AA

Der Krankenpflege auf der Spur

Christoph Volaucnik am alten Heilig-Geist-Spital am Rathaus
Christoph Volaucnik am alten Heilig-Geist-Spital am Rathaus ©Henning Heilmann
„Freitag um 5“ begab sich auf die Spuren der Krankenpflege in Feldkirch
Auf den Spuren der Krankenpflege in Feldkirch

FELDKIRCH Zu seinem 100jährigen Jubiläum lud der Krankenpflegeverein Feldkirch-Levis-Tisis zu einem historischen Spaziergang auf den Spuren der Krankenpflege in Feldkirch ein. Im Rahmen der Themenführung „Freitag um 5“ warfen Gerold Werner und Christoph Volaucnik an geschichtsträchtigen Orten einen Blick in die spannende Geschichte der Alten- und Krankenpflege in der Montfortstadt Feldkirch.

Ausgehend vom Domplatz wurde zunächst das Rathaus angesteuert. Hier wurde viel wissenswertes über das alte Heilig-Geist-Spital, das sich im rechten Gebäudeteil des heutigen Rathauses befand, erzählt. Dieses wurde schon 1218 im Gründungsjahr der Stadt errichtet und beherbergte sogar einen eigenen Weinkeller. Vielen nicht bekannt, befand sich hier früher auch eine Kapelle, wovon noch eine Kuppel auf dem Dach zeugt.

Spannende Eindrücke

Weiter ging der pflegehistorische Spaziergang in die Kreuzgasse, wo Pfarrer Häusle das erste Altersheim in Feldkirch gründete. Über die Heiligkreuzbrücke ging die Führung weiter zur Heilig-Kreuz-Kapelle, die 1380 von Graf Rudolf V nach einer Pilgerfahrt nach Jerusalem errichtet wurde und damals in Tisis stand. Sie enthält spannende Fresken: Innen ist an der rechten Seitenwand der Heilige Antonius zu sehen. Erzählt wurde vom Antoniusfeuer, einer fürchterlichen Krankheit, die oft zu einem grausamen Tod führte. Es war der Antoniter-Orden, der am Antoniusfeuer Erkrankte behandelte und pflegte. Außerdem ist hier ein Teufel zu sehen, der die Entblößten der Hölle zuführt.

Die Pflege von heute

Weiter führte der Spaziergang zum Antoniushaus, das 1899 erstmals erbaut wurde, 1914-15 als Lazarett diente, 1938 bei Luftangriffen zerstört und 1951 wiederaufgebaut wurde. Heute ist das Antoniushaus ein Haus der Generationen mit 66 Pflegeplätzen und einem offenem Mittagstisch. Dazu wird eine Tagesbetreuung für 15 Klienten angeboten.

Zahlreiche Interessenten folgten den Stationen auf dem pflegehistorischen Rundgang, darunter Herbert Lins, Obmann vom Krankenpflegeverein Feldkirch-Levis-Tisis. HE 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Feldkirch
  • Der Krankenpflege auf der Spur
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen