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Der Weg zum vollständigen Kreislauf

Aus einem Kilogramm ¬Bioabfall wird in etwa eine ¬Kilowattstunde Biogas erzeugt.
Aus einem Kilogramm ¬Bioabfall wird in etwa eine ¬Kilowattstunde Biogas erzeugt. ©VOL.AT/Hartinger
Lustenau - In Kürze geht bei Häusle in Lustenau die erste Biogasanlage dieser Größe im Land in Betrieb.


Der Kreislauf schließt sich, wenn in Kürze aus den Bioabfällen Vorarlberger Haushalte wieder Biogas unter anderem für die Vorarlberger Haushalte wird. Möglich macht das die Lustenauer Häusle GmbH, in dem sie die erste Biogasanlage dieser Größe in Betrieb nimmt. 14.000 Tonnen Bioabfall jährlich sollen dann Energie für bis zu 2000 Haushalte erzeugen. „Mit dem Umweltverband und den Illwerke VKW konnten wir die perfekten Partner für dieses zukunftsweisende Projekt gewinnen, mit dem wir einen vollständigen Energiezyklus im Land herstellen“, freut sich Geschäftsführer Martin Bösch.

Kombination Nass und Trocken

Die Gasproduktion hat bei Häusle bereits eine längere Tradition. Nur wurde vor zweieinhalb Jahren die Entscheidung gefällt, die Trockenfermentation um eine Nassfermentationsanlage zu ergänzen – und damit wird die Biogasanlage österreichweit einzigartig. „Zudem sind wir in Westösterreich die ersten, die Biogas einspeisen“, sagt Bösch. Aus einem Kilogramm Bioabfall wird in etwa eine Kilowattstunde Biogas erzeugt. Die Hälfte der anfallenden Gasmenge pro Jahr – gerechnet wird mit einer Ausbeute von zwei Millionen Normkubikmeter – übernimmt die VKW Erdgas, die ab dem 1. Jänner 2014 ein neues Biogas-Produkt im Angebot haben wird.

„Mit dem Produkt Vorarlberger Biogas können wir einen weiteren Beitrag zur Energieautonomie leisten. Es werden vorrangig Reststoffe aus heimischen Betrieben und Haushalten verwertet, so dass die gesamte Wertschöpfungskette im Land bleibt“, sagt Helmut Mennel, Vorstandsmitglied des heimischen Energieversorgers. Den verbleibenden Teil des Biogases entnimmt Häusle dezentral aus dem öffentlichen Netz und betreibt damit sogenannte „Satelitten-Blockheizwerke“. Mit diesen wird Ökostrom produziert, und die dabei anfallende thermische Energie kann beispielsweise an Industriebetriebe mit hohem Prozesswärmebedarf abgegeben werden. Darüber hinaus deckt Häusle teilweise seinen eigenen Energiebedarf am Standort Königswiesen in Lustenau ab.

CO2-neutral

Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energieträgern ist die Nutzung von Biogas unabhängig von der Jahreszeit und durchgehend möglich. Darüber hinaus binden biogene Rohstoffe beim Wachstum CO2, sodass die Nutzung von Biogas im Idealfall CO2-neutral ist.

Großteils automatisch

Bevor das Biogas in das Netz der VKW Erdgas eingespeist wird, steht noch die Veredelung bevor. „Und zwar so, dass es mit mindestens 98 Prozent Reinheit in den Umlauf kommt und das Gas mit 4,5 Bar geliefert werden kann“, so Bösch. Die Inbetriebnahme des Komplexes, für welchen die Spaten im Jänner dieses Jahres in den Boden gerammt wurden, erfolgt derzeit Schritt für Schritt im Lustenauer Betriebsgelände – der Vergärungsprozess muss langsam aufgebaut werden. Zwei Mitarbeiter halten ein wachendes Auge auf die vollautomatisch funktionierende Anlage.

Biomülltrennung wichtig

Dass der Anlage je einmal das „Futter“ ausgehen wird, ist nicht anzunehmen. Das Biomüllaufkommen steigt jedes Jahr um 0,1 Prozent. Bei einer richtigen Mülltrennung könnte jedoch noch viel mehr Biomüll wiederverwertet werden. Laut Bösch besteht der Vorarlberger Restmüll zu 25 Prozent aus biogenen Abfällen. „Und das obwohl die Entsorgung im schwarzen Sack mehr als doppelt so viel kostet“, verweist Bösch auf die Unwirtschaftlichkeit der unsauberen Mülltrennung. Sauber hingegen arbeitet die Biogasanlage auch am Ende ihres Arbeitsprozesses. Das was am Ende übrig bleibt, wird nach fünf Wochen zu Kompost weiterverarbeitet. Und so schließt sich auch hiermit der Kreislauf: Aus der Natur, in die Natur.

Kennzahlen

Biogasanlage der Firma Häusle
» Fertigstellung im Herbst 2014
» 14.000 t Bioabfall Vlbg. Haushalte
» 2000 Tonnen Speisereste
» 1000 Tonnen Grünschnitt
» 600 Tonnen gewerblicher Biomüll
» 7,8 Millionen Euro wurden investiert
» 2000 Vorarlberger Haushalte werden mit Biogas versorgt

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