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Christliche Tradition mit Esel und Palmbuschen

In Dornbirn-Hatlerdorf wurde Palmsonntag mit Palmbuschen und Esel gefeiert.
In Dornbirn-Hatlerdorf wurde Palmsonntag mit Palmbuschen und Esel gefeiert. ©Edith Hämmerle
Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem und öffnet das Tor zur Karwoche.
Palmsonntag im Hatlerdorf

Dornbirn. Es sind schon über zehn Jahre her, dass Lily, die Eselin aus direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche St. Leopold, am Palmsonntag der Mittelpunkt der Kinder ist. Immer, wenn der Priester die Palmbuschen auf dem Kirchplatz segnet, steht Lily mitten im Geschehen. Es erweckt den Anschein, als wären ihr die vielen Streicheleinheiten der Kinder willkommen. Anika war es, die in den letzten Jahren auf dem Rücken der Eselin ritt. Heuer übernahm ihre kleinere Schwester Elisa den Ehrenplatz auf dem Vierbeiner, der sich von ihrer größeren Schwester an der Kordel führen ließ. Nach der Segnung der zum Teil kunstvoll kreierten Palmbuschen hielten die Besucher Einzug in das Gotteshaus. Angeführt von Lily, die mutig, ebenso wie die kleine Reiterin auf ihrem Rücken, die Treppen zum Portal hinaufstieg. Als ihr bei der Ehrenrunde durch die Kirche alle Kinder mit ihren Palmbuschen zuwinkten, hätte man meinen können, Lily sei ein bisschen stolz darauf, weil doch sie einen Teil dazu beiträgt, dass die Kinder am Palmsonntag besonders gerne zum Familiengottesdienst kommen. Und nicht zuletzt, weil sie es ist, die daran erinnert, dass auch Jesus am Palmsonntag auf einem Esel geritten kam und in Jerusalem unter großem Jubel Einzug hielt. Mit dieser biblischen Tradition wird das Tor zur Karwoche geöffnet. Palmsonntag eröffnet für Christen auch den Weg, den Jesus damals vom Hosianna bis zur Kreuzigung auf sich nahm.

Einzug in die Kirche

Das große Gotteshaus St. Leopold füllte sich bis in die hinteren Reihen. Kinder durften den Familiengottesdienst mitgestalten, den Pfarrer Christian Stranz zelebrierte. Einen Rückblick auf die Passionszeit las Lisi Christof. Dazu brachten einige Mädchen und Buben sichtbare Zeichen, wie das Kreuz, oder einen großen Krug mit Wasser gefüllt sowie eine große Schüssel zur Fußwaschung zum Altar. Eine Gruppe von Kindern sang Lieder, die von Ursula Waldhof (Lehrerin an der VS Leopold) und Wolfgang Waldhof (VS-Lehrer Oberdorf) auf der Gitarre begleitet wurden. EH

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