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Die 20 spektakulärsten Fußballstadien der Welt

©Pedro Lopez / Wikipedia / CC BY 2.0
Die VOL.AT Redaktion hat keine Mühen gescheut, um euch die zwanzig spektakulärsten Fußballstadien der Welt zu präsentieren. Egal ob riesige Arenen oder charmante Stadien für Fußballromantiker, im Folgenden haben wir versucht, sowohl bekannte Fußballtempel, als auch unbekanntere Geheimtipps zu vereinen.
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Natürlich ist es schwer, eine endgültige Auswahl zu treffen und diese in einer Liste anzuorden, da weltweit eine Vielzahl von sagenhaften Stadien existiert. Es wurde deshalb der Maßstab gesetzt, möglichst solche Stadien auszuwählen, die nicht nur im Hinblick auf die umliegende Landschaft, sondern aufgrund ihres Gesamteindrucks begeistern. Da die Auswahl jedoch derartig schwer fiel, haben wir zudem einige Empfehlungen gesammelt, die wir in den Bildergalerien beigefügt haben, insofern Bilder dieser Stadien verfügbar waren.

Fehlt euer absolutes Lieblingsstadion in dieser Liste oder seid ihr mit der Reihenfolge unzufrieden? Dann teilt uns in den Kommentaren eure Favoriten mit oder stimmt über eure Nummer 1 ab. Wir freuen uns auf eure Teilnahme und wünschen viel Spaß beim Lesen dieser Auswahl sowie euren zukünftigen Stadionbesuchen.

20. Strahov Stadion

Ralf Roletschek / roletschek.at
Ralf Roletschek / roletschek.at ©Ralf Roletschek / roletschek.at / GNU FDL

Das “Velký strahovský stadion” in Prag befindet sich im gleichnamigen Stadtviertel Strahov und ist weniger ob seiner “Schönheit” in dieser Liste, sondern eher aufgrund seiner spektakulären Größe. Das ehemals größte Stadion der Welt konnte zwischen 220.000 und 250.000 Zuschauer beherbergen und wird heutzutage als Geschäftsstelle und Trainingsstätte von Sparta Prag verwendet.

Auf insgesamt 206 x 340m finden hier noch Spiele der zweiten Mannschaft sowie Jugendspiele von Sparta statt. Das 1926 erbaute Stadion ist inzwischen allerdings stark baufällig und kann nur noch mit einem Viertel der ehemaligen Kapazität aufwarten. Einen Besuch ist das geschichtsträchtige Stadion trotzdem wert und der kastenförmige Ausbau auf der Tribüne vermittelt sofort einen gewissen tschechischen Flair.

19. Pancho Arena

Christo / Wikipedia
Christo / Wikipedia ©Christo / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Die Heimstätte des Puskás Akadémia FC ist mit 4.000 Plätzen zwar ein sehr kleines und mit der Eröffnung 2014 auch ein sehr neues Stadion, doch aufgrund seiner einzigartigen Dachkonstruktion aus Holz, ist es eine Augenweide für den Betrachter. Der Architekt Imre Makovecz hat sich hierbei sichtlich von Vorbildern wie Antoni Gaudí inspirieren lassen, als er das Stadion, mit seinen auseinanderstrebenden Holzstützen, entworfen hat. Mit seinen Spitzen Türmchen ist das Gelände im ungarischen Felscút, ein fast schon surrealer Ort für den Standort der nationalen Fußballakademie.

Auch wenn der Bau mitunter für internationale Vereinswettbewerbe genutzt werden kann, gab es dennoch Kritik an dieser Traumlandschaft des kleinen Örtchens, da sich die Arena in direkter Nähe zum Ferienhaus des Ministerpräsidenten Viktor Orbán befindet. Aufgrund seiner persönlichen Verbindung mit dem Ort, wird es deshalb von politischen Themen überschattet. Nichtsdestotrotz eine einzigartige Konstruktion, die einen Abstecher von Budapest wert ist.

18. Stadio Nereo Rocco

Eoloisback
Eoloisback ©Eoloisback / Wikipedia / CC BY 3.0

Das 1992 eröffnete Stadio Nereo Rocco in Triest ist die aktuelle Spielstätte des US Triestina und hat momentan ein Fassungsvermögen von knapp 29.000 Zuschauern. Namensgebend für dieses traumhafte Stadion war der in Triest geborene Erfolgstrainer Nereo Rocco, der vor allem aufgrund seiner Zeit beim AC Mailand bekannt ist.

