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Das Werk ist fast vollbracht

Fünf Meter hohe Buchstaben auf dem Asphalt zeigen den Weg in Richtung Landeshauptstadt.
Fünf Meter hohe Buchstaben auf dem Asphalt zeigen den Weg in Richtung Landeshauptstadt. ©VOL.AT/Steurer
Bregenz - Am 25. Juni wird die zweite Pfändertunnelröhre eröffnet – ein Lokalaugenschein.
Pfändertunnel vor Eröffnung
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Tunnel-Radtour abgesagt
Einblick in die Pfändertunnelröhre
Tunnelröhre liegt im Plan

Die heilige Barbara ist bereit zur Montage. Lehnt im Baubüro in Hörbranz an der Wand. Eine 35 Kilo schwere Bronzetafel. Keine Statue, wie in Tunnel meist üblich. „Weil schon viele Nischen leer sind“, begründet ASFINAG-Projektleiter Christoph Wanker die Wahl. „Die Baustellen-Barbara hat man uns auch schon geklaut, später aber wieder zurückgebracht“, fügt Bauleiter Jürgen Steinhauser an. Besonders der älteren Generation bedeute die heilige Barbara sehr viel. „Tunnelbau ist immer noch ein gefährlicher Job“, bekräftigt Steinhauser. Unter dem Heiligenbild steht ­„Pfändertunnel 2. Röhre“ und  „10. 10. 2007 bis 25. 6. 2012“ – die Bauzeit für das Großprojekt. Über 200 Arbeiter gleichzeitig waren zuweilen im Pfänder beschäftigt. Noch sind es zwölf Tage bis zur ­offiziellen Eröffnung und ­Verkehrsfreigabe der 6745 Meter langen Röhre. Das Werk ist so gut wie vollbracht. Jetzt geht es um Kleinigkeiten.

Brandversuch bestanden

Das Graffiti am Eingangsportal wird noch übermalt, Furchen und Kratzer im Asphalt werden ausgebessert, die Lärmschutzverglasung an den Portalen wird montiert, die Tunnelwände werden gereinigt. Derweil blinkt das halbautomatische Umleitungssystem vor den Portalen bereits. Im Bedarfsfall sollen die in den Asphalt eingelassenen Leuchten den Verkehr in die andere Röhre umleiten.

Auch das Lüftungs- und Sicherheitssystem hat in der Vorwoche den Brandversuch bestanden. Mit 50 Litern brennbarer Flüssigkeit wurde ein Autobrand simuliert – der Rauch konnte schnell genug aus dem Tunnel gebracht werden. Dafür verantwortlich: vier Lüftungsabschnitte mit je zwei Maschinen für die Zu- und Abluft. „Bis jetzt haben alle Abnahmen gepasst. Zum Glück. Das ist optimal“, ist der Bauleiter guter Dinge. Seit rund einem Monat sind zudem Programmierer und Tester drauf und dran, das System auf Herz und Nieren zu überprüfen. Doch während in der neuen Röhre die Arbeiten kurz vor dem Abschluss stehen, geht es alsbald in der Bestandsröhre zur Sache. Schon in der Nacht nach der Eröffnung, vom 25. auf den 26. Juni, wird der gesamte Verkehr in das neue Bauwerk umgelegt und das alte bis Anfang Juli 2013 auf den neusten Stand gebracht. Zudem müssen die Fluchtwege fertiggestellt werden, damit die Tunnelanlage  dem Straßentunnelsicherheits­gesetz entspricht. Bei jeder Pannenbucht nämlich gibt es einen sogenannten Querschlag, der die beiden Röhren miteinander verbindet. Bis zu 50 Meter liegen dazwischen.

Die Autofahrer kommen also erst in einem Jahr in den Genuss eines zweiröhrig befahrbaren Pfändertunnels. Weiter Geduld im Stau ist von den Autofahrern gefragt – auch wegen der Baustelle davor: Bis November wird dort ein knapp drei Kilometer langer Abschnitt saniert.

Daten und Fakten

» Kosten: 177 Mill. Euro (neue Röhre), 27 Mill. Euro (Sanierung Bestand)
» Länge der Röhre: 6586 Meter (inklusive Galerien 6745 Meter)
» Abstellnischen: sieben, im Abstand von 825 Metern
» Querschläge: ein befahrbarer Querschlag, sechs mit Einsatzfahrzeugen befahrbare und acht begehbare Querschläge
» Notstromversorgung: vier Batterieräume mit insgesamt 1500 Batterien können den Tunnel für eine Stunde mit Strom versorgen
» Notrufnischen: 47
» Feuerlöschnischen: 54

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