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„Der Schoren muss im Schoren bleiben“

Der Elternverein sammelte beim Elternsprechtag 383 Unterschriften für eine Raumlösung am jetzigen Standort.
Der Elternverein sammelte beim Elternsprechtag 383 Unterschriften für eine Raumlösung am jetzigen Standort. ©Laurence Feider
Mit einer Unterschriftenaktion setzte sich der Elternverein für eine Erweiterung des BRG/BORG Schoren am Standort ein.
Unterschriftenaktion Schoren

Dornbirn. Das Platzproblem am BRG/BORG Schoren ist nicht neu. Für 36 Klassen stehen 28 reguläre Klassenräume zur Verfügung – das Platzproblem wird derzeit mit Wander- und Containerklassen gelöst. Seit Jahren ein Provisorium in Erwartung einer dauerhaften Lösung. „Vor rund vier Jahren haben wir beim Landesschulrat den Raumbedarf angemeldet“, berichtet Direktor Reinhard Sepp. Zur gleichen Zeit wurde über eine Lösung für das in Containern untergebrachte Sportgymnasium diskutiert. Vor zwei Jahren schien sich eine Lösung anzubahnen – für das Sportgymnasium sollte ein Neubau unter Beteiligung der HTL entstehen, die damalige Landesrätin versprach, sich für eine Aufstockung des BRG/BORG Schoren am jetzigen Standort einzusetzen. „Doch seither liegen die Pläne beim Ministerium in Wien auf Eis“, so Reinhard Sepp.

Cluster-Lösung angedacht

Ende August dieses Jahres kam wieder Bewegung in die Sache – die Direktoren der beiden Gymnasien wurden zur Schullandesrätin eingeladen, die ihnen die Idee eines Schulclusters eröffnete. Ein Schulneubau auf dem HTL-Gelände in Verbindung mit einer Clusterlösung Schoren-Sportgymnasium könnte das Raumproblem lösen. Zwei Zweige des BORG Schoren würden im rund acht Minuten vom jetzigen Standort entfernten Neubau untergebracht werden. Eine Lösung, der der Elternverein des Schoren ablehnend gegenübersteht. „Aus Erfahrung weiß man, dass mit räumlichen Trennungen von Unternehmen oder Systemen nicht nur enorme organisatorische Herausforderungen auf alle Beteiligten – Schüler, Lehrer und Direktion – zukommen, es bedeutet auch eine Zunahme des Stresspegels. Unsere Schule würde mit dieser Entscheidung auseinander gerissen“, ist die Obfrau des Elternvereins Beate Fetz überzeugt. Der Elternverein fordert, dass das Gymnasium Schoren als Einzelfall betrachtet und nicht eine Notlösung mit anderen anstehenden Projekten verfolgt wird. „Die sinnvollste Lösung muss sich durchsetzen – und das ist eine Aufstockung und Ausweitung am bestehenden Standort.“ Ein diesbezügliches Schreiben des Elternvereins ist kürzlich an Landeshauptmann Markus Wallner ergangen.

Für Aufstockung kämpfen

Um ihren Forderungen Nachdruck und den Eltern eine Stimme zu verleihen, organisierte der Elternverein unter dem Motto „Der Schoren muss im Schoren bleiben“ kurzerhand eine Unterschriftenaktion beim Elternsprechtag. 383 Unterschriften für eine Aufstockung des Schoren kamen dabei zusammen. „Wir sehen eine Chance, wenn die Schulen für eigenständige Lösungen kämpfen und die Politiker im Land sich härter für diese Sache in Wien einsetzen“, so Beate Fetz.

Direktor Reinhard Sepp hat großes Verständnis für die Aktion der Eltern, auch für ihn ist eine Erweiterung am jetzigen Standort ohne dislozierte Räumlichkeiten die „Lieblingsvariante“. Dennoch betont er, dass er gesprächsbereit für eine Cluster-Lösung sei, für die es aber derzeit noch sehr viele offene Fragen gebe. Diese könnten jedoch in Bälde geklärt werden, wie es seitens der Schullandesrätin heißt. „Alle Betroffenen sowohl die Schulen als auch der Landesschulrat und das Bundesministerium sind in einem guten und konstruktiven Austausch. Es gilt, die Raumkapazitäten im Sinne der Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu nützen, was durch einen Neubau, in dem das Sportgymnasium und Klassen des Gymnasiums Schoren Platz finden, gewährleistet wäre. Mir ist es wichtig, dass beide Schulen ihr Profil behalten können. Weiterhin soll es die Marke Schoren und die Marke Sportgymnasium geben. Hinsichtlich einer zweckmäßigen Organisationsform finden derzeit intensive Gespräche statt. Alle sind um eine sehr zeitnahe Umsetzung bemüht“, so Landesrätin Barbara Schöbi-Fink.

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