Die rechteckig am Spielfeld angeordneten Tribünen sind auf der Außenseite abgerundet und besonders deshalb so auffällig, weil das Dach der Haupt- und Gegentribüne, zur Mitte hin nach oben zuläuft und mit einem aufgesetzten Halbzylinder abschließt. Vor allem aus der Vogelperspektive handelt es sich darum, um ein absolutes Schmuckstück unter den italienischen Stadien.

17. Petrovsky Stadion

Andrew Shiva / Wikipedia
Andrew Shiva / Wikipedia ©Andrew Shiva / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Das in Sankt Petersburg gelegene Stadion hieß bei der Eröffnung 1925 noch Lenin-Stadion und wurde erst 1992 nach der gleichnamigen Insel umbenannnt. Auf ihr liegt es, umgeben vom Fluss “Kleine Newa” und ist deshalb nur mittels einer Brücke erreichbar.

Das ehemalige Stadion von Zenit St. Petersburg hat im Laufe der Zeit einige Veränderungen an der Kapazität durchlaufen und wurde anlässlich der WM 2018 ersetzt. Die 21.000 Zuschauer die hier noch Platz finden, müssen somit auf Spiele des FK Tosno ausweichen, wenn sie Spiele einer ersten Mannschaft bestaunen möchten. Mit seinen mächtigen Flutlichtern außerhalb des Stadions und der fantastischen Lage, ist es zweifelsohne eine Empfehlung für jeden Besuch in “Piter”.

16. Estádio de Honra

Koshelyev/ Wikipedia
Koshelyev/ Wikipedia ©Koshelyev / Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Das Estadio de Honra liegt im Centro Desportivo Nacional do Jamor und ist das Nationalstadion von Portugal. Das 1944 eröffnete Stadion wurde unter anderem vom Berliner Olympiastadion inspiriert und bietet Platz für knapp 38.000 Zuschauer. Aufgrund moderner Sicherheitsbestimmungen finden die Spiele der Nationalmannschaft jedoch nicht in dem westlich von Lissabon gelegenen Prachtbau statt, sodass für einen Besuch vorrangig das Finale des portugiesischen Pokals angesteuert werden sollte.

Mit seiner prunkvollen Haupttribüne, der chiquen und schlichten Farbgebung sowie der nach vorne offenen Schüsselform, ist es eines von vielen sagenhaften Stadien in Portugal. Bei einem Besuch sollte man sich allerdings auf einen beschwerlichen Weg vorbereiten. Einerseits da das Stadion weitab vom Schuss liegt, andererseits da man je nach Eingang einige steile Treppenstufen meistern muss. Doch gerade diese Lage am Hang des Hügels, als Vorbote des dahinter liegenden Waldes, macht den Charme des Nationalstadions aus.

15. Stadion Hrazdan

Dr. Harout Tanielian
Dr. Harout Tanielian ©Dr. Harout Tanielian / CC BY 2.0

Das 1972 eröffnete Stadion, im armenischen Jerewan, wurde 2002 sowie 2008 renoviert und ist mit knapp 55.000 Plätzen das größte Stadion Armeniens. Mit seiner ehemaligen Kapazität ermöglichte es gar einen Zuschauerrekord von 78.000 und gehörte damit zu den vier größten Stadien der Sowjetunion.

Die farbenprächtige Schüssel mit ihren imposanten Flutlichtern ist jedoch, trotz der Renovierungen und der alten UEFA Klassifikation von drei Sternen, ein schwer zu besichtigendes Gut. Die Nationalmannschaft weicht bereits seit zwanzig Jahren auf ein anderes Stadion aus und auf die nominell dort spielenden Vereine sowie das armenische Pokalfinale kann man nicht wirklich hoffen.

Wer in diesem Stadion also ein Spiel besuchen möchte, sollte sich gut informieren und muss im Zweifelsfall eine lange Wartezeit in Kauf nehmen, die sogar bis hin zu der Ungewissheit reicht, ob dort überhaupt noch einmal gespielt wird. Als Trostpflaster bietet sich bei einem Aufenthalt in der armenischen Hauptstadt jedoch an, das Stadion ohne Veranstaltung zu besichtigen. Ein Blick in das leere Rund kann keinesfalls schaden.

