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Campus-Pläne noch unter Verschluss

Der "Campus Scientia"
Der "Campus Scientia" ©VN-Grafik
Lochau – In Lochau ist Vorarlbergs erste Privat­universität geplant. Grüne und SPÖ kritisieren fehlende Information zu Lochauer Uni-Projekt.

Ab 2014 sollen dort Studenten über nachhaltiges Bauen lernen. Zuvor muss aber der „Campus Scientia“ gebaut werden. Dass auch die entsprechenden Räumlichkeiten nachhaltig sind, daran arbeiten derzeit Projektbetreiber, Gemeinde und Land in einer Arbeitsgruppe.Denn geplant ist auf dem 28.000 Quadratmeter großen ehemaligen Rupp-Areal weit mehr als nur ein paar Vorlesungsräume. Ein neues Quartier soll entstehen, samt Büros, Geschäften, Restaurant, einem Hotel und zahlreichen Wohnungen. Bis zu 300 Wohnungen waren geplant, die tatsächliche Zahl steht aber noch nicht fest. „Es könnten deutlich weniger werden“, sagt der Geschäftsführer des Projektbetreibers Universalis, Roland Pircher. Er hat auch schon das Hotel- und Wohnprojekt am Kaiserstrand entwickelt. Pircher verspricht ein „erfolgreiches, zukunftsfähiges Projekt mit gemischter Nutzung“. Also studieren, wohnen und arbeiten.

Stillschweigen vereinbart

Genauere Informationen werden derzeit nicht preisgegeben. Bis der „Masterplan“ vorliegt – frühestens im Februar – haben die Betreiber mit den Gemeindevertretern ein Stillschweigeabkommen getroffen.Dass die Bevölkerung über ein derart großes Projekt nicht ausreichend informiert wird, beklagen Grüne und SPÖ. „Man soll die Lochauer informieren, bevor alle Entscheidungen gefallen sind“, fordert Grünen-Ortsobmann Frank Matt. Auch SPÖ-Vorsitzende Sylvia Vauti sieht es so: „Hier wird ein neuer Ortsteil aus dem Boden gestampft. Die Bürger müssen in die Planung eingebunden werden.“ Sie will das Thema auch auf der heutigen Gemeindevertretungssitzung ansprechen.

„Keine Ferienwohnungen“

Das Projekt „Campus Scientia“ begrüßen alle Parteien. Wie es schlussendlich aussieht, darüber wird diskutiert. Matt will sicherstellen, „dass nicht dieselben Fehler wie am Kaiserstrand gemacht werden.“ Er spielt damit etwa auf das geplante Gesundheitszentrum an, das nun ein „Haus am See“ mit Wohnungen und Büros wird. Die Gemeinde müsse sicherstellen, dass die Universität tatsächlich kommt und Leben einzieht. Matt verweist auch auf die vielen Ferienwohnungen am Kaiserstrand. 40 Prozent werden als Nebenwohnsitz genutzt. Hauptwohnsitze würden der Gemeinde mehr Einnahmen bescheren.ÖVP-Bürgermeister Xaver Sinz kann der Kritik wenig abgewinnen: „Das wird ein tolles, neues Quartier. Kein Getto. Auch am Kaiserstrand wurde etwas Tolles geschaffen.“ Er erwartet sich Synergien durch das Campus-Projekt. „Vor Wohnungen muss man keine Angst haben. Und durch die verdichtete Bauweise kommt es zu wenig Landverbrauch.“

Dass keine „kalten Betten“ durch leere Ferienwohnungen entstehen, dem könne man durch entsprechende Verträge einen Riegel vorschieben. „Die Grünen wollen alles madig machen. Wir müssen den Mut haben in die Zukunft zu blicken und nicht die gleichen Dorfstrukturen weiterstricken“, sagt Sinz. „Gerade für die Bildung braucht man Aussicht und Weitsicht.“

Campus Scientia

Geplant sind eine Universität mit ca. 300 Studenten, Wohnungen, Büros, Geschäfte, Hotel, Restaurant und Veranstaltungssaal am ehemaligen Rupp-Areal in Lochau.

Projektbetreiber: Universalis (zu 50 Prozent ist das Lauteracher Bauunternehmen Schertler-Alge beteiligt, zu je 25 Prozent „Bauart“ und der Innsbrucker Bauträger „Future Life“)

Investitionen: 70 bis 90 Mill. Euro

Fertigstellung: voraussichtlich 2014

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