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Brücke soll Auwälder verbinden

Radbrücke soll Vorteile für Radfahrer breingen
Radbrücke soll Vorteile für Radfahrer breingen

Hard. Eine neue Brücke soll ab 2011 die Radwege durch die Auwälder in Hard und Bregenz verbinden. „Wir wollen damit das bestehende Radwegenetz verbessern und Lücken schließen“, erklärt der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart. Inzwischen wurden die Projekte des Gestaltungswettbewerbs in Bregenz und Hard präsentiert, aus denen die Jury den Vorschlag der ARGE Wörle/Sparowitz (Graz), Arch. Christoph Müllauer (Salzburg) und Gruppe Bau Dornbirn als Siegerprojekt kürte. Auch im „VN“-Bürgerforum wurde die neue Verbindung für Radfahrer diskutiert.

Positive Auswirkungen

„Da ich gerne Rad fahre, und auch gerne einmal den See entlang Richtung Bregenz, freue ich mich schon, wenn diese Brücke fertig ist, und man dann die Bregenzer­ach auf diese Weise überqueren kann“, meint Christine Helfer.

Frequenzsteigerung

 

Hap Krenn hofft auf positive Auswirkungen für die Harder Gastronomie. „Für Hard ist es eine weitere Möglichkeit, unsere schöne Landschaft aus einem neuen Blickwinkel zu sehen“, so Krenn. „Durch die neue Brücke wird auch der Radtourismus an der B 202 reduziert und somit eine Frequenzsteigerung in Hard erreicht. Dies kann man, wenn man will, negativ sehen – ich sehe das als eine sehr positive Entwicklung und freue mich darauf, neue Gesichter in Hard zu sehen. Wenn mehr Gäste durch Hard fahren, wird letztendlich auch die Gastronomie davon profitieren. Hierbei ergeben sich in weiterer Folge Möglichkeiten, neue Arbeitsplätze zu schaffen, was dann für die „Brückengegner“ ein schwer wegzudiskutierendes Thema sein wird.“

Gut für Tourismus

Für Walter Maschner ist die Radbrücke „keine Verschönerung der Achmündung“. Er sieht darin jedoch eine „touristische Bereicherung für Hard“. „Einige zusätzliche Bodenseeuferradler werden die attraktivere Fahrt zu uns genießen und unserer Wirtschaft etwas Mehrumsatz bringen. Der Berufspendlerradverkehr wird wegen maximal vier Minuten Zeitersparnis nicht nennenswert zunehmen“, meint Maschner.

„Konjunkturbelebung“

Der Behauptung von Gernot Kiermayr: „Es ist ein Beispiel gelungener Klimapolitik. Mit der Brücke wird es zwischen Bregenz und Hard täglich im Durchschnitt mehr als 1000 Pkw-Fahrten weniger geben. Das ist eine klimarelevante Größenordnung“, steht Walter Maschner kritisch gegenüber: „Auch wenn diese (selbstverständlich durch „Studien“ belegte) Behauptung völlig unglaubwürdig scheint, ist das Projekt zu begrüßen, und die öffentlichen Fördertöpfe wollen schließlich geleert werden. Betrachten wir die Brücke als klimafreundliche Maßnahme zur Konjunkturbelebung.“

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