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Das Miteinander ist in Wolfurt gelebte Praxis

Bürgermeister Christian Natter zog zum Ende der Funktionsperiode Bilanz.
Bürgermeister Christian Natter zog zum Ende der Funktionsperiode Bilanz. ©Harald Pfarrmaier
Im Gespräch mit wolfurt.vol.at lässt Bürgermeister Christian Natter die zu Ende gehende Periode Revue passieren. Der Gemeindechef lässt sich in die Karten blicken, wie er die künftige Entwicklung von Wolfurt sieht. Stolz ist Natter auf die gute, parteiübergreifende Zusammenarbeit.

Seit 11 Jahren lenkt Christian Natter als Bürgermeister die Geschicke von Wolfurt. Er folgte 2009 Erwin Mohr auf den Sitz des Gemeindechefs nach und regiert seit den letzten Gemeindewahlen 2015 mit einer ÖVP-Mehrheit von 19 von insgesamt 30 Mandaten. Fünf Sitze erreichten damals die Grünen und je drei Sitze gingen an SPÖ und FPÖ.

Für Zukunft vorgesorgt

Die Hofsteiggemeinde nahm in den letzten Jahren einen ordentlichen Aufschwung. Dies hat vor allem mit Wolfurts Wirtschaftspolitik zu tun, die für die Betriebe die notwendigen Rahmenbedingungen setzt und damit Betriebserweiterungen am Standort Wolfurt ermöglicht. Bürgermeister Christian Natter: „Dazu wurde das Betriebsgebiet Hohe Brücke entwickelt und infrastrukturell aufgewertet. Hier ging erst kürzlich ohne Instanzenweg das größte Umlegungsverfahren in Vorarlberg über die Bühne. Damit konnten wir die Weichen stellen, um Betriebsflächen zu generieren und auf Sicht neue, hochwertige Betriebe mit qualitativen Arbeitsplätzen anzusiedeln.“

Attraktiver Wohnort

Wolfurt ist andererseits bemüht, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Das zeigt sich in der regen Wohnbautätigkeit und der günstigen Zurverfügungstellung von Grundstücken an gemeinnützige Wohnbauträger. Wolfurt konnte sich schon in der Vergangenheit als attraktive Wohnsitzgemeinde etablieren. Die rege Wohnbautätigkeit tut ein übriges dazu, um entsprechenden Wohnraum für Wolfurterinnen und Wolfurter zu schaffen. Bürgermeister Natter sieht hier die Entwicklung realistisch: „Wir haben derzeit rd. 8.600 Einwohner. Unsere Gemeinde kann durchaus noch wachsen. Über die Größenordnung muss in den Gemeindegremien einmal nachgedacht werden, denn mehr Einwohner bedeuten für uns als Gemeinde ja auch ein mehr an Investitionen in infrastrukturelle Maßnahmen.“

Hohe Investitionen in Bildung

Hohen Stellenwert genießen die Kinderbetreuung und das Bildungswesen. Die schlägt sich auch in der Personalsituation nieder. Natter: „Wir haben derzeit in der Kinderbetreuung 47 Bedienstete, noch vor zehn Jahren fanden wir mit 23 Dienstposten das Auslangen.“ Große Projekt waren etwa der Neubau und Ausbau des Campus Bütze und der Bau der Musikschule.

Neue Qualität für einen ganzen Ortsteil

Ein großer Wurf gelang Wolfurt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Doppelmayr mit der Entwicklung im Ortsteil Rickenbach. Hier wurden inzwischen erfolgreich die Weichen für einen neuen Wohn- und Lebensraum gestellt. Mit Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes an der Hohen Brücke und der noch folgenden Absiedlung des Werks Kella kann in Rickenbach ein Areal von 30 Hektar neu gestaltet werden. Natter: „Ein erster Architektenwettbewerb durch Doppelmayr wurde bereits abgeschlossen und steht mit Wohnbau und Geschäftsflächen vor seiner Umsetzung.“ Angekauft in Rickenbach wurden von der Gemeinde Liegenschaften in der Brunnengasse. Dort wird ein Kinderhaus mit Familientreff errichtet.

Dorfzentrum auf Schiene

Fahrt nimmt derzeit auch die Neugestaltung des Dorfzentrums auf. Das Kirchdorf soll sich zum Zentrum mit Kirche, Handel, Dienstleistung, Marktplatz, Rathaus und Sozialzentrum entwickeln. Natter: „Wir haben inzwischen einen kooperativen Planungsprozess gestartet und noch im Herbst sollen hier Ergebnisse zur Erstellung einer städtebaulichen Studie vorgelegt werden.“ In Folge sind Architekten-Wettbewerbe für das neue Sozial- und Handelszentrum vorgesehen.

Schloßankauf war emotionalste Entscheidung

„Einer der emotionalsten Beschlüsse war für mich, der Ankauf von Schloß Wolfurt. Wir konnten damit das Wahrzeichen unserer Gemeinde sichern und es für die Allgemeinheit erhalten“, erinnert sich Bürgermeister Natter. Hier war es vor allem der extrem hohe Zuspruch aus der Bürgerschaft und die positive Stimmung für den Ankauf, die Wolfurt bestärkt haben, das Schloß zu erwerben. Nicht minder emotional sei für ihn die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an seinen Vorgänger Erwin Mohr gewesen, die erste Veranstaltung, die auf Schloß über die Bühne ging.

 

Seine schwerste Entscheidung sei es gewesen, sich aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit zu nehmen. „Das war nur möglich, dank einer kompetenten Vizebürgermeisterin, des sehr guten Teams im Rathaus und der guten Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg.“

Hervorragendes Miteinander

Ein ganz hervorragendes Zeugnis stellt Natter dem funktionierenden Miteinander in der Gemeinde, den Vereinen, den privaten Initiativen und auch der Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise aus. „Hier hat sich einmal mehr gezeigt, was wir für eine tolle Gemeinde sind, wie die Wolfurterinnen und Wolfurter zusammenhalten und in der Not füreinander einstehen.“

„Die Corona-Krise wird uns auch im Gemeindebudget noch Kopfzerbrechen bereiten. Mit entsprechender Zeitverzögerung werden wir das bei der Kommunalsteuer und den Ertragsanteilen zu spüren bekommen. An den auf dem Weg befindlichen Projekten wird es deshalb aber zu keinen Abstrichen kommen“, versichert Natter.

An Herausforderungen mangelt es in Wolfurt nicht. Natter nennt hier vor allem die Entwicklung des Dorfzentrums und die weiteren Umsetzungen im Quartier Rickenbach. Dort soll ein Nahversorger entstehen und es sollen weitere Geschäftsflächen etabliert werden.

KLAR-Programm

Wichtig ist für Bürgermeister Natter der Beitritt von Wolfurt zum KLAR-Programm. „Hier sind wir mit den sechs plan-b-Gemeinden mit dabei. Dieses Programm ergänzt und erweitert ideal andere klimarelevante Projekte in der Region.“ Dabei geht es um das gemeindeübergreifende Planen und Gestalten z.B. von Mobilitätsinfrastruktur, Erholungsräumen, Hochwasserschutzprojekten, Biotopverbunden und öffentlichem Grün. „Ein gemeinsames Handeln, das wirksame Möglichkeiten bietet, mit dem Klimawandel umzugehen.“ Wie Natter verdeutlicht, ist hier eines der Projekte die Fassaden- und Dachbegrünung des Rathauses.

Hohe Wahlbeteiligung erwünscht

„Wir haben in Wolfurt und in der Hofsteigregion ein tolles Miteinander, eine tolle Qualität in der Zusammenarbeit auch über Parteigrenzen hinweg. Dies für die Zukunft beizubehalten ist nicht selbstverständlich und muss täglich neu erarbeitet werden.“ Für den kommenden Wahlsonntag wünscht sich Natter, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, den Weg ins Wahllokal finden oder die Briefwahl nutzen. „Nur so wahrt man sich die Chance auf Mitbestimmung!“ HAPF

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