Dem Namen Gartenstadt alle Ehre machen
Er
zitiert: „Andernach ist eine essbare Stadt. Denn in den öffentlichen Gärten
dürfen sich Bürger selbst bedienen. Pflücken erlaubt, statt Betreten verboten,
heißt es in der Stadt am Rhein. Seit 2010 darf jeder Bürger der Stadt dort
Blumen pflücken, sowie Obst und Gemüse in Bio-Qualität ernten. Das Konzept
stammt von Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden und Lutz Kosack, Geo-Ökologe
der Stadt Andernach – und das im wahrsten Sinne mit wachsender Begeisterung. Erstaunlicher Weise gibt es keinen Vandalismus und es fallen auch nur noch ein Zehntel der
früheren Kosten an. Bis 2010 entsprachen die öffentlichen Grünflächen dem gängigen Standard. Zum typischen Bild gehörten gepflegte Rasenflächen und die klassischen Wechselbeete, die mehrmals im Jahr neu bepflanzt wurden. Dann der Wandel zum optischen und kulinarischen Genuss, kostenlos für die Anwohner und bezahlbar für die Stadt. Mit 50.000 Euro Budget sollte die Stadt neu erblühen. Um die Gärtnerarbeiten
kümmerten sich von Beginn an nicht nur städtische Arbeiter, sondern auch
Ein-Euro-Jobber, Langzeitarbeitslose und Freiwillige. Wer mitmacht, tut es
gerne, denn die essbare Stadt kommt gut an und lockt Besucher an. Und Andernach gewann 2010 prompt den Preis “Unsere Stadt blüht auf”. Nach der ersten zögerlichen
Erntezeit ist die essbare Stadt für die Andernacher normal und dazu kehren noch
seltene Arten zurück. Nach Tomaten und Bohnen sind dieses Jahr die
Zwiebelgewächse dran.” Günther Roy hält das für eine tolle Anregung für
die Gartenstadt Dornbirn. Ralf Hämmerle bedankt sich für den Hinweis und
versichert, dass er diesen gerne an die zuständige Abteilung weiter leiten
wird, damit diese noch weiterführende Recherchen einholen kann.
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