14. Stade Vélodrome

Zakarie Faibis / Wikipedia
Zakarie Faibis / Wikipedia ©Zakarie Faibis / Wikipedia / CC BY SA 4.0

Zwar wurde das Stade Vélodrome in Marseille bereits 1937 eingeweiht, das aktuelle Aussehen mit Überdachung bekam es jedoch erst im Zuge der EM 2016, für die das endgültige Fassungsvermögen auf gut 67.000 Plätze aufgestockt wurde. Das Stadion von Olympique Marseille ist damit das größte Stadion der französischen Ligen und wird dabei nur vom Nationalstadion “Stade de France” übertroffen.

Die geschwungenge Form und die wuchtig anmutenden Tribünen machen dies zu einem der wenigen Neubauten, denen man in ferner Zukunft noch Charme zuschreiben wird und die ihrem Vorgänger gerecht werden. Wer also am Mittelmeer in Frankreich ausspannt, sollte es sich nicht entgehen lassen, ein Spiel in diesem imposanten Bauwerk zu besuchen.

13. Stadio San Nicola

Gregor Bert / Wikipedia / CC-by-sa 3.0
Gregor Bert / Wikipedia / CC-by-sa 3.0 ©Gregor Bert / Wikipedia / CC BY SA 3.0

Auch wenn der FC Bari, aufgrund finanzieller Probleme, eine schwierige Zeit in der Serie D vor sich hat, das Stadio San Nicola bleibt weiterhin erstklassig. Anlässlich der WM 1990 gebaut, umfasst es gut 58.000 Plätze und ist nach dem Schutzpatron von Bari benannt. Umgangssprachlich wird es aufgrund seines Aussehens auch als “l’astronave” (das Raumschiff) bezeichnet. Dies ergibt sich aus dem Blickfang des Bauwerks, nämlich dessen Oberrang, der aus 26 voneinander getrennten Elementen besteht.

Im Jahr 1991 war es Austragungsort eines furiosen Finalspiels im Europapokal der Landesmeister, als Roter Stern Belgrad im Elfmeterschießen gegen Olympique Marseille gewann und damit einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte feierte. Auch wenn sich Italien, unter anderem mit diesem Stadion, erfolglos für die EM 2012 bewarb und der Zustand des Raumschiffs desolat ist, dürfte es auch heutzutage wohl nur wenige Besucher geben, denen beim Betreten der Tribüne nicht die Kinnlade runterfällt.

12. Estádio Municipal de Aveiro

Bengt Nyman / Wikipedia
Bengt Nyman / Wikipedia ©Bengt Nyman / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Dieses verrückte Bauwerk wurde eigens für die EM 2004 gebaut und wird aktuell lediglich von kleineren Vereinen und eher sporadisch benutzt. Grund für die seltene Nutzung des überdimensionierten Stadions ist mitunter auch seine Lage. So befindet sich das Stadion, von der Kleinstadt Aveiro aus, in einem “Bermudadreieck” zwischen Autobahn und Niemandsland. Abseits von unregelmäßigen Großveranstaltungen, wie etwa dem portugiesischen Supercup-Finale, findet dieses Stadion keinen wirklichen Nutzen mehr, weshalb ab und an Forderungen aufkommen, das baufällige Stadion abzureißen.

Bevor es jedoch so weit kommt, sollte der geneigte Fußballliebhaber diesem Unikat unbedingt einen Besuch abstatten. Zwar fällt die Verschalung der bunten Außenseite bereits auseinander, dem Gesamteindruck aus unterschiedlichsten Formen, Farben und mächtigen Stahlmasten tut dies jedoch keinen Abbruch. Wer also trotz fehlender Nahverkehrsanbindung in dieses Rund findet, wird hellauf begeistert sein.

11. Arena Civica

Wikipedia
Wikipedia ©Wikipedia

Die 1807 eröffnete Arena Civica Gianni Brera wurde von Napoleon Bonaparte in Auftrag gegeben und diente ursprünglich als Amphitheater. Sie wurde komplett aus wiederverwendeten Steinen ehemaliger Befestigungsanlagen errichtet und war 1910 erstmals der Austragungsort eines Fußballspiels, als die italienische Nationalmannschaft gegen Frankreich gewann.

