Booster Impfung: Welcher Impfstoff wirkt am besten?

Laut Karl Lauterbach wirke ein Wechsel des Impfstoffes am besten.
Laut Karl Lauterbach wirke ein Wechsel des Impfstoffes am besten. ©APA
Der sogenannte Booster ist die dritte Impfung gegen das Coronavirus. Biontech oder Moderna - welcher Impfstoff wirkt bei wem am besten?
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Damit soll sichergestellt werden, dass der Antikörperschutz gegen SARS-CoV-2 aufrecht gehalten wird. Um die genaue Wirkung und die Sicherheit dieser Drittimpfung zu untersuchen, führt die MedUni Wien nun eine großangelegte Studie durch, teilte sie in einer Aussendung am Montag mit.

Biontech oder Moderna?

Verschiedenen Experten zufolge soll bei der Booster-Impfung, der nicht bei der Erst- oder Zweitimpfung verwendet wurde, besonders effektiv. SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schreibt auf Twitter sogar: "Wechseln wirkt am besten!" Lauterbach bezieht sich auf eine US-amerikanische Studie, weshalb Astrazeneca (nicht zugelassen in den USA) in der Tabelle nicht vorkommt.

Dem deutschen Immunologen Carsten Watzl zufolge, mache die Wahl des Impfstoffs bei der Drittimpfung keinen großen Unterschied. Es mache jedoch Sinn nach einer Impfung mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson bei der Drittimpfung einen mRNA-Impfstoff zu bekommen. Insbesondere bei der Delta-Variante sollen Vektorimpfstoffe weniger wirksam sein, weshalb eine Kreuzimpfung zu einem besseren Schutz verhelfe.

Grundsätzlich gilt:

Drittimpfung hilft ohnehin. Bei der Wahl des Impfstoffes gehen die Meinungen der Experten auseinander. Eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff kann die Immunantwort generell verbessern, ob dabei Biontech oder Moderna spiele keine große Rolle.

Impfung um Lockdown zu verhindern

Der Münchner Infektiologe Christoph Spinner hält trotz massiv steigender Corona-Zahlen einen neuen Lockdown aktuell nicht für hilfreich. "Lockdowns sind bezogen auf die Pandemie-Kontrolle nicht nur politisch das radikalste Mittel, sondern auch wissenschaftlich ein eher Schwaches - außer sie werden absolut konsequent umgesetzt und konsequent kontrolliert", sagte der Pandemie-Beauftragte des Klinikums rechts der Isar der TU München der Deutschen Presse-Agentur. "Anders als im Frühjahr steht eine wirksame Präventionsmöglichkeit zur Verfügung: die Schutzimpfung."

"Entscheidend für den Winter sind aus meiner Sicht breit angelegte Booster-Impfungen bei Menschen, deren Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt", sagte Spinner. Dadurch ließen sich Studien zufolge bis zu 95 Prozent symptomatischer Infektionen verhindern. "Aufgrund der bundesweit steigenden Infektionszahlen müssen wir hier so schnell wie möglich handeln." Zu der Frage, ob die Dritt-Impfung für unter 70-Jährige sinnvoll sei, sagte Spinner, es verdichteten sich die Hinweise, dass die Impfungen altersunabhängig bei allen Erwachsenen zusätzlichen effektiven Schutz böten. Vor allem Ältere seien aber besser vor Klinikaufnahmen und schweren Verläufen geschützt.

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(VOL.AT/dpa)

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