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Das Wunder von Bregenz

Bregenz - Vom 7. bis zum 29. Juni schaut ganz Fußball-Europa auf Österreich und die Schweiz und damit auch auf das Dreiländereck am Bodensee. Ausstellung  | Happel-Trikot 

Zentral und ganz im Zeichen des Fußballs: das Festspielhaus Bregenz mit Public Viewing und einer einzigartigen Fußballschau des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. Ein fiktives Jahrhundertspiel zeigt die Highlights der Fußballgeschichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und auch die wechselhaften »Länderspielbeziehungen« zwischen den drei Ländern.

Die »Länderspielbeziehungen« zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ganz besondere: Die Eidgenossen stellen traditionell den wichtigsten Länderspielpartner Deutschlands – seit genau 100 Jahren! Die Spiele gegen Österreich waren von jeher etwas ganz besonderes, zuweilen legendär, so die »Schmach« bzw. das »Wunder von Cordoba« – je nach Sichtweise – oder die »Schande von Gijon«.

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg pfeift in seiner Ausstellung ein ganz neues Spiel an: Eine »Jahrhundert-Elf« aus Baden-Württemberg tritt gegen zwei Mannschaften an, gebildet jeweils aus den besten Spielern Österreichs und der Schweiz. Auf deutscher Seite mit dabei: Oliver Kahn, Jürgen Klinsmann und Uli Hoeneß. Kaum mehr bekannt ist der Mannheimer »Ossi« Rohr. Sein Tor im Finale machte den FC Bayern München 1932 erstmals zum Deutschen Meister.

Im österreichischen Team spielt der Österreicher Matthias Sindelar mit. Er galt in den 1930er Jahren als bester Spieler Europas. Seinen letzten großen Auftritt hatte er im sogenannten »Anschlussspiel« am 3. April 1938. Team Schweiz wird gecoacht von Helmut Benthaus, der den VfB Stuttgart 1984 zur Meisterschaft führte. Unvergessen ist auf Schweizer Seite auch der legendäre Referee Gottfried Dienst, der 1966 das berühmte Wembley-Tor pfiff.

Originale Objekte stellen die Akteure vor: Die Werbetonne mit dem verewigten Wutausbruch Jürgen Klinsmanns ist genauso dabei wie auch die Pfeife von Gottfried Dienst. Film- und Tonmaterial ergänzen sich collageartig aus legendären Spielsequenzen zu einem großen und nie da gewesenen »Jahrhundertspiel«: So (ver)schießt Uli Hoeneß einmal mehr den Europameistertitel in den Belgrader Nachthimmel, Hans Krankl darf noch einmal jubeln, unterstützt von Reporter Edi Fringer: »I werd naarisch«. Die Präsentation lässt den Besucher mitten drin sein. Fast hautnah erlebt er die Zuschauerkulisse, die Highlights, Siege und Niederlagen und die Stimmung danach, wie beim »Sommermärchen« 2006 die große Fan-Begeisterung in Stuttgart.

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