Bis zur letzten Saison wurde sie als Spielstätte des sechstklassigen Brera Calcio genutzt, welcher im Jahr 2000, zu Ehren des Namensgebers der Arena, gegründet wurde. Nach dem Abstieg des Clubs blieb zunächst abzuwarten, inwieweit die 10.000 Zuschauer fassende Arena, auch in der anlaufenden Saison bespielt wird. Diesen Sonntag findet nun das erste Heimspiel der Saison dort statt. Gerade aufgrund des Alters und der fantastischen Hintergrundgeschichte, muss sich das Bauwerk in dieser Liste wiederfinden und ist ein absoluter Geheimtipp für Fußballromantiker.

10. Fort Stadium

Irshadpp / Wikipedia
Irshadpp / Wikipedia ©Irshadpp / Wikipedia / CC BY 3.0

Auf den ersten Blick scheint es sich hierbei nicht um ein Fußballstadion zu halten, doch unglaublicherweise wurde dieses Fort 2011 errichtet, um 5.000 Zuschauern zu ermöglichen, Spiele des Al-Shamal SC zu verfolgen. Noch erstaunlicher als der Anblick dieser Rarität, ist folglich der Standort dieser Festung, denn wer hier ein Spiel besuchen möchte, muss den weiten Weg nach Katar auf sich nehmen.

Wäre dies ein Stadion für die Weltmeisterschaft, so mancher würde unter Umständen doch erwägen, dem Wüstenstaat einen Besuch abzustatten. Ein neues Stadion für den Verein aus Katar steht kurz vor der Fertigstellung. Seine Planung übernahm, wie für alle zukünftigen WM Stadien in Katar, das deutsche Architekurbüro “Albert Speer & Partner”.

9. Olympiastadion Berlin

Rebecca Leisten / www.rebecca-leisten.de
Rebecca Leisten / www.rebecca-leisten.de ©Rebecca Leisten / www.rebecca-leisten.de / CC BY-SA 4.0

Das im Westend Berlins gelegene Olympiastadion ist zentraler Bestandteil des Olympiageländes (ehemals: Reichssportfeld) und wurde 1936 eröffnet, um dort die Olympischen Sommerspiele auszutragen. Das Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern wurde jedoch zurückgebaut, sodass Hertha BSC Berlin heutzutage knapp 75.000 Zuschauer unterbringen kann. Zwar gibt es einige Stadien, die man als spektakulärer empfinden könnte, doch gerade die Mischung aus reichhaltigem geschichtlichen Hintergrund und architektonischer Finesse, dürfte den Platz in dieser Liste rechtfertigen.

Es zeichnet sich zunächst als Erdstadion aus, weshalb Baumaterialien eingespart werden konnten, die das bauwütige Deutsche Reich dringend benötigte. Das Hauptaugenmerk der Architektur liegt auf der Lücke im Stadionoval, welche den Oberrang am Marathontor unterbricht und freie Sicht über das Maifeld, hin zum Glockenturm ermöglicht. Auf dieser Öffnung ist eine Schale angebracht, in der das olympische Feuer so stark lodern kann, wie die Begeisterung über das Bauwerk selbst.

 8. Stadion Poljud

Ballota / Wikipedia
Ballota / Wikipedia ©Ballota / Wikipedia / CC BY 3.0

Das Stadion des traditionsreichen Erstligisten HNK Hajduk Split wurde 1979 eröffnet und kann, nach einer Reduzierung der Kapazität, noch 35.000 euphorische Fans unterbringen. Die außergewöhnliche Dachkonstruktion erinnert an eine geöffnete Muschel und ziert diese wunderbare Fußballstätte im Süden Kroatiens. Direkt an der Adria gelegen, erblickt man von Seiten der Hintertortribüne die fernen Berge im Hintergrund, bei deren Anblick man sich noch die Wegelagerer der Heiducken vorstellen kann.

Wer seinen Urlaub also im wunderschönen Split verbringt, kann bei einem Abstecher zur “Poljudska ljepotica” (Die Schönheit von Poljud), die Mentalität und Euphorie der Stadt einatmen. Denn auch wenn das Stadion seinen Platz in der Liste rein Äußerlich verdient, so ist es vor allem das atmosphärische Erlebnis bei einem Spiel, das den Besucher für lange Zeit begeistern dürfte. Hier gehen Fußball, Bevölkerung, Stadt und Region noch Hand in Hand.

