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Bregenzer Festspiele als Umsatzmotor

Bregenz - Positiv fällt eine - wenngleich erst vorläufige - Bilanz über die Bregenzer Festspiele aus, was deren Bedeutung als Umsatzmotor für die regionale Wirtschaft anlangt.
Studie Umwegrentabilität Festspiele

Da der typische Festspielgast – hochgerechnet auf Basis der Umwegrentabilitäts-Studie des IHS von 2003 – mit 235 Euro fast die dreifachen Tagesausgaben eines „Normalbesuchers“ tätigt, dürfte dieses Gästeklientel im Aida-Premierenjahr in der Region Umsätze von rund 100 Mill. Euro „angeschoben“ haben.

Diese Rechnung stellt der kaufmännische Direktor der Festspiele, Michael Diem, an. In einer extrem unausgewogenen Doppelrolle fungieren die Festspiele bezüglich der mobilisierten Steuern: „Zum einen subventionieren uns die öffentlichen Hände mit 5,4 Mill. Euro pro Jahr. Das durch die Festspielaufführungen für dieselben öffentlichen Hände generierte Steueraufkommen ist freilich mit 25 Mill. Euro p. a. zu veranschlagen“, veranschaulichte Diem den der Steuerzahlergemeinschaft erwachsenen Nutzen. Nicht zu unterschätzen, so Diem, sei schließlich der Beschäftigungseffekt des Festivals: Dieses zählt unterm Jahr 70, im Sommer jedoch bis zu 1500 Mitarbeitende. „In volkswirtschaftlichen Vollzeitäquivalenten dargestellt, sind wir so ganzjähriger Arbeitgeber von 1150 Menschen“, übersetzte der Festspiel-Direktor.

68 Prozent des mobilisierten Umsatzes (von heuer ca. 100 Mill. Euro), so die IHS-Studie, entfallen auf die Gastronomie- und Beherbergungsbranche. Albert Kofler, Direktor des Traditionshotels Schwärzler: „Die Zimmerbuchungen liegen auf Niveau von 2008, mit über 90 Prozent Auslastung an eigentlichen Aufführungstagen. Etwas besser als letztes Jahr lief das Restaurant- bzw. à la carte-Geschäft. Dagegen ist das Seminar- und Tagungsgeschäft seit Frühjahr spürbar eingebrochen“, so Kofler.

„Einmal mehr als unverzichtbar für den Handel erwiesen“ haben sich die Festspiele laut Thomas Häckel, Geschäftsführer der WIGEM. Umsatzmäßig seien sich die Sommersaisonen 2007, 2008 und 2009 ebenbürtig gewesen, wobei „es heuer auch zwischen den Sparten einheitlicher verteilt war“ (Häckel). Unmittelbarste Nutznießer einer insgesamt stimmigen Festspielsaison sind Häckel zufolge der Bekleidungs-, der Schmuck- und der Accessoires-Handel, es seien jedoch „im Prinzip auch die anderen Sparten, zumindest laut bisherigen Rückmeldungen, zufrieden“.

Für DI Thomas Kinz, Vorstand der Pfänderbahn AG, sind die Festspiele hauptverantwortlich, dass „der Juli deutlich, der August mit großem Abstand“ die Monate mit den größten Gästefrequenzen sind. Im August 2008 ließen sich 120.000 Besucher bequem auf den Bregenzer Hausberg hieven, heuer könnte, je nach Wetter in der letzten Dekade, auch schon bei 115.000 Schluss sein. In seinem Business „steht und fällt alles mit dem Wetter“ (Kinz). Aber: Eine Wirtschaftskrise sei zumindest bis heute bei den Pfänderbahn-Frequenzen nirgends ablesbar geworden. Der bescheidenste Sommermonat ist alut Kinz der April mit im Schnitt 30.000 Fahrgästen, die Monate vor und nach den Festspielen schlagen mit 70.000 bis 85.000 verkauften Tickets zu Buche.

Dreifacher Wirtschaftseffekt

– Die Festspiele beschäftigen übers Jahr 70, im Sommer bis zu 1500 Arbeitnehmer. An Vollzeitäquivalenten bedeutet das 1150 ganzjährig Beschäftigte.

– Sie erhalten 5,4 Mill. Euro an öffentlichen Subventionen, durch sie werden aber 25 Mill. Euro an Steueraufkommen generiert.

– Durch die Festspielbesucher wird ein Gesamtumsatz von rund 100 Mill. Euro mobilisiert.

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