Der Gesellenverein Lustenau in einer filmischen Zeitreise

Der Gesellenverein Lustenau in einer filmischen Zeitreise
Der Gesellenverein Lustenau in einer filmischen Zeitreise ©Gesellenverein Lustenau
Hobbyfilmer Heinz Bucher hat für den Verein ein wunderbares Zeitdokument geschaffen.
Der Gesellenverein Lustenau in einer filmischen Zeitreise

 

Lustenau Vor kurzem konnte der Obmann des Gesellenvereins Lustenau, Heinz Isele, in der Mittelschule Hasenfeld über 80 Personen, darunter auch Vizebürgermeister Daniel Steinhofer, und einige Ehrenmitglieder begrüßen. Nachdem Heinz Bucher im letzten Jahr für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, hatte er versprochen, als Dankeschön den Werdegang des Gesellenvereins filmisch festzuhalten. Mit viel Einsatz und Herzblut schuf er einen etwa einstündigen, vertonten Film mit einzigartigen historischen Bildern, den er in einjähriger Arbeit produzierte.

Eine fast 100-jährige Geschichte

Das Zeitdokument beginnt beim Hüttenbau, der 1932/33 in Angriff genommen wurde. Der Anstoß dafür ergab sich aus den Einnahmen, die der Gesellenverein 1928 mit dem ersten Faschingsumzug in Vorarlberg erzielen konnte. Mit diesem Startgeld entschlossen sich die rührigen Vereinsgründer zum Bau der Hütte in Dornbirn-Ammenegg, am sogenannten „Fähnle“. Von der Hütte aus hat man einen traumhaften Blick auf den Bodensee. „Hütte“ ist eigentlich nicht die korrekte Bezeichnung, denn es handelt sich eher um ein kleines Haus, das von den damaligen Mitgliedern des Vereins, die alle Handwerksgesellen waren, in mühevoller Handarbeit gebaut wurde. Viel Baumaterial musste von Hand hinaufgetragen werden.

Vom Faschingsumzug bis zur Hüttenrenovierung

Der besagte Faschingsumzug, der in Lustenau stattfand, kommt im Film ebenfalls vor. Ein weiterer festgehaltener Höhepunkt war die Fahnenweihe, denn 1935 wurde eine Vereinsfahne angeschafft, die heute noch stolz zu verschiedenen Festen präsentiert wird. Interessant sind auch die gesprochenen Beiträge älterer Vereinsmitglieder, die von früheren, nicht immer guten Zeiten zu berichten wissen. Ausflüge, Preisjassen, Schirennen, Hüttenputz, Faschingskränzle, Hüttenrenovierung, Holzaktionen und vieles mehr, was den Gesellenverein und sein Vereinsleben ausmacht, sorgen für beste Unterhaltung bei diesem einzigartigen Film.

Applaus ist das Brot des Künstlers

Da für den Film von vornherein großes Interesse bestand, wurden nicht nur Mitglieder des Gesellenvereins, sondern auch weitere Zuschauer eingeladen. Heinz und Silvia Isele sorgten für die Organisation des Abends und für das leibliche Wohl und ein begeisterter, langanhaltender Applaus am Schluss der Filmvorführung galt dem kreativen Filmemacher.

 

 

 

 

 

Gesellenverein Lustenau

Gegründet 1924

Zählt mit heutigem Stand 40 Mitglieder

Es wird besonderer Wert auf Unabhängigkeit gelegt (politisch + kirchlich) und der Verein ist nicht auf Gewinn ausgelegt.

Ursprüngliche Aufgabenstellung des Vereins war es, die Gesellen auf den Meisterstand vorzubereiten und die geistigen und wirtschaftlichen Bestrebungen seiner Mitglieder zu unterstützen.

Mit den Mitgliedsbeiträgen wurde Fachliteratur angeschafft, die von den Gesellen ausgeliehen werden konnte, um sich auf die Meisterprüfung vorzubereiten (heute macht das das WIFI).

Das Bestreben des Gesellenvereins in der heutigen Zeit besteht darin, für die junge Mannschaft das Erbe zu bewahren und die Hütte immer in einem guten Zustand zu halten.

Auch das gesellige Leben wird beim Verein großgeschrieben, es werden Gaudischirennen, Ausflüge, Preisjassen und vieles mehr veranstaltet.

 

 

 

 

 

 

 

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