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"Das war meine absolut beste Entscheidung"

Chantal Düringer und Hund Eros wollen noch hoch hinaus
Chantal Düringer und Hund Eros wollen noch hoch hinaus ©TK
Die 19-jährige Bregenzerin zieht nach einem halben Jahr in den USA schon ein zufriedenes Resümee mit wichtigen Erkenntnissen
Chantal Düringer auf Heimaturlaub
NEU

Das erste Semester in New Mexiko State University in La Cruces, einer Stadt nördlich von El Paso, ist für die erst 19-jährige Bregenzerin Chantal Düringer schon wieder Geschichte. Die VN traf die Golfspielerin in ihrem Heimaturlaub, der eigentlich gar keiner ist und mit vielen Einsätzen auf internationaler Ebene mit Turnieren, Staatsmeisterschaften in Österreich und Tschechien bestückt ist. Zur Ruhe und Erholung kommt Chantal Düringer bis zu ihrem Abflug in die USA am 20. August erst gar nicht.

Wie war das erste halbe Jahr in New Mexiko an der University?

CHANTAL DÜRINGER. Das erste Semester an der New MexikoState University hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur das Golf spielen, sondern auch das Studium generell. Dieses Jahr erreichten wir sogar die Regionals, welche ein Teil der nationalen Amerikanischen Meisterschaft ist. Um dort mitspielen zu dürfen muss ein Team entweder weit oben in der Jahresrangliste sein oder die jeweilige Conference in der Region gewinnen. Nächstes Jahr wollen wir wieder die Conference gewinnen, aber auch danach besser abschneiden.     

Welche Erfahrungen hast du in USA gemacht?

CHANTAL DÜRINGER. Bezüglich meines Golfspiels habe ich sehr viele neue Erfahrungen gemacht, die ich in Österreich nie erlebt hätte. Mit dem Team in den USA spielen wir nicht nur Turniere in Mexiko, sondern auch in Arizona, Kalifornien und Washington, die unterschiedliche Klimazonen aber auch verschiedene Höhenlage haben bzw. ganz unterschiedliche Gräser. Als Einzelkind musste ich erstmals mit einer Studentin ein Zimmer teilen. Zusätzlich hatte ich auch Schwierigkeiten mit dem Essen:  Da ich keine eigene Küche hatte, musste ich in der Cafeteria essen. Dort gab es eine Auswahl von sehr ungesundem amerikanischem Essen und eher wenig „gesundes“ Essen - und es gab kaum Abwechslung.

Was waren die größten Bedenken?

CHANTAL DÜRINGER. Ich habe mich sehr über den neuen Lebensabschnitt gefreut.

Wie sind deine Kolleginnen?

CHANTAL DÜRINGER. Mein Team setzt sich aus einer Kanadierin, Thailand, Chinesin, Mexiko, Amerika und mir als einzige Europäerin zusammen. Natürlich entstehen manchmal Konflikte zwischen den Spielerinnen, aber die lösen sich meist wieder von selbst. Ab September 2019 werden die Kanadierin und ich zusammenn in einem Appartment off-Campus ziehen.

Wie ist das Studium?

CHANTAL DÜRINGER.  Studieren in Amerika ist anders als wie bei uns. Dort muss man zusätzlich zum gewählten Studium, zum Beispiel bei Biologie (wie bei mir) muss man allgemeine Kurse entweder Englisch, Mathematik oder auch andere wissenschaftliche Bereiche wie Geographie, Anthropologie oder auch Musik belegen. Das gilt nicht nur für internationale Studenten, sondern auch für Amerikaner. Das Studium gefällt mir aber sehr gut. Es ist bis jetzt noch sehr oberflächlich; erst nach einem Jahr muss man sich spezialisieren. Man kann sich das eigene Studium auch so vorstellen, dass man am Anfang einen leeren Topf hat, der mit gewissen Kursen gefüllt werden muss, aber wann und in welchem Zeitraum ist egal. Letztes Semester hatte ich einen GPA (Grade Point Average) von 3.8 was eigentlich ganz gut ist, das einzige „Problem“ war, dass wir sehr viele akademische Aufsätze schreiben, die von 4 bis 12 Seiten lang sind und jeder der jemals ein Academic-Paper verfasst hat, weiß wie viel Arbeit darin steckt.

Möchtest du weiter in den USA studieren?

CHANTAL DÜRINGER. Ja ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe und werde auf jeden Fall mein Studium an dieser Universität weiterführen.

Was machst du über den Sommer in deiner Heimat?CHANTAL DÜRINGER. Während meinen Semesterferien spiele ich weiter Turniere hier in Europa. Ich habe die Staatsmeisterschaften (Nationalen Offenen) in Zell am See, die dänischen Amateur Meisterschaften in Silkeborg, Dänemark und auch die Team EM in Sardinien schon gespielt. Als nächstes werde ich nach Wien fahren, um an den Jugend Staatsmeisterschaften teilzunehmen, danach geht es nach England zur Einzel EM, schließlich wieder retour nach Wien zu den Internationalen Österreichischen Meisterschaften, und zuletzt noch zu den Tschechischen Amateur Meisterschaften. Dann ist es eh schon wieder Zeit für mich nach Amerika zurückzufliegen und zwar am 20. August 2019.

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