Danielson gewann Ö-Rundfahrt

Tom Danielson ist der große Sieger der 58. Österreich-Radrundfahrt. Der Topfavorit aus den USA verteidigte sein im Zeitfahren errungenes Gelbes Trikot auf der Schlussetappe von Podersdorf nach Wien.

Als bester Österreicher im Gesamtklassement belegte Christian Pfannberger Platz drei. Den Tagessieg sicherte sich der Italiener Fabrizio Guidi im Massensprint auf dem Wiener Rathausplatz. Danielson gewann einerseits seine erste Rundfahrt in Europa und andererseits als erster Amerikaner das wichtigste österreichische Radrennen. “Dabei war ich nicht einmal in wirklich sehr guter Verfassung”, meinte der 28-Jährige, der nach dem Giro d’Italia eine längere Pause eingelegt und sich auf seinen Saisonhöhepunkt, die Vuelta, vorbereitet hatte. “Dort will ich auf das Podest fahren”, erklärte die große Zukunftshoffnung des Armstrong-Teams Discovery Channel.

Nach 1.042 Gesamtkilometern brachte Danielson 16 Sekunden Vorsprung auf den Ukrainer Ruslan Pidgornij ins Ziel, Pfannberger verlor auf den 129 Kilometer nach Wien noch 15 Sekunden und beendete die Rundfahrt 1:27 Minuten hinter dem Sieger als Dritter. Drei Tage hatte der Steirer nach seiner spektakulären Fahrt auf das Kitzbüheler Horn das Leader-Trikot getragen, ehe es ihm Danielson im Zeitfahren auszog. Die Enttäuschung darüber hielt sich aber in Grenzen. “Der dritte Platz ist auch viel wert. Das ist ein guter Neustart”, erklärte Pfannberger, der eine Woche nach Ablauf einer umstrittenen zweijährigen Dopingsperre sein Comeback gegeben hatte.

Pfannbergers Elk-Haus-Teamkollege Thomas Rohregger gewann die Bergwertung und landete auf dem vierten Gesamtrang, Österreichs favorisierter Staatsmeister Bernhard Kohl auf dem fünften, der zweifache Rundfahrts-Sieger Gerrit Glomser auf dem achten. Danielson war voll des Lobes für die österreichische Konkurrenz. “Sie sind vor allem extrem starke Bergfahrer.”

Rabenschwarze Woche für Vorarlberger Volksbank-Team
Gerrit Glomser auf Rang acht war jedenfalls der beste aus dem Volksbank-Team. Der Teamkapitän erreichte Wien 4:41 Minuten hinter Danielson. “Gerrit machte noch das Beste daraus”, bilanzierte Bert Dietz, der Sportliche Leiter. “Insgesamt haben wir aber eine rabenschwarze Woche hinter uns. Da passte nur wenig zusammen. Ribi gab am zweiten Tag auf, Hungerbühler nach seinem schweren Sturz auf dem Weg nach Graz. Kein einziger unserer Fahrer kam problemlos über die Runden. Aber die Burschen haben Moral bewiesen.” Für Routinier Harald Morscher “waren da große Erwartungen, die nicht erfüllt wurden. Das Pech zog sich wie ein roter Faden durch die Rundfahrt. Das Positive: 2006 ist ein Lehrjahr für uns, in der kommenden Saison werden wir die Fehler korrigieren. Außerdem kommt bald die Deutschland-Tour, wo wir uns sicher besser präsentieren werden.”

Link zum Thema:
Österreich-Rundfahrt 2006
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