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Coronavirus: Von der Fledermaus über das Pangolin zum Menschen

Gefährliche Virenüberträger.
Gefährliche Virenüberträger. ©APA, dpa
Covid-19: Das "Pangolin", ein Schuppentier, diente vermutlich bei der Übertragung auf den Menschen als Zwischenwirt.

Den Erbgut-Eigenschaften des Coronavirus nach gäbe es zwei mögliche Szenarien, wie der Corona-Erreger entstanden ist, berichten Forscher im Fachjournal "Nature Medicine": Erstens kann es seine gefährlichen Eigenschaften (Pathogenität) durch die natürliche Auslese in Tieren entwickelt haben und dann zu Menschen übergesprungen sein. Das passierte bei den früheren Coronavirus-Ausbrüchen von Schleichkatzen (SARS) und Kamelen (MERS). Am ehesten käme SARS-CoV-2 von Fledermäusen, weil es einem Fledermaus-Coronavirus stark ähnelt. Da es jedoch keinen Nachweis für eine direkte Übertragung von Fledermäusen auf Menschen gibt, war wahrscheinlich ein anderes Tier als "Zwischenwirt" involviert, meinen die Forscher. Laut diesem Szenario hätte die Epidemie sofort begonnen, als das Virus erstmals in Menschen auftauchte, da es seine Krankheitserregenden Eigenschaften dann schon hatte.

Schuppentier als "Zwischenwirt"

Als zweite Möglichkeit könnte das Virus noch vergleichsweise harmlos gewesen sein, als es von einem anderen Tier zum Menschen kam. Dann hätte es seine Gefährlichkeit erst in Menschen entwickelt. Schuppentier-Coronaviren haben teils sehr ähnliche Enterhaken(RBD)-Strukturen und sie könnten direkt oder über Zwischenwirte in Menschen gelangt sein. Das Spike Protein bei SARS-CoV-2 hat aber noch eine andere gefährliche Eigenschaft, es kann nämlich menschliche Zellen gut aufbrechen, um anschließend einzudringen. Diese Eigenschaft hätte sich in diesem Szenario am ehesten im Menschen entwickelt, und die Epidemie ausgelöst, weil das Virus sich dadurch viel besser unter den Menschen ausbreiten konnte. "Es ist aber schwer bis unmöglich zu wissen, welches der beiden Szenarien am ehesten zutrifft", erklärt Andrew Rambaut von der University of Edinburgh.

Wildtiermarkt in Wuhan

Es wird auch darüber spekuliert, dass das Coronavirus auf einem der exotischen Wildtiermärkte im chinesischen Wuhan erstmals von einem Pangolin auf einen Menschen übertragen wurde. Das Fleisch der Tiere gilt in China und anderen asiatischen Ländern als Delikatesse. Die traditionelle chinesische Medizin schreibt den Schuppen eine heilende Wirkung zu, obwohl sie wie menschliche Fingernägel ausschließlich aus Keratin bestehen. Über den Schmuggel der Tiere könnte sich auch das Coronavirus verbreitet haben. Chinesischen Wissenschaftern zufolge stammt SARS-CoV-2 nämlich zu 99 Prozent von ihnen ab.

Coronavirus nicht aus dem Labor

Forscher inspizierten das Erbgut des Corona-Pandemie Erregers (SARS-CoV-2) und berichten im Fachjournal "Nature Medicine": "Unsere Analyse zeigt klar, dass es kein Konstrukt aus dem Labor oder absichtlich verändertes Virus ist." Es habe seine Gefährlichkeit durch natürliche Prozesse in Tieren entwickelt, bevor es zum Menschen übersprang, oder erst in zunächst sehr wenigen Patienten, erklären sie.

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