Demo in Götzis: Drucker fordern einen fairen Kollektivvertrag

Götzis - In einer Protestaktion vor der Druckerei Wieder brachten am Freitag Arbeitnehmer und ihre gewerkschaftlichen Vertreter ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass Wolfram Wieder bei Kollektivvertragsverhandlungen bisher nur blockiert habe.
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Drucker fordern Kollektivvertrag
Reaktionen der Firma Wieder Druck

Die Arbeitnehmer sind zum Teil direkt nach ihrer Nachtschicht aus mehreren Bundesländern angereist, um die Protestaktion zu unterstützen. Sie fordern Wieder auf, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und an einer fairen Lösung für alle mitzuarbeiten. „Wir richten dies Protestaktion ausschließlich gegen Herrn Wieder in seiner Funktion als Arbeitgebervertreter“, stellt Walter Steidl, der Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Salzburg in seiner Rede klar. Und seine Forderung an Wieder: „Werden sie ihrer Rolle in der Sozialpartnerschaft gerecht und schließen sie mit uns wieder einen fairen Kollektivvertrag ab.“ Unter den Teilnehmern der Aktion herrscht großer Unmut darüber, dass die Wirtschaftskrise auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werde. „Wir verstehen es nicht, warum Wieder den Beschäftigten seiner Branche keinen Kollektivvertrag vergönnt“, so Christian Schuster, der Bundessekretär der GPA-djp.

Auf der anderen Seite

Nach zahlreichen Reden zeigt sich Wolfram Wieder berührt: „Was mich emotional sehr berührt, sind diese vielen Lügen, die hier gestellt wurden.“ Als signifikant bezeichnet er die Tatsache, dass in ganz Österreich keine Druckerei gefunden wurde, die bereit war, einen Streik durchzuführen. Was den umstrittenen Kollektivvertrag anbelangt, so meint er, dass „die Verträge so gestaltet sein müssen, dass der Standort Österreich für Druckereien weiterhin möglich ist.“ Sein erklärtes Ziel sei es, zum Nutzen der Mitarbeiter und der Betriebe zu agieren. Den Verhandlungstisch habe er nie verlassen, „im Gegenteil, die Gewerkschaft hat ihn verlassen.“ Die Mitarbeiter seiner Firma zeigen sich in einem am Firmengebäude angebrachten transparent solidarisch mit ihrem Chef: „Wir sind gegen diese Protestaktion“ und begründen dies gegenüber VOL Live damit, dass Zusammenhalt und Verzicht in der Wirtschaftskrise wichtig sei.

Sozialpartnerschaft zu Grabe getragen

Die Teilnehmer der Demonstration zeigten sich resignierend, zuversichtlich und kämpferisch zugleich. In der Protestaktion haben sie die Sozialpartnerschaft in einem symbolischen Akt zu Grabe getragen. Gleichzeitig lebt die Hoffnung auf eine zufriedenstellende Lösung. Und falls es diese nicht gebe, so die Parole vor der Firma Wieder: „Wir kommen wieder!“

Drucker fordern Kollektiv-Vertrag

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