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Der Letzte ist fast immer der Erste

Österreichs schnellster Jugend-Langläufer ist Dominik Baldauf aus Sulzberg. Ehrgeiz und Selbstbewusstsein zählen zu den Stärken des 17-Jährigen.

Mit drei Jahren bestritt Dominik Baldauf sein erstes Langlauf-Rennen. Da war die Loipenspur für seine kleinen Beinchen noch zu breit. Dennoch kämpfte er sich mit den Schiern seiner Schwester Fabienne tapfer ins Ziel. Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zeichnen den Sulzberger seit eh und je aus. Mittlerweile ist der 17-Jährige zum besten österreichischen Jugend-Langläufer herangereift. Gemeinsam mit Papa Christian reist der Nachwuchs-Sportler zu den Rennen. Der Vater ist nicht nur sein Manager und Trainer, sondern auch ein zuverlässiger Service-Mann. Die Schi sind immer optimal präperiert. Mit der Gewissheit, dass das Material passt, geht Dominik cool und selbstbewusst in seine Rennen. Meist ist er am Start der letzte, der in die Bindung steigt. Dafür aber auch meist der erste, der ins Ziel kommt. Eigentlich ist er ein recht ruhiger Typ. Aber wenn ihn diverse Mitstreiter auf dem Weg dorthin ärgern, kann er schon mal aus seiner Haut fahren. “Wenn mir jemand auf die Schi steigt oder mich in der Loipe nicht vorbei lässt, habe ich denjenigen auch schon angeschrien”, erzählt Dominik und lächelt verschmitzt. Die Wortwahl sei dann nicht immer ganz so höflich.

Sowohl im Sprint, als auch Klassisch, mischt der 17-Jährige vorne mit. Um diesen Level zu halten, trainiert der Sportgymnasiast etwa 18 bis 20 Stunden die Woche. Meistens nützt er dabei die optimalen Bedingungen in seiner Heimatgemeinde Sulzberg. Im Olympiastützpunkt Dornbirn absolviert der sympathische Bregenzerwälder sein Krafttraining.

Gold im Visier

Momentan arbeitet Dominik auf die Österreichischen Jugend-Meisterschaften hin. Diese finden vom 5. bis 7. Februar in Absam (Tirol) statt. Vor Kurzem hatte er sich in der Ramsau bereits Gold in der Doppelverfolgung geschnappt. Seine Ziele sind auch für die anstehenden Titelkämpfe hoch gesteckt, aber absolut realistisch. “Ich will den Sprint und das Einzel gewinnen. Nicht unter den besten zwei platziert zu sein, wäre eine riesige Enttäuschung”, sagt er. Nächstes Jahr werden die Gegner stärker und älter. Der ÖSV-C-Kader-Läufer startet dann bei den Junioren und im Continental-Cup.

Wenig Freizeit

Bis der nächste Winter kommt, muss er aber auch schulisch noch einiges aufholen. Aufgrund der vielen Rennen und Trainingslager haben sich etliche Fehlstunden angesammelt. “Das ist aber kein Problem. Bisher habe ich jedes Schuljahr locker geschafft”, erzählt der bald 18-Jährige. Und es bleibt dann trotz des dicht gedrängten Terminplanes sogar noch Zeit um Computer zu spielen und Musik zu hören.

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