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Den eigenen Lebensweg gefunden

Ingo Breuss arbeitet seit 20 Jahren in der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer.
Ingo Breuss arbeitet seit 20 Jahren in der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer. ©Evelyn Brandt

Vom Glück, die richtige Frau kennengelernt, gesunde Kinder und einen erfüllenden Beruf zu haben.

“Dieses Glück macht zufrieden”, sagt Ingo Breuss, der seit 20 Jahren in der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer arbeitet und als knapp 30-Jähriger berufsbegleitend die Studienberechtigungsprüfung absolviert, anschließend in Innsbruck Rechtswissenschaft studiert und vor acht Jahren mit Auszeichnung promoviert hat. Familiengründung, Hausbau und Beruf brachte der 50-jährige Jurist schnurstracks und ohne große Durchhänger alles unter einen Hut. “Meine Frau und auch mein Arbeitgeber haben mich sehr unterstützt.” Und doch erfordert ein berufsbegleitendes und so lernintensives Studium bis zur Doktorwürde viel Energie, Ausdauer und eine disziplinierte Arbeitshaltung. “Das habe ich von meinem Vater, der immer sagte, das, was man anfängt, führt man zu Ende.” Dass dieser Grundsatz auch Schattenseiten haben kann, erfuhr Ingo Breuss am Ende seiner Pflichtschulzeit. “Ich wusste nicht, was ich einmal werden würde, so besuchte ich die Handelsschule, die mir aber überhaupt nicht gefiel.” Nach dem ungeliebten Schulabschluss sollte es noch schlimmer kommen.

Harter Berufseinstieg

Die erste Arbeitsstelle war ein Schrecken für den jungen Mann. Fleiß und Verlässlichkeit wurden von seinem Arbeitgeber nicht gelobt, sondern im Gegenteil, mit Füßen getreten. “Aufwärts ging es erst nachdem ich endlich die Stelle wechselte. Beim Landesgericht konnte ich bald schon die Abteilung für Untersuchungshaft leiten, und später die Präsidialabteilung unter dem damaligen Landesgerichtspräsident Rainer Amann.” In dieser Zeit habe er viel gelernt, gerne gearbeitet und sein malträtiertes Selbstbewusstsein wieder zurückgewonnen. Weil der Verdienst beim Landesgericht gering war, waren viele auf Nebenjobs angewiesen. Ingo Breuss machte eine Fahrlehrerausbildung und war nach Dienstschluss Fahrlehrer. “Das war sehr anstrengend, kam mir aber später beim Studieren zugute. Da musste ich meine Zeit und Kraft auch gut einteilen.”

Am Ziel

Als die Vorarlberger Rechtsanwaltskammer einen Mitarbeiter suchte, bewarb sich Ingo Breuss und erhielt die Stelle aufgrund seiner vielfältigen Rechtskenntnisse. Der Verdienst war besser, er konnte seinen Nebenjob aufgeben und mit dem Studium beginnen. Heute ist alles erreicht. Wie geht es weiter? “Ich habe meine Erfüllung gefunden! Nun helfe ich meiner Frau beim Aufbau ihrer Praxis als Mentaltrainerin. Sie hat mich unterstützt, jetzt möchte ich, dass sie beruflich Fuß fasst und in ihrem Beruf glücklich wird.”

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