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Cancellara holte Zeitfahr-WM

Fabian Cancellara hat sich am Donnerstag in Salzburg in überlegener Manier den Weltmeistertitel im Zeitfahren gesichert. Der Schweizer siegte deutlich vor David Zabriskie und Alexander Winokurow.

Fabian Cancellara hat sein Versprechen in eindrucksvoller Manier eingelöst. Der 25-Jährige hatte im Vorfeld des WM-Zeitfahrens in Salzburg seinen ersten Weltmeistertitel in der Elite angekündigt. Im Rennen am Donnerstag verwies er den US-Amerikaner David Zabriskie (1:30 Min. zurück) und den Kasachen Alexander Winokurow (1:50) deutlich auf die Plätze. Die Österreicher Peter Luttenberger (4:13) und Thomas Rohregger (7:35) kamen auf die Plätze 23 bzw. 47.

Zur Enttäuschung des Tages mutierte der Australier Michael Rogers, der den WM-Titel im Kampf gegen die Uhr zuletzt dreimal in Folge eingefahren hatte. Der Titelverteidiger kam nicht über Rang acht hinaus. Dafür strahlte Cancellara über das ganze Gesicht. “Das war ein perfekter Tag. So gut bin ich in meinem ganzen Leben noch nie gefahren”, erklärte der Zeitfahr-Spezialist, der sich in der vergangenen Saison noch mit Bronze hatte zufrieden geben müssen. Cancellara legte den 50,8 Kilometer langen und von rund 40.000 Besuchern gesäumten Kurs in 1:00:11 Stunden zurück und durchbrach damit als einziger der 52 klassierten Fahrer die Schallmauer von 50 km/h Schnitt – 50,66. “Ich fühlte mich einfach stark. Alles ist so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe”, sagte der Schweizer, der in der laufenden Saison bereits den Klassiker Paris – Roubaix gewonnen hatte.

Pech hatte Vuelta-Sieger Winokurow. Dem Kasachen, der auch im finalen Straßenrennen der WM am Sonntag einer der Mitfavoriten ist, sprang bereits im ersten Renndrittel die Kette heraus. “Weltmeister wäre ich aber ohnehin nicht geworden. Dieser Defekt hat nur zwischen Platz zwei und drei entschieden”, meinte Winokurow. “Ich bin trotzdem glücklich.”

Wie Zabriskie und Cancellara fährt auch Luttenberger für das dänische Team CSC. Für seine im Zeitfahren mit lediglich 60 Kilogramm nicht optimalen körperlichen Voraussetzungen hatte der Steirer das Maximum herausgeholt. “Das war absolut im Rahmen. Ich bin recht zufrieden, auch wenn sich das in der Platzierung nicht so deutlich widerspiegelt”, sagte der 33-Jährige nach seiner womöglich letzten WM. Seine Kräfte hatte sich Luttenberger, dem eine lockere Hinterradbremse zu schaffen machte, gut eingeteilt. „Ich habe durchgezogen und den Speed bis zum Ende gehalten.”

Im Vergleich zum Routinier passierte dem WM-Debütanten Rohregger ein folgenschwereres Missgeschick. Der Tiroler verlor kurz nach dem Start seine Trinkflasche, im Zeitfahren ist keine Versorgung aus dem Auto erlaubt. “Ich bin dadurch leicht dehydriert und habe gegen Ende Krämpfe bekommen”, erklärte der 22-Jährige, der noch auf einen Vertrag bei einem ProTour-Team für die kommende Saison hofft. Angesichts der mutmaßlichen Dopingvergehen der österreichischen U23-Fahrer äußerte Rohregger Unverständnis. “Ich konzentriere mich auf meine Karriere.”

Links zum Thema:
Rad-WM 2006 in Salzburg
Österreichischer Radsportverband

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