7. Estádio Municipal de Braga

準建築人手札網站 Forgemind ArchiMedia
準建築人手札網站 Forgemind ArchiMedia ©準建築人手札網站 Forgemind ArchiMedia / CC BY 2.0

Das im Norden Portugals gelegene Stadion wird, aufgrund der Felswand hinter dem Tor, auch Estadio da Pedreira (Steinbruch-Stadion) genannt. Auf dieser ist eine Anzeigetafel angebracht, die gegenüberliegende Seite blieb beim 2003 erbauten Stadion frei. Hier wurden zwei Spiele der EM 2004 ausgetragen, darüber hinaus ist es seither die Spielstätte von Sporting Braga.

In dem wuchtigen Stadion können, auf den zwei einmaligen Tribünen, gut 30.000 Zuschauer untergebracht werden. Um die beiden Dächer der Tribünen überhaupt zu ermöglichen, wurden Stahlseile von Dach zu Dach gespannt. Ein interessanter architektonischer Ansatz, der beim Betreten jedoch hinter der gewaltigen Felswand zurücktritt. Mit einer Vorliebe für extravagante Stadien und Felswände ist man hier mehr als richtig aufgehoben.

6. Stadion Erster Mai

Nicor
Nicor ©Nicor / Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Das nach dem Kampftag der Arbeiterbewegung benannte Stadion der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, liegt auf der Insel Rungna und ist über 60 Meter hoch. Die Bogendächer aus Aluminium lassen das 1989 erbaute Stadion, wie eine sich öffnende Blüte aussehen. Es dient dem Regime nicht nur als Fußballstadion, sondern auch als Parade- und Festgelände.

Nachdem das bereits abgehandelte Stadion Strahov nicht mehr seine volle Kapazität aufweisen kann, gilt es als größtes Stadion der Welt, auch wenn über die 114.000 Plätze eine gewisse Unsicherheit besteht. Das ehemalige Fassungsvermögen von 150.000 bis 190.000 kann nach der Renovierungsbeendigung 2014 nicht mehr erreicht werden. Auch wenn ein Besuch dieses Stadions schwer beziehungsweise fragwürdig ist, so verdient es als größtes Stadion der Welt einen Platz in dieser Liste.

5. Stadion Gospin Dolac

Zvijerka
Zvijerka ©Zvijerka / Wikipedia / CC BY 3.0

Im kroatischen Imotski liegt ein einmaliges Stadion, das zwar nur für 4.000 Zuschauer gebaut wurde, doch der drittklassige NK Imotski muss sich damit keineswegs verstecken. Allein die Varianz der verschiedenen Tribünenelemente macht einen Besuch ratsam. Der Höhepunkt ist mit dieser wundervollen Sitzmöglichkeit jedoch noch nicht erreicht. Denn neben der Einbettung in die Felslandschaft, besticht dieses Prachtstück, durch die über ihm trohnende Festung Topana.

Zwar gibt es durchaus auch andere Stadien, die eine Burg, Festung oder Ähnliches im Hintergrund vorweisen können, bei diesem jedoch stimmt das Gesamtpaket allemal. Wer abseits der großen Arenen einen entspannten Ort sucht, um bei atemberaubender Aussicht ein Spiel zu genießen, der sollte schleunigst die Beine in die Hand nehmen und sich auf machen, um zum Stadion Gospin Dolac zu pilgern.

4. Olympiastadion Stockholm

Johannes Scherman / Wikipedia
Johannes Scherman / Wikipedia ©Johannes Scherman / Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Bei “Stockholms stadion” weiß man kaum, wo man beginnen soll und wo aufhören. Es wurde für die Olympischen Sommerspiele 1912 erbaut und fasst 14.500 Zuschauer. Von 1936 bis 2013 war es die Spielstätte des Djurgårdens IF, weswegen dieser auch ein jährliches Freundschaftsspiel dort austragen lässt.

Auf der Nordseite prangen unübersehbar zwei Uhrentürme, die das Rund hinter dem Tor gerade abschließen. Das gegenüberliegende Eingangstor ist nicht minder beindruckend, wie auch das Pavillon auf der Haupttribüne und die hölzernen Tribünen im Allgemeinen. An jeder Stelle dieses historischen Platzes gibt es etwas zu entdecken und zu bestaunen, also lest nicht lange nach, sondern besucht dieses Unikat, wann immer ihr die Zeit dazu findet!

