Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Der Mann mit dem besonderem Durchblick

Lauterach - Er hat den besonderen Durchblick. Und das wortwörtlich. Denn immerhin darf sich Michael Steinwidder rühmen, Österreichs bester Glaserlehrling zu sein.

Beim Bundeslehrlingswettbewerb in Kramsach in Tirol hatte der junge Mann aus Brederis das bessere Ende für sich. Wenngleich er freimütig einräumt, dass es ein knappes Ergebnis war. Der bald 19-Jährige gibt sich locker und entspannt. Den Sieg hat er in der Tasche, den Gesellenbrief auch. Jetzt kann er sich in aller Ruhe noch dem Fahrsicherheitstraining widmen, das von Führerschein­neulingen eben verlangt wird und die „Zeit mit der Freundin genießen“, wie er fröhlich lachend anmerkt.

Traum erfüllt

Mit dem Beruf des Glasers hat sich der begeisterte Petrijünger einen Traum erfüllt. Wobei ihm der Vater als gutes Beispiel voranging. „Mich faszinierten immer die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten dieses Baustoffes“, erzählt Michael Steinwidder. Trotzdem ließ er sich zuerst auf eine Lehre als Werkzeugmechaniker ein. Weil der Papa meinte, dass es nicht unbedingt gut sei, Vater und Sohn im gleichen Betrieb. Aber das „Nur-vor-der-Maschine-Stehen“ war ganz und gar nicht im Sinne des Juniors. „Ich brauchte Abwechslung, wollte arbeiten.“ Begeisterung spricht aus seinen Worten. Schließlich setzte sich der Sprössling durch und bekam seine Lehrstelle bei Bildstein in Lauterach. Die Zusammenarbeit mit dem Vater verlief problemlos. Mehr noch. „Wir haben uns irgendwie besser kennengelernt“, resümiert der Filius. Auch sonst behält er die dreijährige Lehrzeit in bester Erinnerung. „Ich wurde bestens unterstützt“, sagt Michael, der dem Chef und seinen Kollegen großen Anteil am Wettbewerbserfolg zuspricht.

Knifflige Aufgabe

An zwei Landeswettbewerben hat er teilgenommen und auf Anhieb jeweils den ersten Platz erobert. Da stand die Anmeldung zum Bundeswettbewerb außer Frage. Mit dem festen Willen, „das Beste zu geben“, und zwei anderen Berufskollegen, fuhr Michael Steinwidder nach Kramsach. Der Bewerb mit 13 Teilnehmern erwies sich als Herausforderung. Denn ausgerechnet die im Land nur noch äußerst selten praktizierte Bleiverglasung galt es fachgerecht umzusetzen. „Eine knifflige Sache“, schildert der frischgebackene Geselle. Zumal die Art von Arbeit nicht gerade zu seinen Stärken zählt. Aber, wie das Leben manchmal so spielt, bescherte ihm genau diese Aufgabe den Sieg. Während er mit der Glasvitrine gleichsam baden ging. Deshalb war auch die Überraschung entsprechend groß. „Ich hätte nie mit einem Sieg gerechnet“, sagt Steinwidder. Und schwärmt: „Glaser ist einer der schönsten Berufe, die es gibt.“ Da verwundert es kaum, dass er heute schon von einer eigenen Firma träumt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Lauterach
  • Der Mann mit dem besonderem Durchblick
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen