AA

Brändle vor dem Härtetest

Der Hohenemser Radprofi reist ohne Erwartungsdruck zu seinem Debüt beim Giro d'Italia.

Es wird der erste Härtetest in der noch jungen Karriere von Matthias Brändle. Am Samstag, beim Auftaktzeitfahren des Giro d’Italia in Amsterdam, steigt der Hohenemser in seine erste dreiwöchige Landesrundfahrt. Der 20-Jährige, für drei Jahre beim spanischen ProTour-Team Footon Servetto unter Vertrag, hat sich nach der Teilnahme an belgischen Halbklassikern im Frühling, der Baskenland-Rundfahrt und in der letzten Woche bei der Tour de Romandie auf sein Giro-Debüt vorbereitet. Dort zeigte er mit einer – zwar unbelohnten – Soloflucht auf der zweiten Etappe auf. “Mein Leistungsstand ist okay, Teamchef Mauro Gianetti ist zufrieden. Ich freue mich auf den Giro, habe aber keine allzu großen Erwartungen, denn ich weiß nicht, wie mein Körper auf die Belastung einer dreiwöchigen Rundfahrt reagieren wird. Von Seiten meines Teams gibt es keinen Druck, es geht vor allem darum, Erfahrung zu sammeln“, so der Neoprofi.

Aktiv auftreten

Seine Mannschaft will sich in Italien aktiv präsentieren. “Wir haben niemanden, der auf die Gesamtwertung fahren kann, deshalb versuchen wir bei Fluchtgruppen dabei zu sein“, beschreibt der Staatsmeister im Einzelzeitfahren die Ziele. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, nun heißt es sich mental auf die Herausforderung einzustimmen. Die Tage vor dem Abflug nach Amsterdam nutzte der Hohenemser zum Einradeln in seiner Heimat und für erholsame Massagen. Dabei vertraut der WM-Neunte (U 23) seit eineinhalb Jahren auf den Physiotherapeuten Martin Hämmerle vom Sportservice Vorarlberg. “Nach meinem Sturz beim Amstel Gold Race, bei dem ich mit über 50 km/h in eine Verkehrsinsel krachte, hatte ich Schmerzen im Bereich der Achillessehne. Diese waren nach Martins Behandlung weg und ich kam beschwerdefrei durch die Tour de Romandie“, dankte Brändle dem Spezialisten.

Problemzonen behandelt

“Gerade bei den Radfahrern sind Becken und Rücken Prob­lembereiche“, sagt der Ex-Lizenz-Mountainbiker Hämmerle, der alle Sportler im Olympiazentrum sowie die Fußballer des SCR Altach betreut. “Ich arbeite präventiv, dadurch können Probleme vermieden werden. Mit dem Motto ‚agieren statt reagieren sind wir einen Schritt voraus. Ich freue mich, einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass die Sportler in ihrem Beruf erfolgreich sind“, beschreibt der 26-Jährige. Brändle ist nach Matthias Buxhofer im Jahr 2002 der zweite Vorarlberger, der im Giro-Aufgebot steht. Der damals 28-jährige Feldkircher belegte beim Prolog den vierten Rang und wurde auf der zwölften Etappe Fünfter.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • Hohenems
  • Brändle vor dem Härtetest
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen