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Chaos-Etappe auf der Ö-Tour

Der niederländische Radprofi Marten Den Bakker (Rabobank) hat am Mittwoch nach einem stattgegebenen Protest die kuriose dritte Etappe der Österreich-Rundfahrt über 179 Kilometer von Lienz nach Kitzbühel gewonnen.

Verwirrung um den Sieger nach der dritten Etappe der Österreich-Rundfahrt von Lienz nach Kitzbühel: Giuseppe Palumbo hatte im Finish so wie drei seiner Fluchtgefährten die falsche Strecke gewählt, daher fiel der Sieg Marten den Bakker zu, der von den sechs Ausreißern so wie Przemislaw Niemec richtig gefahren war. Palumbo wurde an die dritte Stelle gereiht. Der Italiener war an der Spitze der Ausreißer hinter den von der offiziellen Strecke abbiegenden Begleitfahrzeugen nachgefahren und fand sich vor einer Absperrung wieder. Er sprang so wie Marco Serpellini, Frazer MacMaster (Volksbank Vorarlberg) und Jürgen van de Walle über das Gitter und sprintete zum vermeintlichen Sieg. “Ich kann nicht jede Straße in Österreich kennen”, meinte der 29-Jährige verärgert. Doch die Regeln sind klar: Jeder Fahrer ist selbst dafür verantwortlich, die richtige Strecke zu wählen.

Marten den Bakker, der neun Mal die Tour de France gefahren ist, holte sich in Österreich einen Sieg, über den er sich erst mit Verspätung freuen durfte. Für den 36-jährigen Rabobank-Profi, in den Rundfahrten und Klassikern wertvoller Helfer von Michael Boogerd und Oscar Freire, war die Sache klar: “Ich habe die richtige Linie gewählt, die vor mit platzierten Fahrer sind falsch gefahren.”

Schon nach rund zehn Kilometern hatte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe gebildet, der Hans Peter Obwaller als einziger Österreicher angehörte. Am Felbertauernpass hatten die Ausreißer gut drei Minuten Vorsprung, doch gleich danach im Tunnel hatte der Salzburger Defekt. Obwaller verlor den Anschluss und wurde vom Feld geschluckt. Sein Pech war das Glück der anderen “Flüchtlinge”. Denn eine Spitzengruppe mit dem Gesamt-Neunten (+2:50) wäre wohl schärfer gejagt worden, als jenes verbliebene Sextett, in dem Jürgen van de Walle mit 6:13 Minuten Rückstand Gesamt-Bester war.

So verbrachten die Bestplatzierten der Gesamtwertung im Feld einen ruhigen Tag und konnten Kräfte für die Kletterei auf das Kitzbühler Horn (10 km/Höhendifferenz 910 m) am Donnerstag schonen. Das von Harald Morscher angeführte Feld hatte 2:30 Minuten Rückstand, der Vorarlberger war als Siebenter bestplatzierter Österreicher der Etappe. Der Spanier Juan Miguel Mercado verteidigte das Gelbe Trikot erfolgreich.

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Österreich-Rundfahrt

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