomas Summer mit Läuferin Diane.
Johannes Riedmann und Dr.Thomas Summer mit Läuferin Diane. ©Privat/JR
Im heutigen Fallbeispiel zu Läuferbeschwerden zeigen Thomas Summer (Marathonläufer und Arzt) und Johannes Riedmann (Physiotherapeut) die Behandlung einer afrikanischen Athletin, während dem letzten Höhentrainingslager in Iten/Kenia.
Lauflust-Blog: Bilder aus Kenia

Die Chance ist hoch, dass Sie sich als Läufer in den folgenden Beispielen wiedererkennen werden, da es sich in den ausgewählten Fällen um häufige Läuferüberlastungen handelt. Zahlreiche Links zu den früheren Artikeln sollen dazu anregen, das Thema zu vertiefen. Eine Übersicht zu den verschiedensten Beschwerdebildern und deren Behandlungstipps ist unter marathon.vol.at zu finden.

Schmerzen im Gesäßbereich

Unsere erste Läuferin ist Diane. Die aus Burundi stammende Marathonläuferin mit einer Bestzeit von 2:29:35, hat sich zweimal für die Olympischen Spiele qualifiziert (2000 & 2012) und ist professionelle Athletin seit 2009. Der Sport hat ihr nach der Highschool zu einem Sport-Stipendium in Kanada und später in den USA verholfen. Letztes Jahr ist sie während einem Marathon in China in sehr ermüdetem Zustand, bei schlechten Wetterbedingungen ausgerutscht und auf das Becken gefallen. Seither hatte sie immer wieder Hüftschmerzen. Sie hat Schmerzen im Gesäßbereich (hinten), Trochanterbereich (seitlich) und in der Leiste (vorne). Es war auch eine Schmerzausstrahlung bis zur Kniekehle, jedoch nie
weiter nach unten, vorhanden.

Von wo kommt der Schmerz?

Schmerz agiert in erster Line als Alarmsignal. Für uns stellt sich nun also die Frage: Ist wirklich ein Gewebe verletzt, oder liegt das Problem eher in der Gewebefunktion? Ein Röntgen konnte dabei Knochenbrüche ausschließen. Um einen weiteren Hinweis für Gewebeverletzungen zu bekommen, interessieren wir uns für entzündliche Vorgänge und den Tagesverlauf der Schmerzen. Morgens ist es ein wenig schlechter, bis sie in die Gänge kommt. Sogenannte “Anlaufschmerzen” sind tendenziell eher typisch bei degenerativen Beschwerden, wie zum Beispiel Arthrose. Sehr vereinfacht gesagt: Es muss zuerst die Knorpelschmiere im Gelenk verteilt werden, bevor es rund läuft. Tagsüber ist Diane dann beschwerdefrei. Nachts gibt sie auch keine
Schmerzen an, was für uns eine sehr wichtige Information ist, da es bei entzündlichen Erkrankungen vorallem zu Nachtschmerzen kommen kann. Jetzt interessieren wir uns für die Beschwerden während der Funktion, dass heißt bei
einer Sportlerin, während dem Training. Vorallem bei längeren Läufen gibt sie zunehmende Beschwerden an und hat dann das Gefühl, nicht mehr ganz gerade Laufen zu können. Beschwerden die vorallem unter Belastung zunehmen sind tendenziell
eher typisch für muskuläre oder vaskuläre (Gefäße) Probleme.

Untersuchung und Behandlung

Im Sitz fällt ein Beckenhochstand rechts, mit einer Rückwärtsrotation rechts auf. Die Glutealmuskulatur ist auf der
betroffenen Seite mehr verspannt wie auf der Anderen. Außerdem ist die mittlere Brustwirbelsäule, sowie die Fußgelenke der betroffenen Seite, sehr fest in den Bewegungstests (Vielleicht als Kompensationreaktion auf den vorher angegebenen asymmetrischen Gang bei hohen Belastungen). Johannes behandelt das Kompensationsmuster mit verschiedenen Gelenkstechniken aus der funktionellen Osteopathie bis Diane lockerer wird. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der
Beckenstellung und der Gesäßverspannung rechts, die wir dann auch als subjektiven vorher/nachher Test verwenden. Als objektiven vorher/nacher Test haben wir die Angaben aus Diane’s Training. Eine Verlängerung der (schmerzfreien) Wegstrecke spricht für eine Verbesserung. Sie bekommt außerdem ein Rumpfkräftigungsprogramm und ein Dehnprogramm für die Gesäßmuskulatur, um Rückfälle zu vermeiden. Außerdem macht Thomas nochmal deutlich klar, dass es sich um nichts Gefährliches handelt und das alles wieder gut wird. Wir halten diese ermutigende Information ebenfalls für einen wichtigen Teil der Behandlung, um Ängste/Sorgen zu reduzieren. “Katastrophisieren” kann, vorallem nach so langer Beschwerdezeit, einen deutlichen Anteil der Schmerzkomponente einnehmen.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Marathon-Blog
  • Die Behandlung von Hüftschmerzen
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen