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Der weiblichen Kreativität freien Lauf lassen

Maria und Siegi genossen die Stimmung am Markt.
Maria und Siegi genossen die Stimmung am Markt. ©Emir T. Uysal
Kunsthandwerksmarkt „Weibliche Welt“ in der Feldkircher Innenstadt.
Kunsthandwerksmarkt - Weibliche Welt (2019)

FELDKRICH Obwohl über Feldkircher Innenstadt ein regnerischer grauer Schleier gelegt war – flanierten viele Besucher mit einem breiten Lächeln durch die Gassen. Grund dafür waren die gut gelaunten Kunsthandwerkerinnen. Der Kunsthandwerksmarkt „Weibliche Welt“ zählt im Feldkircher Veranstaltungskalender zu den jährlichen Fixpunkten. Aus gutem Grund: Die seit 2006 von Claudia Peyer organisierte Veranstaltung ist der bewusste Gegenentwurf zu einer ökonomisierten Welt, in der das alte Handwerk verschwindet und die industrielle Produktion immer schneller gehen und effizienter sein muss.

Der Markt, der zwei Mal jährlich in die Feldkircher Innenstadt einlädt, präsentierte hochwertiges Kunsthandwerk von Frauen aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Slowenien und Ungarn. Ihre kleinen und großen Kunstwerke verwandelten die Feldkircher Innenstadt mit originellen Ideen und liebevollen Präsentationen in einen quirligen Marktplatz. Die buntgestalteten Marktstände starteten beim Sparkassenplatz und beleben die Altstadt quer durch die Schlossergasse, die Gymnasiumgasse bis zum Gymnasiumhof.

Frauen-Power

Handwerkskunst hat heute landesweit einen schweren Stand. Umso erfreulicher ist es, dass viele Frauen die alten Techniken, die vom Verschwinden „bedroht“ sind, noch einsetzen. Ihnen eine Plattform zu bieten, ist das Ziel des Vereins „WomanCraftLink“, der hinter der „Weiblichen Welt“ steht. Mit dem Kunsthandwerksmarkt gibt der Verein ihnen die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit zu präsentieren – und damit das alte Kunsthandwerk vor dem Vergessen zu bewahren. Der Kunsthandwerksmarkt ist aber nicht nur ein Marktplatz, der Frauen in ihrer Selbstständigkeit unterstützt. Jedes Jahr sind auch soziale Einrichtungen vor Ort, die über frauen- und familienrelevante Projekte und Themen informieren. ETU

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