Brändle reicht Rang 16 nicht für Olympia-Ticket

Matthias Brändle: 16. Rang reicht nicht für Olympia-Ticket aus
Matthias Brändle: 16. Rang reicht nicht für Olympia-Ticket aus ©EPA (Themenbild)
Für Matthias Brändle hat sein 16. Rang im Zeitfahren entgegen ersten Meldungen nicht zum Olympia-Limit gereicht.

Nur die Top Ten des bereinigten Rankings mit maximal einem Fahrer pro Nation lösten über die WM-Konkurrenz das Ticket für Rio de Janeiro 2016, der Vorarlberger war in dieser Wertung 13.

Haller fehlte nach sehenswerter Aufholjagd im Finish die Frische

Der Österreichische Radsportverband (ÖRV) hat mit seinen Aktiven bei den Weltmeisterschaften in Richmond in Virginia kräftig aufgezeigt. Der Junioren-WM-Titel von Felix Gall im Straßenrennen überstrahlte natürlich alles, es war der erste WM-Goldgewinn eines Österreichers bei Straßenrennen überhaupt. Aber auch andere überzeugten, nicht zuletzt Marco Haller am Schlusstag im Straßenrennen der Herren.

Der 24-Jährige hatte sich einen Top-10-Platz vorgenommen und wurde 26. Dass er es aber überhaupt so weit nach vorne mit nur zwölf Sekunden Rückstand auf Sprint-Star Peter Sagan (holte erste slowakische WM-Medaille) schaffte, ist hoch einzuschätzen. Haller war wie sein Landsmann Georg Preidler vier Runden vor Schluss in der Verpflegungszone in einen Massensturz verwickelt gewesen, durch den sich das Feld teilte.

Während Preidler aufgab, schaffte Haller als einziger der Abgerissenen den Anschluss an die Spitze, holte rund eine Minute auf. “Diese Leistung geht sicherlich unter, sie war aber gewaltig und zeigt sein großes Kämpferherz und seine Moral”, sagte ÖRV-Nationalcoach Franz Hartl. “Hut ab auch vor Georg Preidler, der ein starkes Rennen gefahren ist und sich immer vorne gezeigt hat.” Lukas Pöstlberger gab ebenfalls auf.

Bei Haller überwog vorerst die Enttäuschung, nach der Aufholjagd hatte er im Finish im Kampf um einen absoluten Spitzenplatz nicht mehr die nötige Frische. “Ich habe mich eineinhalb Monate auf dieses Rennen vorbereitet und ich wollte auch meiner Katjuscha-Mannschaft zeigen, dass ich es drauf habe”, meinte Haller. “Im weltbesten Team bekommt man nicht oft die Möglichkeit, auf eigene Kappe zu fahren.”

Seine Beine seien exzellent gewesen, am Ende hätten ihm aber “die nötigen Körner” gefehlt. Über den letzten Berg fuhr der Kärntner in den Top Ten, ehe Sagans Angriff am letzten Anstieg kam. “Trotzdem, der angepeilte Top-Ten-Platz ist sich nicht ausgegangen. Am Ende zählt das Ergebnis. Aber es kommen jetzt dann zwei gute Weltmeisterschaften für mich.” Hartl: “Leider konnte Marco nicht die Früchte ernten, die er verdient hätte.”

U23-Fahrer Michael Gogl war bis 800 m vor dem Ziel auf Silberkurs. “Unsere Profis haben sich in der Weltelite etabliert und wir haben im nächsten Jahr so viele Auslandsprofis im Einsatz wie nie zuvor”, erklärte ÖRV-Präsident Otto Flum. “Die U23-Fahrer hatten Pech, bei den Damen hätten wir uns mehr erwartet. Wir müssen den positiven Schwung mitnehmen.” (APA)

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