Bürgerforum Vorarlberg: Reiter wünschen einen Zaun für die L203

Ein Zaun entlang der L203 könnte für mehr Sicherheit sorgen.
Ein Zaun entlang der L203 könnte für mehr Sicherheit sorgen. ©Privat
Lustenau - Reiter warnen im Bürgerforum vor gefährlichen Situationen im Lustenauer Ried. Entlang der L203 müssen die Pferde teilweise neben der Straße reiten, was sowohl für Reiter und Straßenverkehr gefährlich sein kann.
Bürgerforum Vorarlberg

Im Bürgerforum Vorarlberg warnen Reiter vor gefährlichen Situationen entlang der L203 bei Lustenau. Die Reiter der gut 40 Pferden aus dem nahen Stall müssten derzeit die Straße queren, und dann mehrere hundert Meter in der Wiese entlang der Landstraße reiten, um zu den sicheren Nebenwegen zu gelangen.

Gefährliche Situationen

Das Problem: Die mit 80 Km/h oder auch schneller fahrenden Fahrzeugen könnten die Pferde erschrecken. Erst vor einem halben Jahr habe ein Lkw eine auf dem Boden liegende Plane hochgewirbelt und damit ein Pferd aufgeschreckt. Dieses warf daraufhin die erfahrene Reiterin ab und rannte in den nahen Stall zurück. Die Reiterin blieb auf der Straße liegen. “Wenn einmal ein Auto oder Motorrad ein Pferd rammt, überlebt das sicher niemand”, so die Warnung. Doch auch Radfahrer leben auf der Strecke gefährlich.

Tierschutzobmann plant Lokalaugenschein

Tierschutzobmann Pius Fink kennt vergleichbare Beschwerden. Bereits Anfang nächster Woche will er sich mit einer Beschwerdestellerin die lokalen Gegebenheiten ansehen. “Verbieten ist sicher die schlechteste Lösung”, ist er überzeugt. Ein Nebeneinander von Reitern und Verkehr müsse möglich sein, auch die Reiter haben ein Recht auf freie Bewegung. Der Fokus liege aber ganz klar auf der Unfallvermeidung.

Bezirkshauptmannschaft wartet auf mehr Details

Bei der Bezirkshauptmannschaft kennt man vergleichbare Probleme auf der L45 zwischen Dornbirn und Schmitter, für die man damals eine Lösung gefunden hat. In diesem Fall habe sich aber noch niemand gemeldet, erklärt Andreas Bohle von der BH Dornbirn. Man müsse sich den Fall noch genau anschauen um eine geeignete Maßnahme zu treffen, betont er. Für eine allgemeine Geschwindigkeitsreduzierung brauche man etwa eine dauernd vorhandene Gefährdung von Verkehrsteilnehmern.

Betroffene sollten sich an Behörden wenden

Für Ausbaumaßnahmen wie einen Rad- und Reitweg müsse das Land erst den notwendigen Grund erwerben – wozu die betroffenen Bauern auch verkaufen müssten. Bohle empfiehlt den betoffenen Personen sich an die BH zu wenden, um eine Lösung zu finden. Nur so könne man auch erfahren, in welchem Bereich welche Maßnahmen getroffen werden können.

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