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Christoph Längle: Vorarlberger Freiheitliche lege "DDR-Methoden" an den Tag

©VOL.AT/Sams
Christoph Längle und Kornelia Ender widersprechen der Darstellung, dass der Rücktritt der leitenden Mitglieder der Ortsgruppe Götzis nur aufgrund eines Listenplatzes stattgefunden habe. Vielmehr gehe es um den Umgang der Landespartei mit den Ortsgruppen.
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Bundesrat Christoph Längle habe nicht nur aufgrund eines Listenplatzes die FPÖ verlassen, erklärt er gegenüber VOL.AT. So habe die Landespartei die Arbeit der Ortsgruppe nicht anerkannt. Als man dann noch von ihm verlangt habe, dass er den dritten Listenplatz für den Bezirk Feldkirch nur bekomme, wenn er bereits im Vorfeld schriftlich auf den Einzug in den Landtag verzichte, habe er einen Schlussstrich gezogen. Wenn man relevante Listenplätze im Vorfeld im Stillen Kämmerlein aushandle, habe dies mit Demokratie nichts mehr zu tun. “Dass man als Quereinsteiger sofort Listenplätze versprochen bekommt und eigentlich alles in Bregenz von wenigen Leuten hinter verschlossenen Türen ausgemacht wird, man eigentlich eine Art Diktatur, eine Art DDR-Methode an den Tag legt und über die Ortsgruppen und die Parteibasis drübergefahren wird, finde ich sehr bedauerlich und sehr bedenklich”, erklärt Längle im Telefoninterview mit VOL.AT.

Ortsgruppe im Clinch mit Landespartei

Ähnlich die Kritik der Fraktionsobfrau Kornelia Ender, welche seit 1991 in der Partei war und lange Jahre als Sekretärin bei der Landespartei beschäftigt war. Die Zusammenarbeit sei mit Dieter Egger noch sehr gut gewesen, mit Reinhard E. Bösch auch noch gut. Dieser habe aufgrund seines Nationalratsmandats viel an die Landesleitung abgetreten, ihr Verhältnis zu Landesgeschäftsführer Christian Klien bezeichnet sie selbst als schwierig. Dieses sei schlussendlich auch der Grund gewesen, warum sie bei der Landespartei gekündigt habe. “Die Ortsgruppe Götzis war auch außerhalb von Wahlkämpfen eine der aktivsten – und dann lässt man uns ausrichten, dass wir unter Beobachtung stehen”, beschreibt sie die angespannte Beziehung zur Landespartei.

Heimlichtuerei innerhalb der Parteistrukturen

Bereits bei der Nationalratswahl 2018 seien Sachen gelaufen, die sie nicht mehr mittragen wollte. Ender kritisiert ebenfalls Heimlichtuerei in Bregenz, vor allem bezüglich Quereinsteigern. Selbst Ortsgruppen und Parteimitgliedern in leitenden Positionen erführen von diesen erst bei der offiziellen Präsentation. Aufgrund der Entwicklung der Partei in den vergangenen beiden Jahren habe Ender schon gut ein Jahr lang über einen Parteiaustritt nachgedacht, bei den anderen Gemeindevertretern sei es ähnlich gewesen. Nun hätte die Ortsgruppe bewusst die Wähler täuschen sollen im Wissen, dass Längle zwar antreten, aber nie im Landtag sitzen dürfen würde. “Ich musste nicht einmal nachdenken, als ich aus der Partei ausgetreten bin”, erinnert sie sich an die vergangenen Wochen zurück. “Ich will noch in den Spiegel sehen und unter die Leute gehen können”, verteidigt sie diese als Gewissensentscheidung.

FPÖ mit Quereinsteigern gute Erfahrungen

Mit Quereinsteigern sind die Freiheitlichen bei der letzten Landtagswahl nicht schlecht gefahren. Der frühere Vorarlberg-heute-Moderator Christoph Waibel kämpfte sich 2014 im Bezirk Dornbirn über Vorzugsstimmen vom vierten auf den zweiten Listenplatz vor. Längle konnte sich damals ebenfalls über Vorzugsstimmen einen Listenplatz von vier auf drei vorkämpfen und zog so an Rudolf Jussel vorbei in den Landtag. Schlussendlich wurde er jedoch als Nachfolger für Cornelia Michalke in den Bundesrat gewählt. Die Webseite der FPÖ Götzis ging im Laufe des Donnerstag Nachmittag vom Netz und ist derzeit nicht erreichbar.

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