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Der Wunschtraum ging in Erfüllung

©Privat
FC Dornbirn Kapitänin Leonie Salzgeber ist die erste Vorarlbergerin, die für vier Jahre nach South Alabama in die USA geht
Salzgeber in die USA
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DORNBIRN/SCHRUNS. „Der Abgang von Leonie ist nicht nur fußballerisch vor allem auch menschlich für die gesamte Mannschaft ein riesengroßer Verlust“, sagt Günther Kerber, Trainer der Frauenmannschaft von FC Dornbirn. Seit viereinhalb Jahren (VFV Mädchenauswahl und FC Dornbirn) trägt Leonie Salzgeber die Kapitänsbinde und ist aktuelle ÖFB Frauen Unter-19-Nationalspielerin. Die großgewachsene gebürtige Montafonerin aus Schruns ist überhaupt die erste Vorarlberger Fußballerin, die ab Juli 2020 für vier Jahre nach South Alabama in die USA wechselt und dort Fußballsport und schulische Ausbildung in perfekter Kombination verbindet. Alabama liegt mit einer Fläche von 135.765 Quadratkilometern an 30. Stelle der Bundesstaaten der USA.

University of South Alabama

Leonie Salzgeber wird in der Stadt Mobile, etwa 200.000 Einwohner, an der University of South Alabama (16000 Studenten) einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Die ganzen akademischen und sportlichen Möglichkeiten befinden sich auf dem riesigen neuerbauten Campus. Salzgeber wird in den kommenden vier Jahren ein Bachelorstudium absolvieren. Der US-Aufenthalt für vier Jahre kam durch die Teilnahme an der U-17-EM in Bulgarien im Mai 2019 mit dem österreichischen Nationalteam zustande. "Im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland waren Scouts vor Ort. Die deutsche Spieleragentur Wagner&Woolf hat mich kontaktiert und dadurch kam es ins Rollen", erklärt Salzgeber.

Von acht verschiedenen Top-Universitäten erhielt Leonie Salzgeber Angebote. Nach ausgiebiger Recherche hat sie sich für South Alabama entschieden. Das fußballerische Niveau und die genialen Möglichkeiten haben die Montafonerin überzeugt. Das amerikanische Fußballteam spielt in der Sunbelt League und wurde fünfmal Conference Meister und sechsmal Champion in diesem Bundesstaat. Ein fünfköpfiges Trainerteam mit Ärzten und Physiotherapeuten als Unterstützung, täglich hochqualitative Trainings, eine Mannschaft mit 26 Talenten, von denen zehn internationale Spielerinnen sind und zwei Spiele wöchentlich sind die Herausforderungen.      

"Es wird nicht leicht werden"

„Es wird nicht leicht werden, wenn ich oft nur drei Tage an der Uni bin und den Rest der Woche in Amerika per Flugzeug unterwegs bin und Spiele absolvieren muss. Dort heißt es auch wärend der Reise die Onlinekurse zu besuchen, Tests zu schreiben und Hausaufgaben zu machen. Das wird eine ordentliche Doppelbelastung, aber das bin ich schon gewohnt. Ich freue mich riesig auf das neue Abenteuer“, so Leonie Salzgeber. „Für mich geht definitiv ein langjähriger Wunschtraum in Erfüllung. Während Frauenfußball in großen Teilen von Europa langsam erst aktuell wird und sich im Aufschwung befindet ist Amerika in Sachen Anerkennung und Wertschätzung definitiv viel weiter und an der Spitze. Es ist die Frauensportart Nummer eins in Amerika und die vier WM Titel der Nationalmannschaft sprechen eine deutliche Sprache“, fügt Salzgeber abschließend hinzu. Mit FC Dornbirn will Leonie Salzgeber noch den Aufstieg in die 2. Liga und die erfolgreiche Titelverteidigung im VFV Cup schaffen.     

Abgang tut schon weh

„Nach vielen Jahren hervorragender Zusammenarbeit mit Trainer Günther Kerber,der viel mehr als ein Trainer für mich ist, fällt ein Abschied natürlich nicht leicht. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Auch der Co-Trainer Norbert Lammer hat sehr viel dazu beigetragen. Ich bin dankbar für die tolle spielerische und persönliche Weiterentwicklung in den letzten Jahren, für das stetige Vertrauen als Kapitänin auf den Platz führen darf, für das hervorragende Verhältnis, das ehrliche Miteinander und die unvergesslichen Jahre. Nach intensiven Gesprächen waren wir uns jedoch einig, dass so eine Chance nur einmal im Leben kommt und diese genutzt werden muss“, so Salzgeber.

"Meine Familie steht hinter mir"

„Meine Familie steht, wie auch in jeder anderen Situation, hinter mir und freuen sich enorm mit mir. Meine Mama beschreibt die Situation immer so: Ein lachendes und ein weinendes Auge. Es ist mein Traum und wenn ich glücklich bin sind sie das auch, jedoch wird die Distanz eine Herausforderung für so einen Familienmenschen wie ich es bin werden.Meine Freunde konnten es kaum fassen und sind sehr stolz auf mich. Bei einer Abschiedsparty wird dann noch ausgiebig gefeiert", erklärt sie.

(Red.)

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