Der digitale Fußabdruck im Internet: 6 Links zeigen, was Google über Sie weiß

Datenschutz: Google weiß nicht nur, was Du letzten Sommer getan hast.
Datenschutz: Google weiß nicht nur, was Du letzten Sommer getan hast. ©AP
Der gläserne Nutzer: Google arbeitet zielstrebig daran, möglichst viele Informationen über sämtliche Nutzer zu sammeln, die Datenmengen auf den Servern der Suchmaschine werden immer größer. Sechs Links zeigen, welche Fußspuren Sie beim Surfen im Netz bereits hinterlassen haben.
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Ob Standort, Suchbegriffe, persönliche Gespräche auf Gmail, genutzte Geräte oder Browserverläufe – Google speichert so ziemlich alles, was sich in die Finger kriegen lässt. Das Ziel dabei ist klar: Personalisierte Werbung, die den Großteil der Einnahmen für den kalifornischen Konzern ausmacht. Allein im dritten Quartal 2014 wurden weltweit rund 16 Milliarden Dollar eingenommen.

Nutzer sind teils überfordert

Datenschützer sehen die Entwicklung mit großer Sorge: Vielen Nutzern ist nicht klar, welche Daten über sie gespeichert werden, man spricht auch vom “informationellen Kontrollverlust”. Die folgenden sechs Links zeigen, was Suchriese Google schon jetzt über Sie weiß.

Google Scrubbing Search Results
Google Scrubbing Search Results

Der Google-Check in 6 Links

1. So werden Sie von Google gesehen

Alter, Geschlecht, Interessen: Google versucht, ein Grundprofil von jedem einzelnen Nutzer zu erstellen. Diese Daten werden genutzt, um personalisierte Werbung auszuspielen. Hier können Sie sehen, wie Google Sie als Kunden sieht:

https://www.google.com/ads/preferences

2. Diese Orte haben Sie besucht

Wer ein Android-Smartphone verwendet, kann unter Umständen unbemerkt Standort-Informationen am laufenden Band an Google weitersenden, wenn diese Einstellung nicht unterbunden wird. Bei der Installation von Google Maps oder Google Now muss beispielsweise bestätigt werden, dass Google die jeweils aktuelle Position verwenden darf. Einen Überblick über Ihre besuchten Orte finden Sie hier:

https://maps.google.com/locationhistory

3. Nach diesen Begriffen haben Sie gesucht

Die kalifornische Suchmaschine speichert jeden einzelnen Begriff, nach dem Sie jemals “gegoogelt” haben. Auch die zuletzt angeklickte Google-Anzeige wird gesichert. Sie können Ihren Suchverlauf aber jederzeit löschen. Eine Übersicht über alle von Ihnen gesuchten Betriffe findet sich hier:

https://history.google.com

4. Mit diesen Geräten nutzen Sie Google

Google will wissen, welche Geräte (Smartphones, Tablets, Laptops) Sie zum Surfen zur Verfügung haben, deshalb werden auch diese Daten gespeichert. Das hat allerdings auch Vorteile: Sollten Sie befürchten, dass sich Unbefugte Zugriff zu Ihrem Konto verschafft haben, sehen Sie hier die Zugriffe auf Ihr Konto samt Gerät, IP-Adresse und ungefährem Standort:

https://security.google.com/settings/security/activity

5. Diese Apps greifen auf Ihr Konto zu

Gespeichert wird auch eine Liste aller Anwendungen, die Zugriff auf Ihre Profildaten haben – zum Beispiel Registrierungen, die mit Ihrem Google-Account verknüpft wurden. Sämtliche Zugriffe lassen sich hier online einsehen und auch direkt widerrufen:

https://security.google.com/settings/security/permissions

6. Ihre Daten gesammelt zum Download

Die Masse an gesammelten Daten behält Google nicht nur für sich: Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, sich sein eigenes “Datenpaket” herunterzuladen. Darin finden sich Lesezeichen, E-Mails, Kontakte, Profilinformationen, eigene YouTube-Videos, Fotos und vieles mehr:

https://www.google.com/takeout

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