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Deutscher "Blitzmarathon": Viel Regen und ein Lama

Auch wenn es schnell aussieht - starker Regen lässt die meisten von sich aus langsamer fahren.
Auch wenn es schnell aussieht - starker Regen lässt die meisten von sich aus langsamer fahren. ©dpa
Eine erste Zwischenbilanz zum deutschen "Blitzmarathon" fällt eher ernüchternd aus - oder sehr erfreulich, je nach Sichtweise. Starke Regenfälle sorgen dafür, dass kaum Raser geblitzt werden. In Krefeld ging dafür ein Lama in die Fotofalle und hielt die Polizei anschließend auf Trab und vom blitzen ab.
D: 24 Stunden Jagd auf Raser

Vielerorts im deutschen Südwesten wurden die Kontrollstellen früher als geplant gewechselt. “Bei diesem Regenwetter, wenn die Straßen so klatschnass sind, fährt niemand zu schnell”, sagte Andreas Kuttruff von der Polizei Kornwestheim am Donnerstag.

Mit 44 in der 50er-Zone

Die schnellste gemessene Geschwindigkeit während seines Einsatzes seien bisher 44 Stundenkilometer in einer 50er-Zone gewesen – also sechs km/h unter dem Erlaubten. Kuttruff sagte, dass Aquaplaning und Spritzwasser der Voranfahrenden vermutlich für erhöhte Vorsicht der Fahrer sorgten. An Stellen, an denen üblicherweise bis zu 40 Fahrzeuge pro Stunde erfasst würden, sei am seit sechs Uhr früh nur ein einziger Verkehrssünder gestellt worden.

Ein Lama war schneller als erlaubt

In Krefeld geriet ein Lama ins Visier der Tempokontrolleure. Das entlaufene Tier verhinderte dort eine Weile weitere Kontrollen, weil die Beamten alle Mühe hatten, das über Motorhauben springende Tier wieder einzufangen. Wie schnell das Lama war, wurde nicht bekannt.

Weiter nördlich, wo es bislang nicht ganz so stark regnete, tappte trotz Vorankündigung doch der eine oder andere in die Radarfalle. In Dortmund sei ein Raser bereits zweimal geblitzt worden, teilte die Polizei am Vormittag mit. Das erste Mal raste er mit Tempo 96 statt 50 Stundenkilometern in eine Kontrollstelle. Dabei wurde festgestellt, dass er seine Kfz-Steuer nicht bezahlt hatte. Mit quietschenden Reifen fuhr er wutentbrannt davon – und landete mit Tempo 78 direkt in der nächsten Tempofalle.

Die massiven Tempokontrollen starteten um 6:00 Uhr. Bei der Verkehrsaktion sind alle Blitzer in Deutschland für 24 Stunden eingeschaltet. 2100 Beamte sind im Einsatz, Temposünder mit Bleifuß sollen an Ort und Stelle belehrt werden. Von Rasern genervte Bürger konnten sich im Vorfeld an der Aktion beteiligen, indem sie Stellen meldeten, an denen ihrer Meinung nach gerast wird. (red/dpa)
 

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