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Deutsche Städte streichen das Wort "Schwarzfahren"

München und Berlin (im Bild) streichen den Begriff "Schwarzfahren" von Plakaten und aus der Kommunikation ihrer Verkehrsbetriebe.
München und Berlin (im Bild) streichen den Begriff "Schwarzfahren" von Plakaten und aus der Kommunikation ihrer Verkehrsbetriebe. ©Reuters
Um nicht in Rassismus-Verdacht zu geraten, werden die Verkehrsbetriebe in Berlin und München das Wort "Schwarzfahren" in Zukunft nicht mehr verwenden.

Sowohl die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), als auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen nicht in Rassismus-Verdacht geraten wie Bild.de berichtet.

In München werden sämtliche Plakate die das Wort "Schwarzfahren" enthalten systematisch getauscht. Es handele sich um eine "Maßnahme für eine zeitgemäßere Kommunikation", zitiert Bild die MVG. Statt "Schwarzfahren kostet 60 Euro" heißt es jetzt "Ehrlich fährt am längsten".

In Berlin streicht man "Schwarzfahren" aus der internen und externen Kommunikation. Bei der BVG spreche man ab jetzt nur mehr von "Fahren ohne gültigen Fahrschein".

"Schwarzfahren" rassistisch?

Der Sprachwissenschaftler Eric Fuß von der Ruhr-Universität Bochum stellt in mehreren deutschen Medien aber fest, dass das Wort "Schwarzfahren" nicht rassistisch sei. Der Begriff stamme von dem jiddischen Wort „shvarts“ (Armut) - bezeichne also Menschen, die zu arm sind sich einen Fahrschein zu kaufen, nicht dunkelhäutige Personen.

(VOL.AT)

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