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Bregenzer Narren entsorgten Linhart in Rumfass

Die Wirtshauspiraten enterten das Rathaus.
Die Wirtshauspiraten enterten das Rathaus. ©Harald Pfarrmaier
Absetzung Bürgermeister

Bregenz. (hapf) Unter dem Jubel der Menge enterten die Wirtshauspiraten am Gumpigen Donnerstag um 16 Uhr das Bregenzer Rathaus. Nach Übergabe des Rathausschlüssels an Prinz Ore LVI., Martin I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Daniela I. wurde Bürgermeister Markus Linhart in ein Rumfass verfrachtet und ins Asyl geschickt. Fanfarenzug und Prinzengarde begleiteten die närrische Machtübernahme.

In einem gewagten Handstreich eroberten die Wirtshauspiraten für ihr Prinzenpaar das Bregenzer Rathaus. Listiger Weise versuchte sich Bürgermeister Linhart als Pirat zu tarnen, hatte mit seinem Täuschungsmanöver jedoch kein Glück. Er wurde von den Piraten dingfest gemacht, geknebelt und in Ketten geschlagen. An ein Seil gebunden wurde er über den Rathausbalkon in ein am Prinzenwagen angehängtes überdimensioniertes Rumfass verfrachtet.

Von Prinz Martin I. musste er sich zuvor noch eine Sündenlitanei vorbeten und seine verfehlte Stadtpolitik vorhalten lassen. Als neuer Regent versprach der Prinz seinen närrischern Stadtbürgern, ab sofort die Sperrstunde zu streichen, die Gastgärten rings um die Uhr offen zu halten, die Parkplatzgebühren abzuschaffen und die Parkomaten ans Casino zu verkaufen und den Gondelhafen als neuen Parkplatz für das Wirtshaus am See aufzuschütten. Der Jubel der Menge war ihm damit sicher.

Beim Schnorrapfohl-Aufzug am Leutbühel ließ Prinzessin Daniela I. mit bemerkenswerten Vorschlägen für Bregenz aufhorchen. Auf ihrem Programm steht die Schaffung eines Tropical Freizeitparks am Seestadtareal, ein ganzjähriger Eislaufplatz am Leutbühel und der Bau einer Terrasse in den See hinaus für ihren Amtssitz Wirtshaus am See. Erstaunt vernahmen ihr Prinz und die vielen anwesenden Altprinzen, dass sich künftig die Prinzessinnen zusammentun, um jährlich ihre eigene Prinzessin zu wählen. Deutlich sprach sie sich zudem für das Beibehalten des Sitzenbleibens in den Schulen aus, weil dies ja als Pensionsjahr angerechnet werden könnte.

Im Hotel Messmer wurden die närrischen Horden beim Empfang der Stadt mit Gulasch und Spätzle gestärkt. Dabei verliehen Prinz Ore LVI., Martin I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Daniela I. an verdiente Persönlichkeiten ihren Prinzenorden. Als unwiderruflich letzte Amtshandlung durfte Bürgermeister Markus Linhart dann auch die höchste Bregenzer Faschingsauszeichnung, den, Ore-Orden am schwarz-weißen Band vergeben. Den erhielt neben dem Bregenzer Prinzenpaar auch das Fluher Prinzenpaar Graf Hubert I. und Prinzessin Evi I., Egon Pehr von der Bregenzer Faschingsgesellschaft, Andrea Kinz und Gerhard Götze für ihren Einsatz für den Kinderfasching und Toni Lahr von den Fluhar Nollatrüllar. Ebenso konnten sich darüber Piratenköchin Astrid Fink, die prinzlichen Wagenbauer Jörg Peham und Peter Mangeng sowie Zeremonienmeister Philipp Rainer, Adjutant Andreas Hertnagel, Oskar Pröll, Joe Fessler, Erwin Willam und Jan Bleil aus dem Prinzengefolge freuen. Vom Fanfarenzug wurden Werner Retschitzegger und Florian Fässler, von den Narraseckl Mark Eisele und vom Gefolge 97 Sonja Kolb und Doris Langer mit der begehrten Auszeichnung bedacht.

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