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Destruction bringen Metal-Power ins Conrad Sohm

Destruction werden das Conrad Sohm in Dornbirn rocken.
Destruction werden das Conrad Sohm in Dornbirn rocken. ©handout
Destruction sind eine wahre und lebende Metal Legende. Bereits 1982 gegründet, haben sie alle Höhen und Tiefen einer international bekannten Band durchlaufen.

Von: WANN & WO

Seit der Reunion im Jahr 1989 spielt die Band auf der ganzen Welt mit großen Erfolg und veröffentlicht die stärksten Alben der Bandgeschichte. Bassist und Sänger Schmier ist ein sympathischer und bodenständiger Zeitgenosse und er scheut auch nicht die Konkurrenz, was das grandiose Line-Up der aktuellen Tour als Headliner wieder zeigt. Die legitimen Slayer-Nachfolger Legion Of The Damned aus Holland und die aktuell beste der aufstrebenden Thrash Metal Garde, Suicidal Angels aus Griechenland, beehren mit dem deutschen Metal-Urgestein den Prachtclub zu einem intensiven Abend voller Metal-Power. Wir unterhielten uns mit Schmier:

Born To Perish, euer neues starkes Album ist das erste als Quartett seit 1990. Wie fühlt sich das an? Welche Rolle spielt Damir, euer neuer Gitarrist und wohl einer der besten Metal Gitarristen in Europa, in eurem Gefüge?

Wir haben unsere Band definitiv verstärkt. Der Teamspirit ist nochmal besser geworden und live hört man die zusätzliche Gitarre auch. Das ist ein enormer Fortschritt nach vorne für uns. Es gibt ja nicht viele Trios, die live fett klingen, ich glaube, wir taten das, und nun mit 4 Leute, ist das halt sehr fett live. Überzeugt euch davon. Die Band brennt auf alle Fälle.

Ihr seid live sehr aktiv, überall auf der Welt, wo sind denn eure Hauptmärkte?

Das verschiebt sich über die Jahre, natürlich sind wir in Main-Europe stark, aber vor allem Lateinamerika und Mexiko sind überragend. Dort herrscht eine Aufbruchstimmung, was unsere Musik angeht. Es kommen tausende Leute zu den Konzerten und es ist sehr laut. Japan ist für uns auch immer gut. Es läuft immer dort am besten, wo es den Leuten nicht so gut geht, da ist unsere Musik ein gutes Ventil.

16 Studio Alben und 3 Live-Werke, das ist imposant. Was ist deiner Meinung das stärkste Album aus deiner Historie?

Das ist eine schwierige Frage, wie wer war denn die schönste Frau, die du jemals gesehen hast? Jedes Album von uns hat seine Stärken. Jedes hat seine Geschichte und seine eigene Struktur. Wir wollen immer das Beste rausholen. Das neueste Werk steht da für uns ganz vorne. Intensiver klangen wir noch nie, wenn du uns fragst.

Du machst nun seit 1982, aus den Anfängen von Knight Demon, daraus entstand dann Destruction, Thrash Metal – die Szene der alten Bands ist immer noch konstant, neue Bands wie Havok oder Suicidal Angels, die mit euch auch im Conrad Sohm spielen, kommen auf, die Speerspitze wie Slayer haben aufgehört, wo siehst du die Band aktuell?

Wir sind konstant und möchten uns so lange wie möglich an der Spitze halten. Das geht nur über Live spielen und immer das Beste geben. Das was wir machen, geht nur mit Idealismus, wenn du genau das machst, was du willst. So leben wir das. Und damit sind wir sehr zufrieden. Konkurrenz sehen wir nicht, wir sind eine Szene und ergänzen uns.

Eure Klassiker zu Beginn wie Release From Agony oder Eternal Devastation, anno 1986 und 1987, sind stetiger Begleiter und Vorbild für viele Bands nach euch, inwieweit beeinflusst das euch?

Die Setlists werden schwieriger, aber sonst sehen wir das locker, das ist immer noch Underground Musik und die Leute leben das mit all ihrer Leidenschaft. So wie wir, das vereint. Es ist extreme Musik, aber familiär und man kennt sich. Und Power hat uns noch nie gefehlt, das gehört auch dazu.

Man kann sagen, ihr seid mit Kreator und Sodom die bekannteste Thrash Metal Band aus Europa, nur die Ami-Bands um Slayer, Testament und Megadeth habt ihr nie erreicht in der Bekanntheit, an was lag das denn?

Wir gehörten zu den ersten Bands, die so einen Sound gemacht haben. Das prägt. Und das hat uns auch geholfen, es gab in Europa sonst keine Bands, die sowas gemacht haben, nur die Bay Area und die New York Bands waren früher. Wir wurden aber nie kommerziell, das war nie ein Ziel von uns. Extreme Musik für Musikliebhaber eben.

Welche Musik hörst du denn privat?

Hauptsächlich Gitarren-Musik, da bin ich toleranter als früher, was ja normal ist. Aber eine Gitarre muss dabei sein. Die Basis, Metal, ist klar, aber es geht bei Musik um Lebensqualität, und wenn es einem gefällt, dann ist das doch gut.

Wie viel zehrt ein kräfteraubender Live-Gig denn an deiner Physis? Geht das bei dir so ohne weiteres?

Natürlich wird das schwieriger, aber ich halte mich fit und hatte mit meiner Stimme noch nie Probleme. Die Backstage-Parties werden halt weniger, haha. Und sie klingt besser als früher. Da bin ich im Vergleich zu anderen Sängern wohl bevorzugt.

3 Alben für die einsame Insel?

Von allem etwas, Metallica - Kill`Em All, AC/DC - Back In Black und Uriah Heep - Live. Dann ist alles abgedeckt bei nur 3 möglichen Alben. See you am 13. Februar!

Thrash Alliance Tour
Destruction
Legion Of The Damned
Suicidal Angels
Final Breath

Conrad Sohm, Dornbirn
13. Februar 2020
Beginn: 18:45 Uhr

(WANN & WO)

Hier die ganze WANN & WO-Ausgabe online lesen

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