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Der fleißige Weihnachtskünstler vom Oberdorf

Franz Jochums Lieblingsplatz ist seine Werkstatt - dort fabriziert er aktuell täglich seine beliebten Holztännele.
Franz Jochums Lieblingsplatz ist seine Werkstatt - dort fabriziert er aktuell täglich seine beliebten Holztännele. ©cth
Franz Jochums Tännele erfreuen viele Menschen in Vorarlberg.
Der fleißige Weihnachtskünstler vom Oberdorf

Dornbirn. „Lockdown-Langeweile“ kennt Franz Jochum nicht. Im Gegenteil. Der Dornbirner ist seit Wochen unermüdlich in seiner Werkstatt im Einsatz. Sein langjähriges Hobby, das Basteln von Krippen und Weihnachtsbäumchen aus Holzrinden schenkt ihm – und vielen anderen Menschen – in diesem besonderen Jahr 2020 doppelt Freude. Allein von seinen „Tännele“ hat er heuer bereits 60 Stück fabriziert. In jedem Bäumchen stecken rund vier Stunden Arbeit. „Da kommt es schon einmal vor, dass meine Frau Lore um Mitternacht nach mir ruft, weil ich noch nicht im Bett und immer noch im Keller beschäftigt bin“, lacht der bald 83-jährige. Und fügt mit Humor hinzu: „Hier bin ich dafür sicher vor dem Corona-Virus!“

Sehenswerte Krippensammlung

Nicht nur mit seinen begehrten Holzbäumen hat sich Franz Jochum einen Namen gemacht. Betritt man das Zimmer neben seiner Kreativwerkstatt, eröffnet sich einem eine zauberhafte Weihnachtswelt. Der ehemalige Partyraum des Nachwuchses beherbergt heute eine kleine und feine Krippenausstellung – alles selbstgebaute Kunstwerke von Franz. „Mein Schwiegerpapa Josef Wehinger war ein begnadeter Krippenbauer und hat mir alles beigebracht. Als ich in Pension gekommen bin, habe ich mich dann auch verstärkt diesem Hobby gewidmet“, erinnert er sich. Ein traditionelles Handwerk, das viel Liebe zum Detail verlangt und für den Oberdorfer stets ein schöner Ausgleich war. „Man hat zu jedem Stück eine besondere Beziehung und man erkennt immer ein Leben darin. Jede einzelne Krippe liegt mir am Herzen und deshalb fällt es auch schwer, sich jedes Mal von einer Krippe zu trennen“, beschreibt der begeisterte Künstler mit etwas Wehmut.

Besinnliche Stimmung beim Basteln

Auf einer Krippenausstellung hat der agile Pensionist auch zum ersten Mal die „Rindenbäumchen“ entdeckt und war sofort angetan. Seither sammelt er das ganze Jahr über die benötigten Holzrinden – „was gar nicht mehr so einfach ist, da viele Bäume heute geschält werden“, bedauert er. Das Anfertigen selbst, beginnt er aber erst einige Wochen vor Weihnachten, denn: „Ich muss schon etwas in Weihnachtsstimmung sein, denn im Sommer könnte ich mir das nicht vorstellen!“

Dementsprechend ist in Franz Jochums Werkstatt derzeit Hochbetrieb. Vor allem die Tännele sind sehr gefragt als Geschenk, Tombolapreise oder als Dekoration in Altersheimen oder Wohnungen, wo es nicht viel Platz gibt. Da bietet sich ein schönes „Rindenbäumchen made by Franz“ als perfekte Alternative zum Weihnachtsbaum an.

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