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Debatte um Eishockey-Fans: ''Situationen wie im Fußball würde ich nie akzeptieren"

Gewisse Fans, wie hier Südchaos-Mitglieder beim Match gegen den EHC Lustenau im Oktober, stellen die Vereine vor Herausforderungen.
Gewisse Fans, wie hier Südchaos-Mitglieder beim Match gegen den EHC Lustenau im Oktober, stellen die Vereine vor Herausforderungen. ©VOL.AT/Stiplovsek
Der VEU-Fanclub zeigt in einer Stellungnahme Verständnis für die Sperre in Zell am See, bittet jedoch nicht die gesamte "VEU-Familie" von den Spielen auszuschließen. Doch problematisches Verhalten von Fans ist nicht nur in Feldkirch Thema, sondern auch bei den anderen Vorarlberger Eishockey-Vereinen.

Der Fanclub Südchaos Feldkirch äußert sich ebenfalls zu den Ausschreitungen in Zell am See und wehrt sich gegen die Vorwürfe. So seien die Feuerwerkskörper nicht vorsätzlich ins Stadion geschmuggelt worden. Auch ein Vorsänger wurde aufgrund eines Missverständnisses von der Polizei abgeführt, jedoch bald wieder freigelassen. Dennoch zeigt man sich in der Stellungnahme reumütig: “Der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen unsererseits sehen wir als gravierenden Fehler, für welchen wir die Konsequenzen tragen werden.” Man entschuldige sich bei beiden Vereinen, dem Sicherheitspersonal und allen betroffenen Personen.

Südchaos kündigt Pyrotechnikern Mitgliedschaft

Der Vorfall dürfte am Südchaos Feldkirch selbst auch nicht spurlos vorbeigehen. In der Aussendung werden Umstrukturierungen innerhalb des Fanclubs angekündigt. Auch habe man den am Abbrennen der Pyrotechnik beteiligten Personen die Mitgliedschaft entzogen. Man akzeptiere das Stadionverbot, bitte jedoch die Zeller Eisbären dieses auf die Mitglieder des Südchaos zu begrenzen. Man wolle nicht, dass auch unschuldige Fans darunter zu leiden haben.

Spuckattacken und Schlägerei bei den Bulldogs

Doch nicht nur die Fans des VEU sorgten die letzten Tage für Probleme. Auch bei den letzten Spielen der Dornbirner Bulldogs kam es zu Zwischenfällen mit den eigenen Fans. Diese reichen von Bier- und Spuckattacken bis zu Handgreiflichkeiten zwischen Vereinsmitgliedern und Fans. Drei Fans habe man daraufhin lebenslang von Spielen der Bulldogs ausgeschlossen. Doch der Umgang mit solchen “Problemfans” gestaltet sich für die Vorarlberger Vereine schwierig.

Gemeinsamer Tisch mit VEU und Südchaos

“So einfach ist die Situation nicht”, erklärt VEU-Geschäftsführer Michael Lampert. “Eigentlich sollte jeder wissen, dass das [Feuerwerk] zu einer Katastrophe führen kann”, zeigt er Unverständnis für die Aktion. Man habe bereits eine Sitzung mit dem Südchaos vereinbart, derzeit warte man aber noch auf die Fakten aus dem Zeller Polizeibericht. Als Verein müsse man mit den Fans an einem Tisch sitzen, um gemeinsame Lösungen zu finden. Dies gelinge grundsätzlich sehr gut. “Aber wenn Alkohol im Spiel ist, passieren Dinge, die nicht immer nachvollziehbar sind”, schränkt Lampert ein.

Lustenau fand Lösung im Gespräch

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VOL.AT/Stiplovsek ©VOL.AT/Stiplovsek

Auch beim EHC Lustenau gab es Vorfälle mit VEU-Fans, bestätigt EHC-Präsident Herbert Oberscheider. Daraufhin gab es ein gemeinsames Gespräch mit der Exekutive und Martin Lampert. “Seitdem gab es keine Probleme mehr”, lobt Oberscheider die Kooperationsbereitschaft vonseiten des VEU und dessen Fans. Südchaos wisse aber auch, dass er angezählt ist, stellt der EHC die Rute in Form einer Stadionsperre ins Fenster.

Keine Zustände wie im Fußball

“Da muss man sofort reagieren und ausmisten”, sieht Oberscheider als angemessene Reaktion auf ungebührliches Verhalten von Fans. “Bei mir bin ich Hausherr, bei mir sind alle Gäste,  die sich wie solche benehmen. Wer dies nicht tut, fliegt raus.” Verhältnisse wie beim Fußball würde er nie akzeptieren, betont der EHC-Präsident. “Ich bin froh, dass wir noch keine Zustände wie beim Fußball haben”, stößt Lampert ins gleiche Horn.

EHC Bregenzerwald bisher ohne Probleme

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VOL.AT/Steurer ©VOL.AT/Steurer

Der nächste Gegner der VEU ist der EHC Bregenzerwald. EHC-Obmann Guntram Schedler betont, dass die Heimspiele bisher immer gewaltfrei abgelaufen sind. “In der gesamten Geschichte unseres Vereins haben wir nie etwas gehabt”, ist er auf die eigene Fanbasis stolz. Natürlich sei Sport etwas Emotionales, müsse jedoch immer gewaltfrei bleiben. Bei Spielen setze man beim EHC daher auf rigorose Kontrollen und der Trennung der Fans in der Halle. Derzeit strebe man im Vorfeld des Derby auch ein klärendes Gespräch mit dem Fanclub des VEU an.

Bulldogs setzen ebenfalls auf Kooperation

“Wir tun alles, was möglich ist, damit Einzelne den Sport nicht ruinieren”, erklärt Bulldogssprecher Christian Dreier. Der Dornbirner Eishockeyclub setzt dabei ebenfalls auf eine Zusammenarbeit mit den Fangruppen. Schließlich würden diese solche Zwischenfälle ebenfalls nicht gutheißen, daraus entstünden Möglichkeiten, etwas zu tun. Es dürfe nicht sein, dass sich ein Großteil der Fans aufgrund weniger Einzelner nicht mehr auf die Spiele traue.

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