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Bregenzer Festspielpräsident Rhomberg sieht "Ignoranz"

Bregenz - Pessimistisch beurteilte Günter Rhomberg, Präsident der Bregenzer Festspiele, angesichts des neuen Regierungsabkommens die Zukunft für Österreichs Kunst und Kultur. Rhomberg kritisierte insbesondere fehlende Indexanpassungen der Subventionen.

Die Verantwortlichen behandelten die zigtausenden Beschäftigten im Kulturbereich mit einer “Ignoranz sondergleichen”. Das Thema sei in den Gesprächen der künftigen Regierungspartner praktisch nicht vorgekommen, bemängelte Rhomberg.

Das Problem liege nicht so sehr bei Ressortleiterin Claudia Schmied (S), sondern “im fehlenden Bekenntnis der Partei- und Regierungsspitzen, dem identitätsstiftenden Sektor von Kunst und Kultur in Österreich einen entsprechenden Stellenwert einzuräumen”. Man werde einfach dem Markt überlassen, “nach dem Prinzip: Friss oder stirb!”, während etwa die Beamtengewerkschaft “mit einer Selbstverständlichkeit” über der Inflationsrate liegende Lohnabschlüsse erwarte und bekomme.

Es könne “mit Sicherheit” davon ausgegangen werden, dass die Kulturinstitutionen in naher Zeit ihre Leistungen wesentlich einschränken müssen und Tausende im Bildungsbereich Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren werden, so Rhomberg. Eine andere Einsparungsmöglichkeit als in diesem Bereich gebe es im personalintensiven Kulturbereich nämlich nicht. “Diese Politik ist mir völlig unverständlich und ich sehe für Österreichs Kunst und Kultur sehr dunkle Wolken am Horizont”, so der Festspielpräsident.

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