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Bush bleibt im Weißen Haus

US-Präsident George W. Bush bleibt im Weißen Haus. Sein demokratischer Herausforderer John Kerry beendet am Mittwochmittag mit dem Eingeständnis seiner Niederlage die stundenlange Zitterpartie bei der Auszählung der Stimmen nach Schließung der Wahllokale.

Damit gab Kerry auch das Rennen in dem bis zuletzt umkämpften Staat Ohio auf, dessen Wahlmännerstimmen den Ausschlag für den Ausgang der Präsidentenwahl gaben. Mit den 20 Stimmen aus Ohio kommt Bush auf eine Mehrheit in dem Wahlkollegium, das im Dezember den Präsidenten kürt.

Bis zuletzt hatten Kerrys Demokraten ihre Hoffnungen auf zigtausende so genannter provisorischer Stimmen in Ohio gesetzt, die erst in den kommenden Tagen ausgezählt werden sollten. Offenbar war der Vorsprung Bushs jedoch kaum noch einholbar, und die Aussicht auf ein langes juristisches Tauziehen hätte ungute Erinnerungen an die umstrittenen Auszählungen der Wahl vor vier Jahren geweckt.

Kerry habe Bush mit den Worten gratuliert: „Glückwunsch, Mr. President“, erklärten Gewährsleute. Wie es hieß, bezeichnete der republikanische Amtsinhaber Kerry als würdigen und ehrenwerten Kontrahenten. Der Demokrat habe im Gespräch mit Bush außerdem beklagt, die USA seien zu zerrissen, und der Präsident habe dem zugestimmt. „Wir müssen wirklich etwas dagegen tun“, sagte Kerry den Informationen zufolge. Das Telefonat habe nur wenige Minuten gedauert.

Zum Zeitpunkt der Aufgabe Kerrys stand das Ergebnis in Ohio noch nicht fest. Bushs Stabschef, Andrew Card, sagte in Washington, Bush sei rein „rechnerisch nicht mehr zu schlagen“ und habe so seine Wiederwahl „mit entscheidendem Abstand“ gesichert. In dem Staat lag Bush nach Auszählung von rund 99 Prozent der Wahlbezirke mit rund 140.000 Stimmen vorn. Dabei waren allerdings mindestens 200.000 „provisorische“ Stimmen noch nicht mit eingerechnet, die nach dem dortigen Wahlgesetz erst nach einer Überprüfung der Wählerlisten in elf Tagen ausgezählt werden können.

Auch in Iowa (sieben Wahlmänner) und New Mexico (fünf Wahlmänner) war die Auszählung nicht abgeschlossen. Im erbittert umkämpften Südstaat Florida (27 Wahlmänner) lag Bush nach Berechnungen des Fernsehsenders ABC mit 52 Prozent klar vor Kerry, der mit 47 Prozent rechnen konnte. Außer dem Staat New Hampshire (vier Wahlmänner), den Kerry für sich gewinnen konnte, wählten alle Staaten genauso wie bei der Wahl 2000. Bei ihrer Entscheidung ließen sich die Wähler nach einer AP-Umfrage vor allem von den Themen Terrorgefahr, Wirtschaft und moralische Werte leiten. In der Sicherheitspolitik vertrauten die meisten Wähler eher Bush, während sie Kerry die besseren Fähigkeiten in der Wirtschaftspolitik zuschrieben. Als wahlentscheidende Eigenschaften der Kandidaten wurden Führungsstärke und die Fähigkeit zum Wandel hervorgehoben.

Nach einem erbittert geführten Wahlkampf machten am Dienstag so viele Amerikaner wie seit Jahrzehnten nicht mehr von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Rund 120 Millionen oder knapp 60 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, das ist die höchste Wahlbeteiligung seit 1968.

Auch aus den gleichzeitig stattfindenden Kongresswahlen gingen die regierenden Republikaner gestärkt hervor. Im Repräsentantenhaus hatten sie bis zum Nachmittag 228 der 435 Sitze sicher und konnten mit fünf weiteren rechnen. Auf die Demokraten entfielen mindestens 199 Mandate. Im Senat konnten die Republikaner laut vorläufigen Ergebnissen ihre derzeitige Mehrheit von 51 auf mindestens 53 Sitze ausbauen.

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