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Campus Schendlingen: Keine Klassenzimmer im Kindergarten St. Gebhard

Die Volksschule Schendlingen und der Kindergarten St. Gebhard grenzen aneinander.
Die Volksschule Schendlingen und der Kindergarten St. Gebhard grenzen aneinander. ©VOL.AT, APA
Bregenz. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Neubau des Kindergarten St. Gebhard. Auch wenn der Campus Schendlingen mehr Schüler beherbergt als erwartet, werde der neue Kindergarten keine Klassenräume erhalten.
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Seit September ist der Campus Schendlingen die neue Heimat der Volksschule Schendlingen. Bereits im Sommer zeichnete sich ab, dass man nicht von Anfang an alle Klassen in dem neuen Gebäudekomplex unterbringen kann. Beim Beginn der Planungen 2012 wurden mit drei Volksschul- und zwei Vorschulklassen geplant.

Mehr Schüler als geplant

Durch unerwartet starken Zuzug und der Flüchtlingsmigration 2015 hat man nun mehr Schüler als erwartet und eine zusätzliche, vierte Volksschulklasse. Diese wird nun dieses Schuljahr gemeinsam mit den Vorschulklassen in der Volksschule Rieden unterrichtet, bevor nächstes Jahr alle Klassen in das neue Schulgebäude ziehen sollen.

Stadt baut Kindergarten doppelt so groß neu

Im alten Schulgebäude sind auch noch Teile des Kindergarten St. Gebhard untergebracht. Für einen Zeitraum zwischen 50 und 70 Jahren wird die Pfarre der Stadt dafür das Recht einräumen dort einen Kindergarten zu betreiben. Das angrenzende Kindergartengebäude wird nun von der Stadt Bregenz für indexangepasste 18.000 Euro pro Jahr gepachtet und durch einen Neubau ersetzt. Dies geschieht aus zwei Gründen: Künftig sollen im Kindergartengebäude neben der Kirche sechs statt drei Gruppen Platz finden. Und das Gebäude aus den 1960er-Jahren sei so marode, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich sei wie es aus der Gemeindestube heißt.

Kindergarten für schulische Zwecke nutzen

Gleichzeitig habe sich aber die Stadt das Recht gesichert, das neue Kindergartengebäude auch für schulische Zwecke nutzen zu dürfen. Der Kindergarten soll jedoch nicht als Ausweichquartier für Schulklassen dienen, die im neuen Campus keinen Platz finden, versichert Stadtsprecher Thomas Baumann. Vielmehr sehe man in Bregenz Kinderbetreuung und -bildung als ein gemeinsames Thema und wolle sich nur die Option für gemeinsame oder schulübergreifende Veranstaltungen sichern. Dabei handle es sich eher um eine prinzipielle Absicherung, um sich Möglichkeiten offen zu halten.

Kindergarten mit Reserven für Zukunft

Dass der Kindergarten nun doppelt so groß werde wie der alte, habe eher mit gesellschaftlichen Tendenzen zu tun. “Kinderbetreuung wird immer wichtiger, die Gruppen tendenziell kleiner um eine bessere Betreuung zu ermöglichen”, betont Baumann. Hinzu komme, dass man einen Neubau auch mit Kapazitäten ausstatten muss, um in Zukunft auch wachsen zu können. Allein deshalb brauche es schon Platz für drei zusätzliche Kindergartengruppen.

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