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Der Winter singt Jazz und spielt Tango

In eine gefühlvolle Musikwelt entführten Isabella Pincsek-Huber und Goran Kovacevic.
In eine gefühlvolle Musikwelt entführten Isabella Pincsek-Huber und Goran Kovacevic. ©Verena Kogelnig
Unnachahmliches Arrangement dreier Musikrichtungen zu einem neuen Lebensgefühl.
'Wintersong' von Pincsek-Huber und Kovacevic.
"Wintersong"

Feldkirch. (vko) Was haben Jazz, Klassik und Tango miteinander gemein? Pincsek und Kovačević. Dies nämlich sind die beiden Interpreten, welche die ungleichen Musikrichtungen zu einer einzigen Musikwelt verflochten. In diese Welt nahmen die Pianistin Isabella Pincsek-Huber und der Akkordeonist Goran Kovačević das volle Theater am Saumarkt bei ihren Konzerten am Freitag und Samstag mit.

Die Auftritte des Schweizer Kovačević, Professor am Landeskonservatorium Feldkirch, führten ihn bis in die USA und nach Tansania. Pincsek, Lehrerin an der Musikschule Tonart in Hohenems, stammt aus Wien. Sie engagiert sich wie Kovačević in mehreren Ensembles und Projekten. Die zwei verschmolzen in ihrem Programm „Wintersong“ ihre geteilten musikalischen Vorlieben.

Lieder aus dem Herzen

„Wenn es eine runde Sache ist und man selbst daran glaubt, dann geht es“, kommentierte Kovačević ihr einzigartiges Programm. „Der rote Faden ist, dass es Stücke sind, die wir mögen und zu denen wir einen gemeinsamen Bezug haben.“ Daher rührt der Titel ihres Albums „Song of my Heart“, dessen Lieder beiden besonders am Herzen liegen. Aus diesem und ihrem anderen Album „Wintersong“ stellten sie das Programm zusammen. Das österreichische Weihnachtslied „Es wird scho‘ glei dumpa“ traf darin auf Musikgrößen wie Mel Tormé, Michel Legrand und Frédéric Chopin (mit dem Pincsek ihre polnischen Wurzeln teilt). Aber vor allem der argentinische Meister Astor Piazzolla kehrte immer wieder. Er zeugte für den leidenschaftlichen Ruhepunkt aller Interpretationen: Schmerz, Wut, Sehnsucht und immer wieder Liebe atmeten in den tiefen Zügen des Akkordeons, befreiten sich in den sanften Schlägen des Klaviers und erhielten mit Pincsek ihre Stimme. Jazz- und Klassikstücke schmiegten sich an den Tango, in dem die unvergängliche Liebe zur Drohung wurde, die Hoffnung in Tanzschuhen dem Tod davonsprang und ein kalter Wind zum weihnachtlichen Hauch wurde.

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