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Der Bergfalke schiebt nun eine ruhigere Kugel

Gerhard Sonderegger (44) lebt seit 25 Jahren für den Kegelsport. Der Klauser prägt die Erfolgsgeschichte des SKC Koblach maßgeblich mit.

Der SKC Koblach erlebt derzeit die erfolgreichste Saison der 41-jährigen Vereinsgeschichte. Die Bergfalken erreichten Anfang Oktober beim Europacup-Turnier in Serbien den sensationellen dritten Platz. Damit stehen sie erstmals im Achtelfinale der Champions League. Gerhard Sonderegger zog 20 Jahre lang die Fäden des Klubs. Sieben davon als Sportlicher Leiter, 13 als Obmann. Und ist natürlich als begeisterter Spieler mit dabei. Der Klauser ist einer der Väter des Koblacher-Erfolgs. Nun ist etwas Ruhe ins Leben des 44-Jährigen eingekehrt. Zu Beginn dieser Saison übergab er das Zepter an Herbert Hefel. “Das war die logische Folge. Herbert war die letzten Jahre Sportlicher Leiter. Er ist ein guter Nachfolger”, sagt Sonderegger, der nun die Medien betreut. “Es kommt mir vor, als ob ich jetzt im Dauerurlaub wäre”, sagt der Klauser, wobei doch ein bisschen Wehmut in seiner Stimme mitschwingt. “Der Grund für die Entscheidung war die persönliche Belastung. Die letzten vier Jahre waren sehr intensiv. Wir haben ja mittlerweile neun Angestellte in unserer Kegelbahn. Das ist, als ob man neben seinem Job noch ein Kleinunternehmen führt”, erzählt Sonderegger. Außerdem gehören dem SKC Koblach mittlerweile über 65 Mitglieder zwischen zehn und 70 Jahren an.

Ein paar Kilo abspecken

Nach zwei Jahren Auszeit vom aktiven Sport, ist der sympathische Kegler jetzt wieder voll ins Training eingestiegen. Er will sich zurück in die erste Mannschaft kämpfen. In Serbien war er als Reservespieler mit dabei, kam aber nicht zum Einsatz. “Ich habe mir den Sprung zurück leichter vorgestellt. Wir haben sehr gute Athleten in unseren Reihen. Das wird ein schweres Unterfangen. Ein paar Kilo werde ich da wohl erst abspecken müssen”, sagt der 20-fache Landesmeister lachend. Am meisten am Kegelsport fasziniert Sonderegger, dass “man nie an die 100-prozentige Möglichkeit kommt.” Bei 120 Wurf wäre das Optimum 1020 Kegel. “Der Weltrekord liegt bei 727. Also gibt es noch viel Spielraum”, erklärt Sonderegger, dessen persönliche Bestleistung bei 605 liegt. Mit dem Einzug ins Champions League-Achtelfinale haben die Koblacher Kegler ihr eigentliches Saisonziel bereits erreicht. Jetzt liebäugeln die Bergfalken schon mit dem Einzug in die nächste Runde. Zum Auftakt bekommt es der Bundesligist mit dem Team aus Nis (SRB) zu tun. Das Heimspiel findet am 21. November statt. Weiters erhoffen sich die Bergfalken heuer einen Mittelfeldplatz in der österreichischen Superliga und den neuerlichen Einzug ins Cup-Finale.

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