3. Mmabatho Stadium

Zaian / Wikipedia
Zaian / Wikipedia ©Zaian / Wikipedia

Das Mmabatho Stadium in Mahikeng liegt an der Grenze zu Botswana und erscheint mit seinen 59.000 Plätzen etwas überdimensioniert für den kleinen Ort in Südafrika. Es wurde 1981 während der Apartheid gebaut und besteht aus seltsam angeordneten Vierecken, deren Sitzplätze nicht zwingend einen Blick in die Richtung des Spielfelds ermöglichen.

Leider finden hier keine Fußballspiele mehr statt, da schlichtweg kein Bedarf an einem so großen Stadion besteht. Es wurde nicht einmal für die WM 2010 genutzt. Allerdings verwendet die lokale Universität das Gelände für Trainingseinheiten, sodass bei einer Besichtigung zumindest jemand auf dem Rasen steht. Dieses Meisterwerk der Skurrilität gehört zweifelsohne in die Top 3, auch wenn die Nutzung nur noch sporadisch erfolgt.

2. Stadion Kantrida

Fiume87 / Wikipedia
Fiume87 / Wikipedia ©Fiume87 / Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Das Stadion Kantrida im kroatischen Rijeka könnte ebenso auf Platz 1 dieser Liste stehen. Es wurde im Jahr 1912 erbaut und fasst mit seiner heutigen Kapazität noch 10.600 Zuschauer. Wer in Braga schon zum Liebhaber von Felswänden wurde, der wird beim Anblick der Gegentribüne förmlich ausrasten. Von der Straße oberhalb der mächtigen Wand lässt sich das volle Ausmaß der Schönheit erfasen. Direkt an der Kvarner Bucht gelegen, kann man von dort einen wunderbaren Blick auf die Adria und die dahinter liegenen Berge erspähen.

Nach der Saison 2014/15 sollte dieses einzigartige Stadion jedoch abgerissen werden, um einer neuen Heimstätte des HNK Rijeka zu weichen. Die Pläne wurden bisher allerdings nicht umgesetzt, da es anscheinend zu Finanzierungsproblemen gekommen ist. Zwar spielt der Verein seither nicht mehr im Kantrida, doch wer das Geschehen aufmerksam verfolgt, findet ab und an mal ein “letztes” Spiel in diesem Traum von Fußballstadion. Erst am vergangenen Wochenende wurde hier, anlässlich eines Freundschaftsspiel, alles Erdenkliche aufgeboten, was den Fußballromantiker an den Rand der Freudentränen bringt. Wem bei diesem Anblick nicht die Knie schlottern, der hat wohl keine Beine mehr.

1. Estadio Alberto Jacinto Armando

Nandofer18 / Wikipedia
Nandofer18 / Wikipedia ©Nandofer18 / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Es scheint fast schon obligatorisch, dieses in Buenos Aires gelegene Stadion auf Platz 1 zu setzen. Es wird fast ausschließlich “La Bombonera” (Die Pralinenschachtel) genannt und liegt im Stadteil La Boca. Es ist der Fußballtempel des argentinischen Traditionsvereins Boca Juniors und lebt gewissermaßen von einem Mythos, um den argentinischen Fußball, den Verein und seinen Fans.

Im 1940 eröffneten Bombonera können knapp 58.000 Zuschauer ihre Mannschaft nach vorne peitschen. Die steilen Tribünen ermöglichen eine phänomenale Akkustik, wodurch die Fußballbegeisterung der Argentinier umso lautstarker auf dem Rasen ankommt. Der weltbekannte Stürmer Romário stellte deshalb auch fest: „Ich habe in allen großen Stadien der Welt gespielt, aber ich war niemals näher an der Hölle als in der Bombonera.“ Himmel und Hölle liegen an diesem Ort wohl sehr nahe beieinander und die Abgrenzung ist letztlich eine Frage des Blickwinkels.

Wer diese sagenhafte Kulisse besuchen und die freistehende Haupttribüne vor Ort sehen möchte, sollte sich jedoch vorab informieren. Aufgrund der oftmals gefälschten Karten auf dem Schwarzmarkt, muss man sich nämlich entscheiden, ob ein Abenteuer auf eigene Faust gewagt wird oder man sich einer verhältnismäßig teuren Agentur bedient. Auf diesen Rängen zu stehen, ist in jedem Fall die heilige Pflicht eines jeden Fußballenthusiasten.

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