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Der Feldkircher "Goaßzipfel"

Bild: Der Goaßzipfel fällt durch die liebevolle Dekoration auf, die Monica Katzenmeyer Großteils organisiert hat.
Bild: Der Goaßzipfel fällt durch die liebevolle Dekoration auf, die Monica Katzenmeyer Großteils organisiert hat. ©Manfred Bauer
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Der Goaßzipfel in der Feldkircher Neustadt birgt ein großes Stück Geschichte der Montfortstadt.

Feldkirch. Nur wenigen Feldkircherinnen und Feldkirchern oder gar “Nichteinheimischen” ist der Goaßzipfel (Verlängerung der Neustadt) noch bekannt. Für die Feldkircher Geschäftsfrau Monica Katzenmeyer ist der Goaßzipfel einer der ältesten und historisch wertvollsten Stadtteile schlechthin. So war es für Katzenmeyer, die dort seit 1985 mit ihren Mann das Antiquitätengeschäft “Antikes und Dekoratives” führt, ein Muss, in den Geschichtsbüchern zu recherchieren und ein Stück Geschichte aufzuzeigen. Begeistert meint Monica Katzenmeyer: “Jedes Haus am Goaßzipfel hat eine spannende Geschichte zu erzählen und ich wünsche mir, dass diese Geschichten auf Messingtäfelchen an den Häusern verewigt werden. Derzeit muss ich mit gelben Zetteln allerdings noch zufrieden sein”. Zudem hat sie an zahlreichen Birken, die zur Straßendekoration dienen, kleine Zettelchen mit Vorarlberger Sprüchen wie “Am End heat ou D`r giezigst Säckl blos a Kista mit nam Deckl!” angebracht.

“Schul- und Studierstädtle”

Der Name “Goaßzipfel” wurde von der Geißbockuhr abgeleitet, die bis 1870 im einstigen Bludenzer Tor (stadtauswärts) schlug. Dieser Teil der Feldkircher Neustadt birgt zahlreiche historische Häuser, die die Grundlage für den Beinamen Feldkirchs als “Schul- und Studierstädtle” waren. So wurde im “Mayerhaus” (Neustadt 40) die erste deutsche Schule gegründet, und 1593 unterrichtete hier die erste amtliche Lehrerin Fiener. 1849 wurde in diesem Haus der berühmte Bildhauer Hermann Mayer, genannt “Römermayer” geboren. Im “Pfannerhaus” (Neustadt 45) war bereits um 1400 die erste Lateinschule eingerichtet worden. In der alten “Dogana” (Neustadt 37), einem alten Patrizierhaus der Familie Putsch, nächtigte gar Kaiser Maximilian. Heute ist dort das Wirtschafts- und Musikarchiv eingerichtet.

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