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"Der Nächste, bitte!": Das ewige Fahrerkarussell bei Red Bull & Alpha Tauri

Bei Red Bull und seinem Juniorenteam Alpha Tauri ist ein ständiger Fahrerwechsel schon fast Tradition, bis auf wenige Ausnahmen können sich die Fahrer ihrem Cockpit nicht langfristig sicher sein.
Bei Red Bull und seinem Juniorenteam Alpha Tauri ist ein ständiger Fahrerwechsel schon fast Tradition, bis auf wenige Ausnahmen können sich die Fahrer ihrem Cockpit nicht langfristig sicher sein. ©AFP
Bei Red Bull dreht sich das Fahrerkarussell munter weiter: F1-Rookie Nyck de Vries (28) bekam nur zehn Rennen Zeit, sich im Cockpit von Red Bull Zwei-Team Alpha Tauri zu beweisen. Allerdings ist er nicht der erste Pilot, den Red Bull einfach mitten in der Saison ersetzt.
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Nur zehn Rennen lang saß Nyck de Vries in seiner ersten Formel 1-Saison im Boliden von Alpha Tauri. Bereits 2022 bewies de Vries sein Talent, als er beim Großen Preis von Italien für Alex Albon einspringen musste, der wegen einer Blinddarmentzündung kurzfristig ausfiel: Im unterlegenen Williams-Boliden schaffte es der Niederländer auf Platz neun und holte somit sogar Punkte.

Keine Geduld mit neuen Fahrern

Deshalb war die Hoffnung groß, er könnte das Red Bull Zweit-Team Alpha Tauri als Nachfolger von Pierre Gasly wieder im Mittelfeld etablieren. Leider ging dieser Plan bisher nicht auf: De Vries schaffte es mit seinem neuen Team nie in die Top Ten, sein bestes Ergebnis war ein zwölfter Platz in Monaco. Nach nur zehn Rennen übernimmt nun Red-Bull-Ersatzfahrer Daniel Ricciardo, der letzte Saison noch für McLaren fuhr, sein Cockpit.

Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der Australier schon beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Ungarn (21.-23.07.), in den Alpha Tauri-Boliden steigen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Red-Bull-Führungsriege rund um Berater Helmut Marko die Geduld mit einem neuen Fahrer verliert. De Vries ist nun der achte Star, den die Bullen degradieren oder sogar rauswarfen.

Die Hauptfahrer und ihre wechselnden Sidekicks

Bereits in der ersten Formel 1-Saison von Red Bull Racing, das aus Jaguar Racing hervorging, im Jahre 2005 gab es den ersten Fahrerwechsel. Damals setzte Helmut Marko neben Stammpilot David Coulthard auf eine Fahrer-Rotation: Christian Klien und Vitantonio Liuzzi wechselten sich im zweiten Red Bull-Cockput ab. Liuzzi bestritt die Rennen vier bis sieben, wurde dann durch Klien ersetzt, der die Saison als zweiter Red Bull-Pilot beendete. Liuzzi fuhr im darauffolgenden Jahr bei Red Bulls Zweit-Team Toro Rosso (mittlerweile Alpha Tauri). Klien wurde in derselben Saison, also im Jahre 2006, hingegen von Robert Doornbos abgelöst, hätte sein Cockpit 2007 aber ohnehin an Mark Webber verloren.

Vettel und Verstappen kamen durch Entlassungen ins Bullen-Cockpit

Die zwei wohl berühmtesten und erfolgreichsten Red Bull Piloten, Sebastian Vettel und Max Verstappen, kamen übrigens ebenfalls durch Entlassungen mitten in der Saison ins Bullen-Cockpit: Toro Rosso ersetze den US-Amerikaner Scott Speed 2007 durch Vettel, der 2008 dann seinen ersten Sieg beim Großen Preis von Italien feiern konnte. Mit Red Bull Racing wurde er viermal Weltmeister.

Der Franzose Sebastien Bourdais wurde von Toro Rosso 2008 unter Vertrag genommen und startete an der Seite von Sebastian Vettel für das Team. 2009 wurde sein Vertrag verlängert, er wurde aber nach dem neunten Rennen durch Jaime Alguersuari ersetzt.

Verstappen tauschte 2016 hingegen den Platz mit Daniil Kwjat und wurde so von Toro Rosso zu Red-Bull befördert. Kwjat wurde bei Toro Rosso allerdings bereits mitten in der nächsten Saison, also im Jahr 2017, von Pierre Gasly abgelöst. Gasly wechselte zur Saison 2019 zu Red Bull Racing. In der Sommerpause wurde jedoch bekannt gegeben, dass Alexander Albon sein Cockpit übernehme und Gasly wieder zu Toro Rosso zurückkehre. Albon, der es im unterlegenen Williams mittlerweile bereits mehrfach in die Punkteränge schaffte, bekam nach dem Ende der Saison 2020 allerdings keine Vertragsverlängerung bei Red Bull Racing.

(VOL.AT)

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