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Deutscher fährt in Menschenmenge - Was war sein Motiv?

Kein Extremist, aber polizeibekannt
Kein Extremist, aber polizeibekannt ©APA-DPA - Uwe Zucchi
Es wird in alle Richtungen ermittelt. Der Beschuldigte soll dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, sobald dies sein Gesundheitszustand zulässt. Gab es einen zweiten Mittäter?
Auto fährt in Rosenmontagsumzug
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Auto fährt in Rosenmontagsumzug
Hessen: Auto fährt in Rosenmontagszug

Im nordhessischen Volkmarsen ist bei einem Rosenmontagszug ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Die Ermittlungen - insbesondere zu den Hintergründen der Tat - dauern derzeit an. Insbesondere zum Tatmotiv können derzeit noch keine Angaben gemacht werden; es wird in alle Richtungen ermittelt. Bislang sei der Mann nicht vernehmungsfähig.

Tragödie am Rosenmontagsumzug in Volksmarsen
Foto: APA-DPA - Uwe Zucchi

Es gab Medien- und Augenzeugenberichte, wonach der Tatverdächtige stark alkoholisiert war. Eine Nachbarin sagte zu RTL: "Ich habe ihn heute wegfahren sehen, er sah aus, als stünde er unter Drogen und sagte, "bald stehe ich in der Zeitung"." Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt von Dienstag war der Tatverdächtige nicht alkoholisiert. Ob er unter Drogeneinfluss gestanden habe, stehe noch nicht fest.

Die Zeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" berichtete, Zeugen hätten geschildert, dass der Fahrer die Absperrung umgangen habe und dann mit Vollgas auf die Menschenmenge zugerast sei. Die Zeugen hätten den Eindruck gehabt, dass der Fahrer es vor allem auf Kinder abgesehen hatte. Von der Polizei gab es dazu keine Angaben.

Ein Zeuge berichtete laut "Bild"-Zeitung, erboste Menschen seien am Tatort mit erhobenen Fäusten auf den Fahrer zugelaufen, die Polizei habe ihn schützen müssen. 

52 Menschen verletzt

Bei dem Vorfall wurden nach aktuellem Stand 52 Menschen verletzt. Am Dienstag befanden sich noch 35 Menschen in stationärer Behandlung, wie die Polizei am Dienstag in Kassel mitteilte.

Weitere 17 Menschen wurden demnach ambulant behandelt. Die Zahl der verletzten Kinder liege bei 18. Wie stark die Kinder verletzt sind und ob unter den Opfern auch Schwerverletzte sind, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. Die Verletzten wurden und werden in den umliegenden Krankenhäusern versorgt. Tote habe es nicht gegeben, so die Polizei. 

Kein Extremist, aber polizeibekannt

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und die hessische Polizei ermitteln gegen einen 29-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Volkmarsen der dringend verdächtig ist, gegen 14.45 Uhr mit einem Pkw in eine Personengruppe beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen gefahren zu sein.

"Ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ein technisches Versagen ist oder ob schlimmstenfalls Absicht dahinter steckt, dazu können wir leider gar nichts sagen", sagte ein Polizeisprecher am Montag in Kassel. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat liegen nicht vor. Das Innenministerium schließt einen Anschlag nicht aus. Der Fahrer war nach ersten Erkenntnissen den Behörden nicht als Extremist bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Allerdings war der Mann der Polizei in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen.

Weder zu seiner noch zur Identität der Opfer machte der Polizeisprecher Angaben.

Was war sein Motiv?

Das Motiv ist laut Polizei noch unklar. Der Lenker kann aufgrund seiner Verletzungen noch nicht einvernommen werden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die Gefahr für die Bevölkerung sei gebannt, gab die Polizei Nordhessen noch Montagnacht bekannt.

Der Beschuldigte konnte noch vor Ort von der Polizei vorläufig festgenommen werden und befindet sich derzeit aufgrund der Verletzungen, die er im Zusammenhang mit dem Vorfall selbst erlitten hat, in ärztlicher Behandlung. Der Beschuldigte soll dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, sobald dies sein Gesundheitszustand zulässt.

Ein sogenanntes Gaffervideo hatte am Montag auch zu einer zweiten Festnahme geführt. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte, gegen den Festgenommenen werde wegen "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen" ermittelt. Ob es darüber hinaus einen Zusammenhang zu dem Vorfall gegeben habe, müsse noch ermittelt werden.

Merkel: Meine Gedanken sind bei den Verletzten und Angehörigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach Angaben der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer den Verletzten des Zwischenfalls in Volkmarsen baldige Genesung gewünscht. "Meine Gedanken sind bei den Verletzten von Volkmarsen und ihren Angehörigen. Ich wünsche allen baldige und vollständige Genesung. Einen herzlichen Dank an die Polizei und alle medizinischen Einsatzkräfte", zitierte Demmer Merkel bei Twitter.

VOL.AT-Liveticker von Montag zum Nachlesen

(APA) (Red.)

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