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Dach der Achbrücke strahlt golden

Im gleißenden Sonnenlicht fällt die Holzbrücke über die Bregenzerach noch mehr auf, die neuen Holzschindeln glänzen golden.
Im gleißenden Sonnenlicht fällt die Holzbrücke über die Bregenzerach noch mehr auf, die neuen Holzschindeln glänzen golden.

Reuthe. Der Bregenzerwald ist berühmt für seine Holzbaukunst – das “Wälderhaus” wurde sogar vor vielen Jahren als Motiv für den “100-Schilling-Schein” auserkoren. Doch nicht nur Häuser sind Zeugen dieser Handwerks­tradition, auch mehrere Brücken erzählen dazu Geschichten. Die berühmteste ist dabei die “Negrellibrücke” über die Subers­ach. Doch während an den Nebenflüssen der Bregenzerach noch einige gedeckte Holzbrücken zu bewundern sind, hat an der Bregenzerach nur eine “überlebt” – jene von Mellau nach Reuthe.

Besonderes Anliegen

Nicht nur deshalb gilt dieser Brücke beson
deres Augenmerk. “Sie ist von allen gedeckten Holzbrücken im Bregenzerwald auch jene, die geradezu auf dem viel zitierten Präsentierteller liegt, Tag für Tag steht sie im Blickfeld Tausender Autofahrer, die auf der L 200 unterwegs sind”, so der Mellauer Schindelfachmann Albert Hager, der mit dem Auftrag betraut worden war und es sich nicht nehmen ließ, die Arbeit zur Chefsache zu machen. Mit seinen Mitarbeitern werkte er persönlich auf dem Dach der Achbrücke, die nicht nur ein neues Dach erhielt, sondern auch in der übrigen Konstruktion erneuert wurde.

Unter Denkmalschutz

“Diese Brücke steht wie alle anderen gedeckten Holzbrücken des Landes unter Denkmalschutz”, so Hager. “Deshalb ist es für die Bregenzerwälder Handwerker natürlich Ehrensache, solche Zeugen einer vergangenen Epoche zu bewahren.” Bei der Brücke bei Reuthe-Mellau kommt noch eine Besonderheit dazu, denn die neue Achbrücke, die im Zuge des Neubaus der L 200 errichtet wurde, befindet sich direkt neben der gedeckten Holzbrücke – Zeugen aus zwei Generationen des Brückenbaus bieten sich damit zum interessanten Vergleich an.

Knapp 20.000 Schindeln

Dass an der Brücke gearbeitet wurde, ist auch optisch sichtbar: knapp 20.000 Schindeln, rund 70 auf jedem der 270-Quadratmeter-Dachfläche, glänzen im Sonnenlicht golden. Natürlich werden die neuen Schindeln im Laufe der Zeit verwittern und sich farblich den Wänden angleichen. Und diesmal soll das Schindeldach der 32 m langen Brücke länger halten. “Die Qualität der jetzt ersetzten Schindeln war offenbar nicht die beste”, so Hager, denn sie haben nur gut 20 Jahre gehalten. Für die neue Schindelung gibt es 40 Jahre Garantie, so der Schindelexperte. VN-STP

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