CL-Quali: Salzburg in der nächsten Runde

Minamino sorgte für den 1:0-Sieg im Rückspiel der CL-Quali.
Minamino sorgte für den 1:0-Sieg im Rückspiel der CL-Quali. ©APA
Red Bull Salzburg hat die erste Hürde auf dem Weg zur erstmaligen Teilnahme an der Fußball-Champions-League bravourös überwunden.

Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen Shkendija Tetovo gab sich der Meister am Dienstag keine Blöße. Salzburg siegte in Skopje nach einem soliden Auftritt 1:0 (0:0). Die “Bullen” waren bereits mit einem 3:0-Heimsieg im Gepäck nach Mazedonien gereist.

Der eingewechselte Takumi Minamino traf in der 92. Minute nach einem schweren Abwehrfehler. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose zog zum insgesamt siebenten Mal in der Clubgeschichte in die finale Qualifikationsphase der Champions League ein. Im Play-off wartet auf Salzburg der Sieger des Duells zwischen Spartak Trnava und Roter Stern Belgrad. Das Hinspiel bestreiten die Salzburger am kommenden Dienstag auswärts. Fest steht bereits, dass Salzburg im Fall eines neuerlichen Scheiterns fix in der Europa-League-Gruppenphase steht.

Rose baute im Nationalstadion Filip II. Makedonski, wo Shkendija aufgrund einer für den Europacup nicht geeigneten Heimstätte antreten muss, auf eine eingespielte Mannschaft. Von der Elf des Hinspiels fehlte nur der gesperrte Zlatko Junuzovic, anstelle des Ex-Teamspielers rückte Amadou Haidara nach. Andreas Ulmer war nach seinen Wadenproblemen am Wochenende fit.

“Bullen” blieben konzentriert

Shkendija begann vor schütterer Kulisse forsch, es war dennoch Salzburg, das durch Munas Dabbur die frühe Führung am Fuß hatte. Der israelische Torjäger schlug nach einer Vorlage von Sturmpartner Reinhold Yabo jedoch wenige Meter vor dem gegnerischen Gehäuse am Ball vorbei (5.). Der Auftritt der “Bullen” blieb danach konzentriert, an ihre Grenzen mussten sie nicht wirklich gehen. Dass sie ihren Vorsprung nicht nur verwalten wollten, machten die Salzburger dennoch klar.

Der Spielaufbau der Mazedonier wurde früh gestört, die Hausherren vermochten sich kaum gefährlich vor Salzburgs Strafraum zu spielen. In der 25. Minute lag der Ball nach einem Ramalho-Kopfball im Anschluss an einen Eckball sogar im Tor von Shkendija, der ungarische Schiedsrichter Tamas Bognar sah aber zuvor ein Foul des Brasilianers. Shkendija gefährdete die Torsperre von Salzburg-Goalie Cican Stankovic bis zur Pause bei einigen Weitschüssen nicht.

Turbulenter Start in zweite Halbzeit

Turbulent gestalteten sich die ersten Minuten nach Wiederanpfiff. Erneut legten die Mazedonier los, ließen durch ihr frühes Attacken aber die Defensivarbeit schleifen. Xaver Schlager fand den losstartenden Yabo, der uneigennützig für Hannes Wolf auflegte. Der schoss über das leere Tor (48.). Zwei Minuten später war Wolf erneut freigespielt, der Mittelfeldmann scheiterte aber an Shkendija-Torhüter Kostadin Sachow.

In Folge gab es Aufregung um Strafraumszenen hüben wie drüben. Shkendijas Angreifer Besart Ibraimi fiel zunächst im Strafraum nach einem Zweikampf mit Marin Pongracic. Bognar gab ebenso keinen Elfmeter wie nach einem Zupfer am Trikot von Dabbur. Anders als in der ersten Spielhälfte hielten sich beide Mannschaften nun wenig im Mittelfeld auf, wobei Shkendija den Salzburgern vor allem durch Ibraimi durchaus Probleme bereitete.

Stankovic agierte aber sicher und ließ sich in seinem fünften Saisoneinsatz zum vierten Mal nicht bezwingen. Dass Salzburg im sechsten Saisonspiel zum sechsten Mal als Sieger vom Platz ging, war einem verheerenden Rückpass von Stenio Junior zu verdanken. Der Brasilianer bediente Minamino damit ideal, der Japaner hatte keine Probleme. 17:1 lautet Salzburgs Torbilanz nun nach Spielen in ÖFB-Cup, Liga und Europacup.

Belgrad ist Salzburgs Gegner im Play-off

Salzburg trifft im Play-off der Qualifikation zur Fußball-Champions-League auf Roter Stern Belgrad. Der serbische Traditionsclub setzte sich in der dritten Qualifikationsrunde gegen den slowakischen Meister Spartak Trnava nach einem 2:1-Auswärtssieg nach Verlängerung durch. Nach 90 Minuten war es Dienstagabend wie am Ende des Hinspiels in Belgrad 1:1 gestanden.

Nemanja Radonjic erzielte vor 18.000 Zuschauern in Trnava in der 98. Minute den entscheidenden Treffer. Der auch bei der WM in Russland im Einsatz gewesene serbische Internationale verwertete nach einem weiten Ball mit einem platzierten Schuss ins Tor. Dabei war Trnava durch Marek Bakos in der 6. Minute früh in Führung gegangen. Der für die Komoren spielende El Fardou Ben Nabouhane erzielte aber nur eine Minute später nach einem Stellungsfehler der Spartak-Hintermannschaft per Kopf den Ausgleich.

In der Nachspielzeit der Verlängerung vergab Trnava noch einen Elfmeter. Bei den Slowaken saß der österreichische Legionär Fabian Miesenböck über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Sein Landsmann Marvin Egho fehlte Spartak aufgrund einer Knieblessur, Kubilay Yilmaz wurde für den Europacup nicht genannt.

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