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Der Meistermacher geht

Trainer Mark Nussbaumer verlässt den Eishockey-Nationalligisten EHC Lustenau nach vier Jahren und zwei Titeln.

Am Dienstag kurz vor 22 Uhr war das Tüpfelchen auf eine perfekte Saison des EHC Oberscheider Lustenau perfekt: Mit einem 4:1-Sieg im vierten Finalspiel gegen den EC Dornbirn sicherten sich die Löwen den Meistertitel in der Eishockey-Nationalliga. Für das von Titelverteidiger Dornbirn gekommene Trio Juha-Matti Vanhanen, Pascal Kainz und Markus Kosnjak war es der zweite Meister­pokal in Folge, Trainer Mark Nussbaumer kann nach vier Jahren als Chefcoach in Lustenau auf eine bemerkenswerte Bilanz zurückblicken: Im ersten Jahr, als er zu Weihnachten Sergej Swetlow beerbte, holte er gleich den Titel, dann schaffte man zweimal Platz drei (jeweils im Halbfinale ausgeschieden), um nun nochmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Notlösung

Dabei war er nach dem verkorksten Beginn von Swetlow eigentlich nur als Interimscoach vorgesehen worden, nach sieben Siegen blieb er gleich als Chef – Mark grinst jetzt noch: “Das hat eine Eigendynamik entwickelt …” Dennoch scheidet der Meistermacher, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen aufhört (er übernahm am 1. April die Sparkassen-Filiale Lustenau-Rheindorf), ohne Wehmut: “Es ist der richtige Zeitpunkt”, so Mark, “es ist nicht einmal nur die berufliche Herausforderung. Diese vier Jahre als Trainer neben einer vollen Arbeitsstelle haben viel Substanz und Energie gekostet. Meine Familie hat sehr viel zurückgesteckt, und das möchte ich ihr jetzt auch zurückgeben.” Der Traumabschluss kam genau richtig und wurde ausgiebig gefeiert. Wobei Mark zwar lange dabei war, sich aber zurückhalten musste – so stand am “Tag danach” schon ein Sparkassen-Seminar in Mondsee auf dem Programm, um fünf Uhr morgens war der EHC-Coach schon wieder Richtung Salzburg unterwegs.

Verdienter Meister

Die offizielle Meisterfeier steigt am 18. April, auch da wird der Meistermacher noch einmal im Mittelpunkt stehen. “Ich denke, wir sind verdient Meister geworden”, so Nussbaumer, “wir haben die ganze Saison über am wenigsten Niederlagen eingesteckt, am wenigsten Tiefs gehabt, den Grunddurchgang souverän gewonnen. Wir hatten das bes­te Powerplay, das zweitbeste Unterzahlspiel – und die vier besten Scorer der gesamten Liga im Team – das war nach dem kompletten Neuaufbau nach dem Vorjahr wirklich eine Mega-Saison!”

Ein “Fels im Play-off”

Für Nussbaumer war sein Team vor allem in der Spitze am besten besetzt: “Goalie Patrick Machreich war der Fels im Play-off, Jutte Vanhanen hat unglaublich gekämpft und auch wichtige Tore gemacht. Auch andere haben positiv überrascht – wir haben bei den Transfers einige Glücksgriffe gemacht.”

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