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Chancen von Klien gesunken: Sauber holte De la Rosa

Die Chancen des Hohenemsers Christian Klien auf ein Cockpit in der Formel-1-Saison 2010 sind weiter gesunken. Das BMW Sauber-Team nahm mit dem Spanier Pedro de la Rosa den zweiten Fahrer für die anstehende Saison unter Vertrag.

Der 38-Jährige wird gemeinsam mit dem 15 Jahre jüngeren Japaner Kamui Kobayashi die WM-Saison 2010 in Angriff nehmen, wie das Schweizer Team am Dienstag mitteilte.

Klien war in der vergangenen Saison als Test- und Ersatzfahrer bei BMW Sauber unter Vertrag gestanden und hatte sich deshalb Hoffnungen auf einen Platz im Team gemacht. Der Hohenemser wähnte sich laut eigener Aussage auch in einer aussichtsreichen Position. “Ich war während der letzten zwei Monate durchschnittlich alle zehn Tage in Hinwil, um mich mit den Ingenieuren in den diversen Entwicklungsabteilungen über die Entwicklung des 2010er Rennfahrzeuges zu besprechen”, berichtete Klien in einem Statement vom Dienstag.

Die späte Entscheidung des privaten Schweizer Teams, in die WM zu starten, hätten die Rahmenbedingungen für den Rennstall aber nicht vereinfacht. Dass ihm nun der routinierte De la Rosa vorgezogen wurde, war für Klien (“Es war mir schon früh klar, dass De la Rosa mein schärfster Konkurrent um das Sauber-Cockpit ist”) keine Überraschung. Zuletzt war auch der Italiener Giancarlo Fisichella als aussichtsreicher Kandidat auf das vakante Cockpit genannt worden.

Sich vorzeitig von seinem Traum von einer baldigen Rückkehr in die Formel 1 verabschieden will sich Klien dennoch nicht. Noch haben nicht alle Equipen ihre Fahrer-Paarungen genannt. “Mit zwei dieser Teams stehe ich derzeit in intensiven Verhandlungen. Das Ziel ist ein Renncockpit und die Chancen darauf sind nach wie vor intakt”, berichtete der 26-Jährige, der sein bisher letztes Rennen am 10. September 2006 in Monza für Red Bull bestritten hatte. Konkrete Namen wolle er aber nicht nennen. Offene Plätze gibt es derzeit noch bei Renault, Toro Rosso, Campos Meta und USF1.

Unbestritten sei jedoch, dass die Zeit drängt. “Theoretisch kann die Fahrerfrage bis kurz vor dem ersten Rennen in Bahrain im März entschieden werden. Die Logik sagt uns aber, dass es Sinn macht, vor den ersten Testfahrten, die je nach Team Anfang bzw. Mitte Februar beginnen werden, seine Fahrer unter Vertrag zu haben”, urteilte Klien. Trotzdem sei es aufgrund der massiven Umstrukturierung in der Motorsport-Königsklasse aus seiner Sicht nicht zwingend notwendig, die Fahrerfrage schon so früh wie möglich zu klären. Ein weiteres Jahr als Testpilot sei für ihn zwar vorstellbar, dennoch: “Das klare Ziel ist, Rennen zu fahren.”

De La Rosa war in den vergangenen sieben Jahren als Test- und Ersatzfahrer bei McLaren-Mercedes unter Vertrag. Der Routinier verfügt über die Erfahrung von 71 Grand-Prix-Starts. “Ich habe immer daran geglaubt, dass ich wieder eine Chance als Stammfahrer bekomme. Seit die Testfahrten so extrem limitiert wurden, habe ich darauf hingearbeitet”, meinte der in Zürich lebende Spanier, der seit seinem WM-Debüt 1999 für Arrows auch für Jaguar (2001 und 2002) gestartet war.

Sauber-Teamchef Peter Sauber traute seinem Fahrer-Duo in der kommenden Saison “einiges zu”. “Die Kombination aus einem Routinier und einem Nachwuchsmann hat sich schon mehrfach als sehr fruchtbar erwiesen”, meinte Sauber. “Entscheidend ist natürlich, dass wir ihnen einen gutes Auto zur Verfügung stellen, und auch diesbezüglich sehe ich die Entwicklung im Haus sehr positiv.”

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